Was tun bei Prüfungsangst?

Ein Problem, dass fast keinem Studenten völlig unbekannt ist: Prüfungsangst. Der eine hat es mehr, der andere weniger, doch nur die wenigsten bleiben völlig von ihr verschont. Egal ob du nur leicht nervös bist wenn du vor dem umgedrehten Prüfungsblatt sitzt, oder ob du zu den Leuten gehörst, die schon eine Woche vor der Prüfung nicht mehr richtig schlafen können und beim Gedanken an den Stichtag Schweissausbrüche bekommen: Unsere Tipps können dir helfen, entspannter und gelassener mit der Prüfungssituation umgehen zu können.

Prüfungsangst – Die richtige Vorbereitung

Sich ausreichend vorzubereiten ist natürlich in jedem Fall wichtig, um eine Prüfung gut bestehen zu können. Wenn du allerdings von dir weißt, dass du im akuten Prüfungsfall oft zu Panik neigst, dann ist es noch ungleich wichtiger. Gerade Menschen mit Prüfungsangst tendieren oft zu den gefürchteten „Black-Outs“ , bei denen man vor der Klausur sitzt und das Gefühl hat, jemand hätte gerade die Reset-Taste gedrückt und sämtliche im Gehirn gespeicherte Informationen gelöscht. Zwar verschwindet dieses Gefühl oft nach kurzem Entspannen und Durchatmen wieder von selbst. Es trägt aber nicht gerade dazu bei, dass man die Prüfung entspannt schreiben kann, im Gegenteil, es verstärkt eher verständlicherweise die Panik oft noch um ein Vielfaches. Klar ist aber: Je besser der Stoff sitzt, umso ruhiger kann man vor der Klausur sein. Denn was fest im Gedächtnis verankert ist, das verschwindet auch bei einer Angstattacke nicht.

Sicht rechtzeitig auf den Weg machen

Ein weiterer, einfach umsetzbarer Tipp bei Prüfungsangst: Man sollte sich auf jeden Fall rechtzeitig Richtung Prüfungsort aufmachen. Nichts ist schlimmer als schon außer Atem und völlig gestresst in der Universität anzukommen weil der Bus zu spät kam, man die Ubahn verpasst hat, und schließlich die ganze Zeit mit Blick auf die Uhr da saß und gebetet hat, doch noch irgendwie pünktlich zu kommen. Wenn eine Prüfung ansteht fährt man also am besten ganz entspannt zwanzig Minuten früher als sonst los, um mögliche Eventualitäten schon in die Zeitberechnung einkalkuliert zu haben. Ein bisschen zu früh sein hat ja auch sein gutes. Noch mal in Ruhe aufs Klo gehen, sich den gewünschten Sitzplatz aussuchen und dann ganz entspannt durchatmen und warten bis es losgeht.

Erst die Aufgaben lösen, die sicher sitzen

Kzenon_Fotolia_64928416_XS.jpgEs macht wenig Sinn, sich gleich zu Beginn an einer Aufgabe festzubeißen, die man nicht richtig versteht. Zum einen verliert man viel Zeit und zum anderen wird man nur nervös, wenn man unsicher ist ob das was man schreibt überhaupt das richtige ist. Besser ist es, sich erst in Ruhe alle Aufgaben durchzulesen und dann mit einer Frage zu beginnen, bei der man sich absolut sicher ist. Das gibt das gute Gefühl schon einige Punkte in der Tasche zu haben, und man kann sich mit mehr Sicherheit und Ruhe an die anderen Aufgaben machen. Die schwereren Fragen beantwortet man dann ganz zum Schluss – da macht es dann auch nichts mehr, wenn man mit der einen oder anderen Beantwortung zu viel Zeit verbringt.

Nicht zu streng mit sich selbst sein

Angst in Prüfungssituationen zu haben ist wirklich völlig normal. Manchmal hilft es auch mit Kommilitonen die man schon besser kennt über die eigenen Befürchtungen zu sprechen. Schnell wird nämlich klar: Mit deinen Sorgen bist du definitiv nicht allein. Das macht es zwar für den einzelnen objektiv gesehen nicht weniger schlimm, hilft aber erfahrungsgemäß subjektiv oft sehr viel, schon alleine, weil die eigene Prüfungsangst dadurch normalisiert wird. Wenn gar nichts mehr geht, kann es auch sinnvoll sein mit dem Hausarzt zu sprechen. Es braucht fast nie starke Medikamente um Prüfungsangst zu lindern, meist können schon Hausmittelchen wie Bachblüten oder Baldrian Wunder wirken.Übrigens: Ein bisschen Nervosität ist sogar gut, denn unter ein wenig Stress schreiben sich Prüfungen besser. Kaum zu glauben, aber wahr!

Und schließlich: Alles auch Gewöhnungssache

Genau wie so vieles andere, kann man auch den Umgang mit Prüfungssituationen üben. Wie das geht? Indem man sich immer wieder den Herausforderungen stellt. Oft lässt sich der Effekt schon innerhalb von einem Semester beobachten: Von Prüfung zu Prüfung wird man ruhiger. Man gewöhnt sich an den Stress, die Situation, die Angst. Und irgendwann denkt man dann schon vor der Prüfung nicht an die Nervosität sondern vielmehr an das schöne Gefühl der Erleichterung wenn alles vorbei ist.

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Wissenschaftliches Arbeiten – was ist das eigentlich?

Erfolg im Studium hängt maßgeblich davon ab, inwiefern der Student/die Studentin das wissenschaftliche „Handwerkszeug“ beherrscht und in der Lage ist, akzeptable wissenschaftliche Arbeiten anzufertigen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Punkt zu, dass eigene Gedanken klar von fremdem Gedankengut abgegrenzt werden müssen: Die aktuellen Plagiatsfälle in der Politik (Theodor zu Guttenberg oder Annette Schavan) zeigen, welch schwerwiegende Folgen es haben kann (z.B. Aberkennung des Doktortitels auch nach Jahrzehnten), wenn nicht richtig zitiert wird und man sich einfach bei anderen Quellen „bedient“, ohne ausreichend darauf hinzuweisen. Doch was ist für wissenschaftliches Arbeiten sonst noch unerlässlich? Hier einige wichtige Tipps.

Selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten

Hausarbeiten, Dissertationen, Magisterarbeiten, etc., dienen dem Nachweis, dass der Student/die Studentin in der Lage ist, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten. Von der gelungenen Gliederung als Grundgerüst bis hin zum richtigen Literaturverzeichnis, indem nach Nachnamen alphabetisch gelistet die verwendeten Quellen angeführt werden: Wissenschaftliches Arbeiten erfordert einige Standards, die es unbedingt einzuhalten gilt. Studenten, die dieses „Handwerkszeug“ nicht beherrschen, werden mit schlechten Noten abgestraft oder bestehen ihre Arbeiten erst gar nicht. Doch das muss nicht sein, wenn man einige Grundsätze berücksichtigt.

Wissenschaftliche Terminologie

Bei der wissenschaftlichen Fachsprache, in der Arbeiten verfasst sein müssen, muss dabei mit der richtigen Terminologie gearbeitet werden. Nur das fachgerechte Anwenden von einschlägiger Terminologie zeigt, dass der Schreibende die Materie begriffen hat und wissenschaftlich damit umgehen kann. Es gilt also, sich mit der Fachsprache durch das Konsultieren von einschlägiger wissenschaftlicher Literatur vertraut zu machen, um auf dieser Basis zu eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu kommen. Das Finden von bereits vorhandener Literatur zum Thema ist auch der erste Schritt, mit dem eine wissenschaftliche Arbeit begonnen wird. Damit kann sich der Schreibende in die Materie einlesen und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand bringen. In einem zweiten Schritt wird daraufhin die grobe Gliederung erstellt, wobei sich der Schreibende darüber im Klaren sein muss, welches Ziel seine Arbeit zeitigen soll. Die Frage ist: Wo will ich hin? Was will ich zeigen? Auf der Grundlage dessen wird die Einleitung erstellt, die bereits grob umreißt, um welche Themen es in der Arbeit gehen soll und in welchen einzelnen Schritten diese nachgezeichnet werden.

Die richtige Zitierweise

pizuttipics_Fotolia_32183762_XS.jpgNicht oft genug betont werden kann, wie wichtig eine richtige Zitierweise beim wissenschaftlichen Arbeiten ist. Dabei gilt die Faustregel: Der Schreibende sollte immer so zitieren, wie er selbst Zitationen in Arbeiten vorzufinden wünscht. Bei Aufsätzen und Monographien werden dabei bei Fremdgedanken in der Fußnote der Autor, der Zeitschriftenartikel/die Monographie, gegebenenfalls die Auflage der wissenschaftlichen Zeitschrift und die Seitenzahl, auf der der Punkt zu finden ist, aufgeführt. Bei Originalquellen, bei denen es mehrere Ausgaben gibt, werden Kapitel und Vers zitiert. Ist ein darauffolgender Gedanke an der gleichen Stelle zu finden, so genügt es in der Fußnote den Hinweis „ebd.“ anzubringen. Dies bedeutet für den Leser, dass er den nachfolgenden Gedanken sprichwörtlich „ebenda“ wie bereits angeführt vorfindet.

Quellen aus dem Internet

Handelt es sich um Quellen aus dem Internet, so ist besondere Vorsicht angebracht. Es muss die gesamte URL, auf der ein angesprochener wissenschaftlicher Gedanke vorzufinden ist, angegeben werden. Bei längeren Textdokumenten ist zudem die Seitenzahl hinzuzufügen. Universitäten verfügen heutzutage über einschlägige Suchmaschinen, die das Internet danach durchforsten, ob aus dem World Wide Web Passagen für die wissenschaftliche Arbeit abgeschrieben wurden. Kopieren aus dem Internet ist daher ein Don’t, das unbedingt zu vermeiden ist. Selbstverständlich kann man sich aber aus dem Internet Anregungen suchen,man muss sie nur als solche auch ausreichend kennzeichnen.

Die Zusammenfassung

Berücksichtigt man all die genannten Punkte, dann geht es schließlich darum, die Arbeit mit einer gelungenen Zusammenfassung zu beenden. Darin werden die wichtigsten Ergebnisse nochmals gelistet und im Zusammenhang dargestellt. Im Anhang an die Zusammenfassung kommt das Verzeichnis der verwendeten Literatur, wobei dieses vollständig und nach den Nachnamen der Autoren alphabetisch gelistet sein muss. Quellen aus dem Internet werden in einem eigenen Abschnitt ebenfalls vollständig aufgeführt.

Beherzigt man all diese Hinweise, dann kann beim wissenschaftlichen Arbeiten eigentlich nichts mehr schiefgehen und der Studienerfolg sollte kein Problem mehr darstellen.

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Allgemeine Tipps fürs erste Semester

Tipps für Erstsemesterstudenten

Das Abi ist geschafft, die Partys sind vorbei: Die Uni ruft! Sobald das passende Studienfach und die neue Stadt ausgewählt sind, ist die Freude erstmal groß. Die meisten angehenden Studenten leben zum ersten Mal in einer eigenen Wohnung oder in einem WG-Zimmer und machen Luftsprünge bei der Aussicht auf die neu gewonnenen Freiheiten. Das erste Semester bedeutet in aller Regel einen Berg an neuen Eindrücken sowie das Sammeln neuer Erfahrungen. Doch trotz der großen Aufregung uns natürlich einer Menge Spaß können die ersten Monate allein in einer neuen Stadt auch dunkle Seiten bergen: Meist kennt man niemanden und steht zunächst völlig allein da. Der Alltag an einer Uni ist genauso wenig vertraut wie der Busfahrplan der Unistadt. Überforderung und Planlosigkeit sind ganz normal am Anfang und gehören einfach dazu. Doch wer sich einige Tipps zu Herzen nimmt und das Studium richtig angeht, wird Probleme schnell hinter sich lassen.

Neubeginn in einer fremden Stadt

Kommt man in einer neuen Stadt an, geht es in allererster Linie um das Knüpfen von Kontakten und Schließen von Freundschaften. Zusammen geht vieles leichter und auch wenn man es nicht glauben mag: Es geht vielen Neuankömmlingen so wie einem selbst. Daher lohnt sich ein erster Bekanntenkreis zum Austausch der Erfahrungen immer doppelt.

Orientierungstage – eine gute Hilfestellung

An den meisten Universitäten ist es Tradition, die sogenannten Orientierungstage anzubieten, die meist in den Tagen vor Beginn des Semesters stattfinden. Hier werden die angehenden Studenten in kleinen Gruppen von Tutoren aus höheren Semestern auf den Unialltag vorbereitet. Bei Rundgängen durch das Universitätsgebäude und dem gemeinsamen Erstellen der Stundenpläne fällt es leicht, schnell neue Leute kennen zu lernen. Ganz nebenbei wird man auch sicherer in Herausforderungen, die in der Uni warten. Oft passiert es gerade an diesen gemeinsamen Tagen, dass Freundschaften geschlossen werden, die ein ganzes Studium lang und darüber hinaus halten.

 

Erstipartys – hier lernt man Leute kennen

In diesem Zeitraum und in den ersten Wochen des Semesters finden in vielen Unistädten auch Erstipartys statt, bei denen man auch leicht Studenten aus höheren Semestern kennen lernen kann. Oft stehen die Parties auch unter Mottos wie „WG gesucht“, da das Problem, eine geeignete Bleibe zu finden, gerade zu Semesterbeginn eine harte Nuss ist, die geknackt werden möchte

 

Eine weitere Möglichkeit, schnell Anschluss in der neuen Zeit zu finden, ist daher auch ganz einfach die Wohnmöglichkeit einer WG. Über die neuen Mitbewohner lernt man schnell weitere Leute kennen und hat bei Problemen immer Menschen um sich herum. Ansprechpartner in heiklen Situationen sind so immer da.

Die Erstellung des Stundenplans

Wie bereits zuvor erwähnt, bieten die Orientierungstage der Unis oft eine gute Hilfestellung, was die Erstellung des ersten Stundenplans angeht. Oft bleibt es jedoch dem „Ersti“ selbst überlassen, welche Veranstaltungen er letztlich besuchen möchte. Ein immer wiederkehrender Fehler von Studienanfängern ist ein zu überladener Stundenplan. Es ist wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass ein 8-Stunden-Tag voller Vorlesungen vollkommen sinnlos ist, da auch Vor- und Nachbereitung jeder einzelnen Veranstaltung dringend notwendig sind. Wer tolle Noten im Studium erzielen möchte, sollte sich stets nach der Formel „Weniger ist mehr“ richten und in jedem Fach gründlich und intensiv arbeiten. Es geht im Studium um Qualität, nicht um Quantität. Allerdings sollte natürlich kalkuliert werden, wieviel Arbeit pro Semester in ein Studium gesteckt werden muss, um die Regelstudienzeit möglichst einhalten zu können. Inzwischen ist dieses Problem allerdings weitgehend beseitigt, da in den Bachelor-Studiengängen die seit der Bologna-Reform für die meisten Studiengänge eingeführt wurden, die Stundenpläne ohnehin größtenteils vorgegeben werden.

Die Bibliothek kennen lernen

Andere Unsicherheiten bestehen unter frisch eingeschriebenen Studenten oft im Bezug auf die unieigene Bibliothek. Um diese kann man in einem Studium fast unmöglich einen Bogen machen. Egal ob Hausarbeiten, Klausuren, Abschlussarbeiten oder einfach ungestörtes Arbeiten – die Bibliothek ist für alles perfekt und bietet immer das richtige Nachschlagewerk. Um sie kennenzulernen, kann man natürlich einfach einmal zu Semesterbeginn einen Rundgang auf eigene Faust unternehmen. Allerdings sind Bibliotheksführungen, wie sie von den meisten Universitäten angeboten werden, sehr viel hilfreicher. Hierbei wird das System der Bibliothek erklärt und man lernt, wie man bestimmte Bücher am einfachsten und effektivsten finden und ausleihen kann. Die Mitarbeiter der Bibliotheken sind hier meist sehr freundlich und helfen bei Fragen gern weiter. Scheu sollte man hier zu keiner Zeit zeigen, denn es wird sich früher oder später sehr lohnen, mit der eigenen Bibliothek nicht auf Kriegsfuß zu stehen.

Freizeitaktivitäten rund um die Uni

Um auch die Zeit neben dem Studium nett zu verbringen, lohnt es sich, sich mit den Freizeitaktivitäten der Unis zu befassen. Egal ob Sportkurse, Lauftreffs, Chor oder Theatergruppen – viele Universitäten bieten spannende Möglichkeiten, seine freie Zeit sinnvoll mit Gleichgesinnten zu verbringen. Und das meist sogar kostenlos oder zu sehr studentenfreundlichen Preisen. Ein Blick in das Angebot der eigenen Uni kann also in keinem Fall schaden.

Ansprechpartner bei Problemen

Sollten trotz allem einmal Probleme auftauchen oder man sich in der neuen Situation überhaupt nicht wohl fühlen, dann gibt es an jeder Uni einen Ansprechpartner, der sich gern kümmert. Viele verschiedene Stellen wie Studienberater oder Psychologen kümmern sich ausschließlich um die Belange der Studenten, egal ob es um Prüfungsangst, finanzielle Probleme oder auch nur kleine Unklarheiten bezüglich des Studiums. Wer sich traut, den Mund aufzumachen, dem wird auch geholfen. Da die Angestellten der Unis einer Schweigepflicht und dem Datenschutz unterliegen, sollte man deshalb auch nicht schüchtern sein, um letztlich das Studium mit einem guten Erfolg abschließen zu können.