Neues Semester mit guten Vorsätzen –welche machen wirklich Sinn?

Wenn das neue Semester anfängt, gehen viele Studenten mit guten Vorsätzen in das kommende Studienhalbjahr. Sie wollen die eigene Arbeits- und Lernmoral des vergangenen halben Jahres zum Besseren verändern und damit natürlich auch bessere Ergebnisse erzielen – und zwar sowohl, was die Noten angeht, als auch, was den tatsächlichen Lernerfolg angeht, der ja notwendig ist, um darauf Aufbauendes zu begreifen.

Was sind typische Vorsätze für den Semesterstart?

Viele Studenten nehmen sich zu Semesterbeginn ziemlich allumfassend vor, ihre ganze Studienhaltung zu verändern. Dies bedeutet dann, immer zu allen Seminaren, Vorlesungen, Übungsgruppen usw. zu gehen, die wöchentlichen Übungsaufgaben gewissenhaft zu machen, anstehende Projekte (Experimente, Praktika, Hausarbeiten oder das Lernen für zentrale Prüfungen) einzuplanen und früh genug zu beginnen. Außerdem steht häufig im Vordergrund, die „Freizeit“ wie das Treffen mit Studienkollegen und Freunden (Feiern gehen) zu reduzieren. Gerade in Bundesländern, in denen Studiengebühren und hohe Semesterbeiträge Studenten finanziell stark belasten, lässt sich auch häufig der Vorsatz treffen, neben dem Studium her einem Job nachzugehen und sich auf diese Art und Weise selbst über Wasser halten zu können.

Probleme mit der Umsetzung guter Vorsätze

Gute Vorsätze sind eigentlich positiv zu bewerten, da sie bedeuten, dass jemand sich Ziele steckt und etwas besser machen will. Wenn die Vorsätze allerdings allzu sehr von dem abweichen, was bisher gelebt wurde, sind sie kaum durchzuhalten. Wer beispielsweise in den vorherigen Semestern nie an Übungsgruppen teilgenommen oder die Übungsaufgaben gemacht hat, der braucht eine eiserne Disziplin, um den guten Vorsatz länger als einige Wochen in die Tat umzusetzen. Insgesamt lässt sich sagen, dass das Brechen unrealistischer Vorsätze zu einer Enttäuschung und vielleicht sogar zu einem Alles-Egal-Gefühl führen kann – und wenn das einmal erlebt wurde, wird es Studenten doppelt schwer fallen, für das nächste Semester gute Vorsätze in die Tat umzusetzen.

Realistische Vorsätze für das neue Semester

Veränderungen brauchen neben einem starken Willen Zeit und Geduld. Wer also im nächsten Halbjahr eifriger lernen und seine Freizeitaktivitäten dafür zurückschrauben möchte, tut gut daran, sich kleine Ziele zu stecken, die erreichbar sind. Ein kleiner Anfang wäre beispielsweise die Einrichtung einer festen Lernzeit an einigen Abenden in der Woche oder der Vorsatz, sich an einigen Wochentagen erst dann mit Freunden zu treffen, wenn die Übungsaufgaben bearbeitet sind. Dadurch, dass keine vollständige Einschränkung da ist (schließlich kann man die Freunde ja noch treffen, nur eben nicht mehr jeden Abend), lässt sich der gute Vorsatz viel besser umsetzen. Übrigens: Wer gute Vorsätze einhält, fühlt sich auch gut und kann stolz auf seine Disziplin sein. Außerdem hat er durch das Einhalten der Vorsätze Vorteile – eben den verbesserten Lernerfolg, der durchaus auch mit wesentlich besseren Noten einhergehen kann. Und haben sich einmal beispielsweise feste Lernabende im Zeitablauf etabliert, ist es ganz natürlich, diese Abende nicht mehr zu verplanen, sondern weiterhin zu lernen – und damit den Erfolg auch in die nächsten Studienjahre zu übertragen.

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Wissenschaftliches Arbeiten – was ist das eigentlich?

Erfolg im Studium hängt maßgeblich davon ab, inwiefern der Student/die Studentin das wissenschaftliche „Handwerkszeug“ beherrscht und in der Lage ist, akzeptable wissenschaftliche Arbeiten anzufertigen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Punkt zu, dass eigene Gedanken klar von fremdem Gedankengut abgegrenzt werden müssen: Die aktuellen Plagiatsfälle in der Politik (Theodor zu Guttenberg oder Annette Schavan) zeigen, welch schwerwiegende Folgen es haben kann (z.B. Aberkennung des Doktortitels auch nach Jahrzehnten), wenn nicht richtig zitiert wird und man sich einfach bei anderen Quellen „bedient“, ohne ausreichend darauf hinzuweisen. Doch was ist für wissenschaftliches Arbeiten sonst noch unerlässlich? Hier einige wichtige Tipps.

Selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten

Hausarbeiten, Dissertationen, Magisterarbeiten, etc., dienen dem Nachweis, dass der Student/die Studentin in der Lage ist, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten. Von der gelungenen Gliederung als Grundgerüst bis hin zum richtigen Literaturverzeichnis, indem nach Nachnamen alphabetisch gelistet die verwendeten Quellen angeführt werden: Wissenschaftliches Arbeiten erfordert einige Standards, die es unbedingt einzuhalten gilt. Studenten, die dieses „Handwerkszeug“ nicht beherrschen, werden mit schlechten Noten abgestraft oder bestehen ihre Arbeiten erst gar nicht. Doch das muss nicht sein, wenn man einige Grundsätze berücksichtigt.

Wissenschaftliche Terminologie

Bei der wissenschaftlichen Fachsprache, in der Arbeiten verfasst sein müssen, muss dabei mit der richtigen Terminologie gearbeitet werden. Nur das fachgerechte Anwenden von einschlägiger Terminologie zeigt, dass der Schreibende die Materie begriffen hat und wissenschaftlich damit umgehen kann. Es gilt also, sich mit der Fachsprache durch das Konsultieren von einschlägiger wissenschaftlicher Literatur vertraut zu machen, um auf dieser Basis zu eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu kommen. Das Finden von bereits vorhandener Literatur zum Thema ist auch der erste Schritt, mit dem eine wissenschaftliche Arbeit begonnen wird. Damit kann sich der Schreibende in die Materie einlesen und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand bringen. In einem zweiten Schritt wird daraufhin die grobe Gliederung erstellt, wobei sich der Schreibende darüber im Klaren sein muss, welches Ziel seine Arbeit zeitigen soll. Die Frage ist: Wo will ich hin? Was will ich zeigen? Auf der Grundlage dessen wird die Einleitung erstellt, die bereits grob umreißt, um welche Themen es in der Arbeit gehen soll und in welchen einzelnen Schritten diese nachgezeichnet werden.

Die richtige Zitierweise

pizuttipics_Fotolia_32183762_XS.jpgNicht oft genug betont werden kann, wie wichtig eine richtige Zitierweise beim wissenschaftlichen Arbeiten ist. Dabei gilt die Faustregel: Der Schreibende sollte immer so zitieren, wie er selbst Zitationen in Arbeiten vorzufinden wünscht. Bei Aufsätzen und Monographien werden dabei bei Fremdgedanken in der Fußnote der Autor, der Zeitschriftenartikel/die Monographie, gegebenenfalls die Auflage der wissenschaftlichen Zeitschrift und die Seitenzahl, auf der der Punkt zu finden ist, aufgeführt. Bei Originalquellen, bei denen es mehrere Ausgaben gibt, werden Kapitel und Vers zitiert. Ist ein darauffolgender Gedanke an der gleichen Stelle zu finden, so genügt es in der Fußnote den Hinweis „ebd.“ anzubringen. Dies bedeutet für den Leser, dass er den nachfolgenden Gedanken sprichwörtlich „ebenda“ wie bereits angeführt vorfindet.

Quellen aus dem Internet

Handelt es sich um Quellen aus dem Internet, so ist besondere Vorsicht angebracht. Es muss die gesamte URL, auf der ein angesprochener wissenschaftlicher Gedanke vorzufinden ist, angegeben werden. Bei längeren Textdokumenten ist zudem die Seitenzahl hinzuzufügen. Universitäten verfügen heutzutage über einschlägige Suchmaschinen, die das Internet danach durchforsten, ob aus dem World Wide Web Passagen für die wissenschaftliche Arbeit abgeschrieben wurden. Kopieren aus dem Internet ist daher ein Don’t, das unbedingt zu vermeiden ist. Selbstverständlich kann man sich aber aus dem Internet Anregungen suchen,man muss sie nur als solche auch ausreichend kennzeichnen.

Die Zusammenfassung

Berücksichtigt man all die genannten Punkte, dann geht es schließlich darum, die Arbeit mit einer gelungenen Zusammenfassung zu beenden. Darin werden die wichtigsten Ergebnisse nochmals gelistet und im Zusammenhang dargestellt. Im Anhang an die Zusammenfassung kommt das Verzeichnis der verwendeten Literatur, wobei dieses vollständig und nach den Nachnamen der Autoren alphabetisch gelistet sein muss. Quellen aus dem Internet werden in einem eigenen Abschnitt ebenfalls vollständig aufgeführt.

Beherzigt man all diese Hinweise, dann kann beim wissenschaftlichen Arbeiten eigentlich nichts mehr schiefgehen und der Studienerfolg sollte kein Problem mehr darstellen.

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Allgemeine Tipps fürs erste Semester

Tipps für Erstsemesterstudenten

Das Abi ist geschafft, die Partys sind vorbei: Die Uni ruft! Sobald das passende Studienfach und die neue Stadt ausgewählt sind, ist die Freude erstmal groß. Die meisten angehenden Studenten leben zum ersten Mal in einer eigenen Wohnung oder in einem WG-Zimmer und machen Luftsprünge bei der Aussicht auf die neu gewonnenen Freiheiten. Das erste Semester bedeutet in aller Regel einen Berg an neuen Eindrücken sowie das Sammeln neuer Erfahrungen. Doch trotz der großen Aufregung uns natürlich einer Menge Spaß können die ersten Monate allein in einer neuen Stadt auch dunkle Seiten bergen: Meist kennt man niemanden und steht zunächst völlig allein da. Der Alltag an einer Uni ist genauso wenig vertraut wie der Busfahrplan der Unistadt. Überforderung und Planlosigkeit sind ganz normal am Anfang und gehören einfach dazu. Doch wer sich einige Tipps zu Herzen nimmt und das Studium richtig angeht, wird Probleme schnell hinter sich lassen.

Neubeginn in einer fremden Stadt

Kommt man in einer neuen Stadt an, geht es in allererster Linie um das Knüpfen von Kontakten und Schließen von Freundschaften. Zusammen geht vieles leichter und auch wenn man es nicht glauben mag: Es geht vielen Neuankömmlingen so wie einem selbst. Daher lohnt sich ein erster Bekanntenkreis zum Austausch der Erfahrungen immer doppelt.

Orientierungstage – eine gute Hilfestellung

An den meisten Universitäten ist es Tradition, die sogenannten Orientierungstage anzubieten, die meist in den Tagen vor Beginn des Semesters stattfinden. Hier werden die angehenden Studenten in kleinen Gruppen von Tutoren aus höheren Semestern auf den Unialltag vorbereitet. Bei Rundgängen durch das Universitätsgebäude und dem gemeinsamen Erstellen der Stundenpläne fällt es leicht, schnell neue Leute kennen zu lernen. Ganz nebenbei wird man auch sicherer in Herausforderungen, die in der Uni warten. Oft passiert es gerade an diesen gemeinsamen Tagen, dass Freundschaften geschlossen werden, die ein ganzes Studium lang und darüber hinaus halten.

 

Erstipartys – hier lernt man Leute kennen

In diesem Zeitraum und in den ersten Wochen des Semesters finden in vielen Unistädten auch Erstipartys statt, bei denen man auch leicht Studenten aus höheren Semestern kennen lernen kann. Oft stehen die Parties auch unter Mottos wie „WG gesucht“, da das Problem, eine geeignete Bleibe zu finden, gerade zu Semesterbeginn eine harte Nuss ist, die geknackt werden möchte

 

Eine weitere Möglichkeit, schnell Anschluss in der neuen Zeit zu finden, ist daher auch ganz einfach die Wohnmöglichkeit einer WG. Über die neuen Mitbewohner lernt man schnell weitere Leute kennen und hat bei Problemen immer Menschen um sich herum. Ansprechpartner in heiklen Situationen sind so immer da.

Die Erstellung des Stundenplans

Wie bereits zuvor erwähnt, bieten die Orientierungstage der Unis oft eine gute Hilfestellung, was die Erstellung des ersten Stundenplans angeht. Oft bleibt es jedoch dem „Ersti“ selbst überlassen, welche Veranstaltungen er letztlich besuchen möchte. Ein immer wiederkehrender Fehler von Studienanfängern ist ein zu überladener Stundenplan. Es ist wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass ein 8-Stunden-Tag voller Vorlesungen vollkommen sinnlos ist, da auch Vor- und Nachbereitung jeder einzelnen Veranstaltung dringend notwendig sind. Wer tolle Noten im Studium erzielen möchte, sollte sich stets nach der Formel „Weniger ist mehr“ richten und in jedem Fach gründlich und intensiv arbeiten. Es geht im Studium um Qualität, nicht um Quantität. Allerdings sollte natürlich kalkuliert werden, wieviel Arbeit pro Semester in ein Studium gesteckt werden muss, um die Regelstudienzeit möglichst einhalten zu können. Inzwischen ist dieses Problem allerdings weitgehend beseitigt, da in den Bachelor-Studiengängen die seit der Bologna-Reform für die meisten Studiengänge eingeführt wurden, die Stundenpläne ohnehin größtenteils vorgegeben werden.

Die Bibliothek kennen lernen

Andere Unsicherheiten bestehen unter frisch eingeschriebenen Studenten oft im Bezug auf die unieigene Bibliothek. Um diese kann man in einem Studium fast unmöglich einen Bogen machen. Egal ob Hausarbeiten, Klausuren, Abschlussarbeiten oder einfach ungestörtes Arbeiten – die Bibliothek ist für alles perfekt und bietet immer das richtige Nachschlagewerk. Um sie kennenzulernen, kann man natürlich einfach einmal zu Semesterbeginn einen Rundgang auf eigene Faust unternehmen. Allerdings sind Bibliotheksführungen, wie sie von den meisten Universitäten angeboten werden, sehr viel hilfreicher. Hierbei wird das System der Bibliothek erklärt und man lernt, wie man bestimmte Bücher am einfachsten und effektivsten finden und ausleihen kann. Die Mitarbeiter der Bibliotheken sind hier meist sehr freundlich und helfen bei Fragen gern weiter. Scheu sollte man hier zu keiner Zeit zeigen, denn es wird sich früher oder später sehr lohnen, mit der eigenen Bibliothek nicht auf Kriegsfuß zu stehen.

Freizeitaktivitäten rund um die Uni

Um auch die Zeit neben dem Studium nett zu verbringen, lohnt es sich, sich mit den Freizeitaktivitäten der Unis zu befassen. Egal ob Sportkurse, Lauftreffs, Chor oder Theatergruppen – viele Universitäten bieten spannende Möglichkeiten, seine freie Zeit sinnvoll mit Gleichgesinnten zu verbringen. Und das meist sogar kostenlos oder zu sehr studentenfreundlichen Preisen. Ein Blick in das Angebot der eigenen Uni kann also in keinem Fall schaden.

Ansprechpartner bei Problemen

Sollten trotz allem einmal Probleme auftauchen oder man sich in der neuen Situation überhaupt nicht wohl fühlen, dann gibt es an jeder Uni einen Ansprechpartner, der sich gern kümmert. Viele verschiedene Stellen wie Studienberater oder Psychologen kümmern sich ausschließlich um die Belange der Studenten, egal ob es um Prüfungsangst, finanzielle Probleme oder auch nur kleine Unklarheiten bezüglich des Studiums. Wer sich traut, den Mund aufzumachen, dem wird auch geholfen. Da die Angestellten der Unis einer Schweigepflicht und dem Datenschutz unterliegen, sollte man deshalb auch nicht schüchtern sein, um letztlich das Studium mit einem guten Erfolg abschließen zu können.