Start in dein Work and Travel Jahr

Du hast als Student schon sicher von Work and Travel gehört. Leben, Arbeiten und Erfahrungen sammeln im Ausland – das ist eine wertvolle Erfahrung in der persönlichen Biographie als auch für eine spätere berufliche Karriere. Dieser Schritt in die Welt erscheint anfangs sehr groß und kompliziert. Doch richtig geplant ist ein Jahr Work and Travel auch für dich machbar. Wir zeigen, wie es geht.

Work and Travel – was es dir geben kann

Studieren ist heute eine Vollzeitaufgabe. Viel wird erwartet, und die meisten Studenten stehen unter einem gewissen Druck, was die Zeit bis zum Abschluss des Studiums angeht. Sich dazwischen ein Jahr Auszeit zu nehmen und sich sein Leben, sein Studium und seine Pläne einmal aus der Ferne und in Ruhe anzusehen, ist für viele ein ganz wichtiger Schritt. Oft steht man als junger Mensch noch unter dem Einfluss der eigenen Geschichte mit den Eltern. Für ein gelingendes eigenes Leben ist es eine wertvolle Erfahrung, durch ein solches Jahr Abstand zur eigenen Geschichte zu bekommen und sich auch zu fragen:

  • Welche Werte und Anschauungen, die ich erfuhr, möchte ich übernehmen?
  • Wo möchte ich mich neu orientieren?
  • Wie beeinflusst diese Bilanz meine Studien- und Berufsziele?

Dieses Modell für Selbsterkenntnis ist nicht neu. Hier zwei Beispiele:

Es hat bei Handwerkern TraditionWanderjahre zu machen und „auf die Walz“ zu gehen. Dies hat verschiedene Intentionen: Man lernt, auch unter anderen äußeren Umständen, seine handwerklichen Kenntnisse anzuwenden und wird so flexibler und lernt, zu improvisieren. Manches Neue kann man nur in der Fremde lernen. Andere Länder – andere Sitten, so sagt man. Und auch anderes Wissen und andere Möglichkeiten. Die Regel, dass man sich der Heimat nicht bis zu einem bestimmten Radius nähern soll, hat sicherlich auch etwas mit der Idee von der zu erlernenden Selbständigkeit zu tun.

Es ist, vor allem in Akademischen Berufen, mittlerweile auch bei uns durchaus üblich und möglich, ein sogenanntes Sabbatjahr zu machen. Auch wenn hier das Leben meist schon in einer späteren Lebensphase angelangt ist, wirken sich ein Innehalten, Bilanzieren und Neuausrichten auf das Leben und Arbeiten der Menschen, die ein solches Sabbatical machen, sehr positiv aus.

Das Reiseziel wählen

Hierfür solltest du dir Zeit nehmen. Verschiedene Aspekte können deine Wahl hier beeinflussen. Ein wichtiger Grund für einen langen Auslandsaufenthalt ist, eine Fremdsprache sehr gut zu erlernen. In der heutigen Zeit sind natürlich gute Englischkenntnisse eine gute Sache und bringen dich später beruflich durchaus weiter. Dafür bieten sich verschiedene Länder an: Ob die USA, Australien oder Neuseeland, alles Länder mit sehr unterschiedlichen Möglichkeiten, und doch kann dort überall Englisch sehr gut erlernt werden.
Wenn dein Studium mit anderen Sprachen und Kulturen zu tun hat, triffst du vielleicht eine andere Wahl: Studierst du Romanistik oder Sinologie, dann zieht es dich eher nach Italien oder Japan.
Auch die Möglichkeit, in einem Land eine spezielle berufliche Erfahrungen machen zu können, die mit deinem Studium zu tun hat, etwa im Ingenieurwesen, kann eine Entscheidungsgrundlage für ein bestimmtes Land sein.
Doch Vorsichtig: Gerade jetzt kann es ja auch darum gehen, sich einen Traum zu erfüllen, den man hat, und der nicht direkt einen Karrierevorteil für später bietet, aber der gelebt werden möchte. Auf einer Pferdefarmarbeiten und richtig reiten zu lernen, einen Segel- und Surfkurs zu machen oder sich mit Meditation zu beschäftigen – dies kann sich später segensreich auf das eigene Leben und das Selbstbewusstsein auswirken. Eine indirekte und positive Auswirkung auf den späteren beruflichen Lebensweg ist auch so gegeben, weil zufriedene Menschen auch effektiver arbeiten.

Auf eigene Faust – oder organisiert?

Das ist die nächste Frage, die sich stellt. Das hängt von verschiedenen Dingen ab:

  • vom Reiseziel
  • von deinen eigenen Vorstellungen
  • von deinen bisherigen Reiseerfahrungen

Wenn du alles selber organisierst, kannst du eventuell einiges Geld sparen. Wenn das Reiseziel nicht so weit entfernt ist und du damit schon Erfahrungen gesammelt hast, fällt dir dies auch sicher leichter. Wenn du bisher vieles in deinem Leben schon auf eigene Faust gemacht hast, besonders auch die Planung der eigenen Urlaubsreisen, dann wird es dir auch ein Bedürfnis sein, alles selbst im Griff zu haben. Dennoch solltest du auch die Möglichkeit erwägen, Work and Travel durch eine professionelle Organisation planen zu lassen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Eine solche Organisation kümmert sich um

  • die Flugtickets,
  • die eventuell notwendigen Visa,
  • die Arbeitsstellen vor Ort,
  • die erste Unterkunft.
Das gibt schon einmal ein bißchen Luft, um anzukommen und sich einzugewöhnen. Gerade wenn man auch außerhalb von Europa unterwegs ist, bieten Organisationen einen Service an, der beruhigend wirkt: Man bekommt eine Telefonnummer, die täglich rund um die Uhr erreichbar ist sowie Kontaktpersonen vor Ort. Auch ergeben sich über die Community einer solchen Organisation leicht Kontakte mit anderen Mitreisenden.
Ein vorhergehender Urlaub im gewünschten Land kann sehr hilfreich sein, um die Angstschwelle zu senken und erste Erfahrungen und eventuell auch Anlaufpunkte zu sammeln. Der Schritt für ein Work and Travel Jahr wird auch dadurch leichter, wenn du dir für dein Projekt einen oder mehrere Begleitpersonen suchst.
Dies gibt ein höheres Maß an Sicherheit und erleichtert ein solches Projekt, vor allem am Anfang.