Studenten-WG : Alles rund um die Wohngemeinschaft

Eine Studenten-WG ist unter Studenten seit jeher eine beliebte Form des Wohnens am Studienort. Sie bietet Studenten, die am Wochenende und in der Ferienzeit noch bei ihren Eltern wohnen, wie auch Studenten, die ihren permanenten Wohnsitz an den Studienort verlegt haben, eine verhältnismäßig kostengünstige Lösung, die eigenen vier Wände zu beziehen. Das Leben innerhalb einer Wohnung mit teilweise relativ fremden Menschen kann sich dabei als Glücksgriff, aber auch als problematisch herausstellen. Dies hängt stark von der Vorbereitung auf das WG-Leben ab.

Die WG

Eine Studenten-WG ist der Zusammenschluss mehrerer Menschen / Studenten, die innerhalb einer Wohnung jeweils ein privates Zimmer für sich beanspruchen und die restlichen Räume wie Küche, Bad und Aufenthaltsraum bzw. Wohnzimmer miteinander teilen. Dies ist eine besonders günstige Art zu wohnen und wird daher gern von Studenten in Anspruch genommen.

Die Suche nach der Wohngemeinschaft

Studenten haben oft nur sehr wenig Zeit eine geeignete Bleibe am Studienort zu finden und meistens suchen viele andere Studenten ebenfalls zur gleichen Zeit eine Wohnung oder ein Zimmer. Anzeigen finden sich im Internet in Form von Anzeigenportalen, in örtlichen Zeitungen, auf der Homepage der Universität oder an Aushängen in der Uni, jedoch sind besonders die attraktiven Angebote sehr schnell vergeben. Wird ein einzelnes WG-Zimmer gesucht, kann sich der WG-Suchende unter Umständen in einer Art „Casting“ wiederfinden, bei dem der am besten geeignete Student für das freie WG-Zimmer gesucht wird. Dies ist insofern sinnvoll, da die WG-Bewohner auf engem Raum miteinander wohnen und sich daher sympathisch sein und ähnliche Vorstellungen und Ziele haben sollten, damit spätere Probleme von Anfang an möglichst gut ausgeschlossen werden können. Eine weitere Möglichkeit besteht für Studenten, die gemeinsam mit Bekannten oder Freunden an einer Uni studieren werden. In dem Falle kann gemeinsam eine passende Wohnung gesucht werden, in der eine eigene Studenten WG eröffnet wird.

Das Zusammenleben

Eine gute WG zeichnet sich durch ein freundliches Miteinander, bei Bedarf gemeinsam geregelte Putz- und Einkaufspläne und hin und wieder gemeinsam geplante Freizeitaktivitäten aus. Kommt es trotzdem zu Problemen, so können Streitereien durch ein klärendes Gespräch beigelegt werden. Da jeder Mitbewohner über ein eigenes Zimmer verfügt, gibt es zusätzlich die Möglichkeit sich in die eigene Privatsphäre zurückzuziehen. Je nach Personenkonstellation kann das Zusammenleben in einer WG wunderbar und erfüllend sein oder anstrengend und nervenaufreibend. Insbesondere dann, wenn Regeln ignoriert werden oder sich die Charaktere der Bewohner völlig widersprechen. Dies sollte im Idealfall vor dem Einzug beachtet werden.

Weitere Vor- und Nachteile

Wird ein gemeinsames Fach studiert, können sich sogar innerhalb der Wohngemeinschaft Lerngruppen bilden, die zusätzliche Motivation geben. WG Partys sind natürlich ebenso reizvoll. Der für Studenten interessanteste Aspekt ist wohl die große Kostenersparnis gegenüber einer eigenen Wohnung. Feste Kostenstellen wie Strom, Heiz- und Nebenkosten, Telefon und Internet und sogar Möbel für die Gemeinschaftsräume müssen finanziell nicht von einer Person getragen werden, sondern werden gerecht aufgeteilt. Der wohl größte Nachteil, der dem gegenübersteht, ist die Tatsache, dass die einzelnen Bewohner Rücksicht auf die anderen nehmen müssen. Beispielsweise steht meist nur ein Bad zur Verfügung und das kann, wenn morgens alle gleichzeitig aus dem Haus müssen, durchaus unangenehm sein.

Fazit

Nicht jeder Student fühlt sich in einer Studenten WG, in der es auch mal drunter und drüber geht, wohl. Für viele ist dies jedoch der ideale Einstieg ins Studentenleben, weil er günstig ist und sich bereits zu Anfang viele Kontakte ergeben