Hilfreiche Tipps für dein Bewerbungsschreiben

Es ist so weit. Du hast deinen Bachelor/deinen Master in der Tasche. Keine Vorlesungen mehr, keine Seminare, kein Tutorium. Die Uni-Pforten haben sich endgültig hinter dir geschlossen. Und jetzt willst du mit deinen ehrlich erworbenen Kenntnissen Richtung Arbeitsmarkt steuern. Aus Internet und Printmedien filterst du die interessantesten Stellenanzeigen heraus. Und nun stehst du vor ihnen, jenen geheimnisvollen Institutionen namens Firma, Weltunternehmen oder Global Player. Anonyme Personalabteilungen laden dich ein, ihnen deine aussagekräftigen Unterlagen zu schicken. Und du weißt, dass sie nicht allein dich dazu eingeladen haben. Du stehst und suchst verzweifelt nach einem Zugang, der dich im Rennen um den Traumjob am schnellsten zum Ziel führt. Suche nicht zu lange und nicht zu weit. Denn der Schlüssel zum Erfolg liegt in deiner eigenen Persönlichkeit.

Außen hui, innen pfui?

Die Norm DIN 5008 gibt die Gestaltungsregeln deines Bewerbungsanschreibens vor

Die Norm DIN 5008 gibt die Gestaltungsregeln deines Bewerbungsschreibens vor

Natürlich müssen die Formalien stimmen. Du kannst tolle Inhalte produzieren – aber wenn du sie deinem potenziellen Arbeitgeber auf einem formlosen Blatt Papier servierst, stehen deine Chancen schlecht, in den Kreis der Personen ausgewählt zu werden, die ein Vorstellungsgespräch führen dürfen. Gute Inhalte in schlechter Form kommen allerdings seltener vor. Der Regelfall missglückter Bewerbungsschreiben liefert dürftigen Inhalt in perfekter Verpackung. Denn es ist einfach, das Äußere einer Bewerbung nach den gültigen Verkehrsregeln herzustellen. Der Aufbau von Geschäftsbriefen ist, wie so ziemlich alles in der Welt, in einer Norm festgelegt. Die DIN 5008 gibt exakt vor, wo auf dem Blatt Absender und Empfänger zu stehen haben, wohin das Datum platziert wird, wohin und mit welchem Abstand du den Betreff, die Ansprache des Empfängers und den eigentlichen Textblock schreibst. Benutze auf jeden Fall die Absatzmarken deines Schreibprogramms, um sicher zu gehen, dass du wirklich die richtigen Abstände gewählt hast. Für die DIN 5008 kannst du dir praktische Muster im Internet ansehen. Nach ihrer Maßgabe wäre schon einmal eins gewährleistet: die Formalien deines Bewerbungsanschreibens stimmen.

Die Formalien und der vertrackte erste Satz

Hebe dich von der Masse ab und überrasche den Personaler mit einem eigenständig formulierten Einleitungssatz

Hebe dich von der Masse ab und überrasche den Personaler mit einem eigenständig formulierten Einleitungssatz

Und los geht es mit dem eigentlichen Text. Wenn du bereits über die richtige Anrede des Empfängers nachdenken musst, hast du nicht gründlich recherchiert. „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist der absolute Notfall. In die Anrede gehört ein Eigenname – der Name des Menschen, der dein Bewerbungsanschreiben zu lesen bekommt. Solltest du im Zweifel sein, wer das ist, dann nimm das Telefon in die Hand und ruf in der Personalabteilung an. Die Maxime „Werde persönlich“ fängt genau an dieser Stelle an. Und damit sind wir auch schon beim berühmten ersten Satz, über den ganze Schreibschulen veröffentlicht worden sind. Ziemlich sicher ist in diesem Fall, was du nicht tun solltest: Teile deinem Leser niemals mit, dass du dich bewirbst. Du kannst nämlich davon ausgehen, dass er das weiß – schließlich bezahlt ihn seine Firma dafür, Bewerbungen zu lesen. Auch als was du dich bewirbst, musst du ihm nicht sagen. Im Notfall kann der Personalentscheider diese Information dem Deckblatt entnehmen. Der Theater- und Filmregisseur Max Reinhardt stellte an die Schauspieler, mit denen er zusammenarbeitete, eine Grundforderung: „Überrasche mich!“ Genau das soll dein erster Satz tun. Er soll sich aus der „Hiermit bewerbe ich mich“-Masse abheben. Er soll persönlich sein, ohne affektiert zu wirken.

Jetzt wird’s persönlich: das Bewerbungsanschreiben

Gleiche deine Interessen mit den Anforderungen des Unternehmens ab

Gleiche deine Interessen mit den Anforderungen des Unternehmens ab

Gehen wir davon aus, dass dir ein überraschender persönlicher Satz gelungen ist. Der Personaler ist neugierig auf dich geworden. Und schon bist du im Hauptteil deines Bewerbungsanschreibens. Versuche dich in die Interessenlage eines Personalentscheiders hineinzuversetzen. Natürlich sucht er Antworten auf die Frage, warum gerade du in das Unternehmen passen könntest. Voraussetzung für diese Beweisführung ist, dass du so viel wie möglich über das Unternehmen weißt. Dazu bedarf es Recherche, Recherche, Recherche. Schließlich hast du studiert! Wenn du deine Traumfirma auswendig gelernt hast, begehe nicht den Fehler, dem Personaler Dinge zu erzählen, die er selbst weißt. Du musst vielmehr deine Vita, deine Interessen und Qualifikation maßgeschneidert mit dem Anforderungsprofil der Stellenanzeige abgleichen. Dann sind da noch die Soft Skills, auch soziale Kompetenzen genannt. Sie sind nicht nur in der Schule, sondern auch im Arbeitsleben gefragt. Teile deinem potenziellen Arbeitgeber niemals mit, dass du teamfähig bist – ein Signalwort für das Ablagefach. Veranschauliche deine Teamfähigkeit. Wenn du bereits in Projekten mitgearbeitet hast, ist jetzt der Moment gekommen, sie zu erwähnen. Und vergiss sie nicht in deinem tabellarischen Lebenslauf. Du bist sozial engagiert und kannst Verantwortung übernehmen? Wortmüll! Du trainierst die D-Jugend im örtlichen Fußballverein und übst seit fünf Jahren die Funktion des Kassenwartes aus. Wenn du so schreibst, sieht der Personaler einen Menschen vor sich und keinen Duden. Und wenn deine Qualifikationen zu der Stelle passen, will er diesen Menschen kennenlernen. Im Schlussteil deines Bewerbungsanschreibens drückst du die Vorfreude auf ein persönliches Vorstellungsgespräch aus. Fertig. Nun müssen nur noch Rechtschreibung und Grammatik stimmen (zu 100 % – du hast studiert). Wenn du diese Ratschläge beherzigst, musst du keine Angst vor großen Unternehmen haben. Wenn du darstellen kannst, wer du bist, findest du einen Weg in die Herzen der Personalentscheider.

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Einstiegsgehälter: Mit diesen Studienfächern verdient man das meiste Geld

Studium fertig und mit dem Diplom in der Hand oder als frischgebackener Master ab auf Jobsuche. Wer träumt nach bestandener Abschlussprüfung nicht von einem fetten Anfangsgehalt? Aus Lust bzw. Euphorie kann hier aber ganz schnell Frust werden. Nicht jedes Studium bietet nämlich auf Anhieb beim Berufseinstieg attraktive Einkommen. Fakt ist daher, die diesbezüglichen Weichen werden bereits vor dem Studium gestellt. Die Wahl des jeweiligen Studiengangs ist nämlich der entscheidende Indikator in Bezug auf das zu erwartende Einstiegsgehalt.

Mediziner stehen im Einstiegsgehalt-Ranking unangefochten an erster Stelle

Das Einstiegsgehalt eines Medizinstudenten beträgt meist schon 70.000 € brutto

Das Einstiegsgehalt eines Medizinstudenten beträgt meist schon 70.000 € brutto

Solltest Du zum Beispiel ein Medizinstudium aufnehmen, wird sich dies auf Deinem Lohnzettel positiv bemerkbar machen. Laut expliziten Erhebungen kannst Du mit einem abgeschlossenem Hochschulstudium als Mediziner mit einem Jahresbruttogehalt von knapp 70.000 Euro rechnen; Extrazahlungen sind hierbei noch nicht berücksichtigt. Ein hohes Einkommen und auch ein vergleichsweise üppiges Einstiegsgehalt kannst Du auch als Jurist erwarten. Allerdings kommt es hierbei auf Deine Abschlussnote und teilweise auch auf das Renomée der jeweiligen Uni an. Kannst Du eine überdurchschnittlich gute Abschlussnote vorweisen, gerätst Du fast automatisch in das Visier großer und renommierter Kanzleien, die sich häufig mit öffentlich beachteten Fällen beschäftigen. Ist Deine Abschlussnote aber eher durchschnittlich oder sogar mäßig, kommen für Dich im Hinblick auf einen erfolgreichen Berufseinstieg in der Regel eher kleinere Kanzleien, Rechtsabteilungen von Unternehmen oder der Gang in die Selbstständigkeit in Frage.

Top-Kanzleien zahlen bis zu 125.000 Euro an Einstiegsgehalt

Dementsprechend riesig sind dann auch die Gehaltsunterschiede. Während Du als frischgebackener Anwalt zum Beispiel bei kleineren Kanzleien oftmals als Einsteiger ein Jahresbruttogehalt von 38.000 bis 50.000 Euro erhältst, kannst Du in den großen Premium-Kanzleien durchaus zwischen 85.000 bis 125.000 Euro Einstiegsgehalt plus diverser Bonuszahlungen einstreichen. Allerdings solltest Du für Einstiegsgehälter über 100.000 Euro schon summierte 18 Punkte in den beiden Examina, vorzugsweise zusätzlich einen Doktortitel oder einen im Ausland erworbenen Master of Laws (LL.M.) inklusive entsprechender Fremdsprachenkenntnisse vorweisen können.

Absolventen technischer Disziplinen mit guten Verdienstchancen

Studenten der Ingenieurswissenschaften haben die Chance auf ein überdurchschnittliches Einstiegsgehalt

Studenten der Ingenieurswissenschaften haben die Chance auf ein überdurchschnittliches Einstiegsgehalt

Dass ebenfalls Absolventen technischer Fächer inzwischen explizit gefragt sind, lässt sich an den Einstiegsgehältern ablesen. Wenn Du Ingenieurwissenschaften studierst, besitzt Du beispielsweise beste Aussichten auf ein üppiges Einstiegsgehalt. Dabei bestimmen Angebot und Nachfrage zu einem großen Teil die Höhe Deines Einstiegsgehalts. Da Du als Absolvent ingenieurwissenschaftlicher Studienfächer respektive als Ingenieur zur nachhaltig gesuchten Spezies in Unternehmen bzw. auf dem Arbeitsmarkt zählst, hast Du hier eine generell große Chance auf ein überdurchschnittliches Einstiegsgehalt. So zeigt eine Analyse, die von einer renommierten und international tätigen Vergütungsberatung durchgeführt wurde, dass sich die Einstiegs-Jahresbruttogehälter zwischen 41.200 Euro und 52.500 Euro bewegen.

Ingenieurswesen: Diplom geht vor Master

Auffallend ist dabei allerdings, dass Du als Ingenieur mit Diplom-Abschluss häufig ein höheres Einstiegsgehalt erhältst als ein Ingenieur mit Masterabschluss. Demnach bringt Du es mit Diplomabschluss aktuell auf durchschnittlich 48.400 Euro Jahreseinstiegsgehalt; der Master-Abschluss wird demgegenüber im Mittelwert mit 47.500 Euro honoriert. Falls Du ein Fachhochschul-Diplom erworben hast, musst Du weitere Abstriche in Kauf nehmen. Dein Einstiegsgehalt liegt dann ungefähr bei 45.500 Euro. Verzichtest Du stattdessen auf ein Diplom- bzw. ein Masterabschluss und startest direkt als Bachelor-Absolvent Deine Ingenieurskarriere, kommst Du auf etwa 43.500 Euro Einstiegsgehalt.

Branchenspezifische Gegebenheiten beachten

Gut bezahlende Branchen sind u.a. die Automobilindustrie, Luftfahrtindustrie, Chemieindustrie und die Energiewirtschaft

Gut bezahlende Branchen sind u.a. die Automobilindustrie, Luftfahrtindustrie, Chemieindustrie und die Energiewirtschaft

Keineswegs unterschätzt werden darf dabei die gehaltstechnische Bedeutung des jeweiligen Einsatzbereichs respektive der jeweiligen Branche. So zahlen zum Beispiel Ingenieurbüros oder artverwandte Dienstleister in der Regel ein kleineres Einstiegsgehalt als in der Industrie tätige Unternehmen. Zudem sind gerade branchenspezifische Unterschiede bei den Einstiegsgehältern existent. Findest Du einen Arbeitsplatz in der Automobilindustrie, der Luftfahrtindustrie, dem Maschinenbau, der Chemieindustrie oder der Energiewirtschaft kannst Du grundsätzlich mit höheren Einstiegsgehältern kalkulieren als beispielsweise in den öffentlichen Verwaltungen, der Bau- und Immobilienbranche oder auch in der Bekleidungs- und Textilindustrie.

Wirtschaftsingenieure und -Informatiker im gehaltstechnischen Aufwind

Wirtschaftsingenieure, –Informatiker und erhalten meist ein hohes Einstiegsgehalt, wenn sie sich in der richtigen Branche anstellen lassen

Wirtschaftsingenieure, –Informatiker und erhalten meist ein hohes Einstiegsgehalt, wenn sie sich in der richtigen Branche anstellen lassen

Wird dann noch das Ingenieurwesen mit der Wirtschaft kombiniert, schaffst Du Dir eine hervorragende Ausgangsbasis für eine erfolgversprechende Karriere. Denn das Berufsbild eines Wirtschaftsingenieurs erfreut sich am hiesigen Arbeitsmarkt einer regen Nachfrage. Das Jahreseinstiegsgehalt für Wirtschaftsingenieure beträgt diesbezüglich im Durchschnitt zwar „nur“ ca. 40.000 Euro brutto jährlich, in der breiten Spitze aber kannst Du rund 53.000 Euro zum Berufsstart verdienen. Dabei solltest Du bei Deinen Bewerbungen bevorzugt Unternehmen in der Luftfahrt-, Pharma- und Automobilbranche kontaktieren, da hier die höchsten Gehälter für Wirtschaftsingenieure gezahlt werden. Auch Wirtschaftsinformatiker werden oftmals händeringend am Arbeitsmarkt nachgefragt. Durchschnittlich wird Dir dabei Dein Berufseinstieg mit rund 48.000 Euro Anfangsgehalt versüßt, wobei – je nach Unternehmen – auch schon einmal ein Einstiegsgehalt von über 50.000 erzielbar ist. Informatiker mit guten Programmierkenntnissen, die als Systemadministratoren, Web-Entwickler oder Online-Projektmanager eine Anstellung finden, können ebenfalls mit einem üppigen Anfangsgehalt von rund 47.500 Euro rechnen. Ein vergleichbares Einstiegsgehalt erhältst Du auch als Naturwissenschaftler mit einem Abschluss in Biologie, Mathematik oder Physik. Als BWLer verdienst Du von Beginn an genau dann gut, wenn Du in den diesbezüglichen Top-Branchen Verfahrenstechnik und Chemie, bei Banken, in der Auto- und Pharmaindustrie oder bei der Luftfahrt unterkommst. Im Durchschnitt verdienst Du hier als Berufsanfänger rund 43.000 Euro pro Jahr.

Zusätzliche Qualifikationen als gehaltssteigernde Indikatoren

Aber Du solltest grundsätzlich berücksichtigen, dass die Unternehmen mittlerweile nicht nur ausschliesslich den Hochschulabschluss als Gradmesser für die Bewerbung bzw. die Einstellung heranziehen. Nunmehr sind bei Unternehmen zusätzlich andere Qualifikationen rund um die so bezeichneten Soft Skills gefragt. Insbesondere Attribute wie zum Beispiel Teamfähigkeit, Führungsqualitäten und Flexibilität sind den Personalverantwortlichen dabei wichtig. Hast Du sofort nach Deinem Abitur ein Studium aufgenommen, wird es natürlich schwer direkt mit Attributen dieser Art auf dem Arbeitsmarkt zu punkten. Daher solltest Du unbedingt bereits während Deines Studiums entsprechende Praxiserfahrung sammeln. Hier bieten sich zum Beispiel spezifische Teilzeitjobs oder Praktika an; viele Unternehmen setzten gerne auch Werksstudenten ein. Einige Hochschulen bieten diesbezüglich sogar kostenlose Kompetenztrainings an. Deinen Horizont zusätzlich erweitern kannst Du zudem mittels Auslandssemester oder -praktika; Personalentscheider werten dies in der Regel als ein Plus an Flexibilität. Praxis- und Auslandserfahrungen wirken sich oftmals positiv auf Dein Einstiegsgehalt aus. Zumindest aber helfen sie Dir nachhaltig bei Bewerbungen zu punkten.

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Die 10 besten Universitäten Deutschlands

Wer heute studieren möchte, sollte großen Wert auf die Auswahl der Universität legen. Obwohl sich der Wert der jeweiligen Abschlüsse rein faktisch nicht unterscheidet, gibt es doch mitunter eklatante Unterschiede. Diese machen sich insbesondere bei der späteren Jobsuche eminent bemerkbar. Wenn Du an einer Großstadt-Uni Dein Studium absolvierst, hast Du laut expliziten Umfragen eine erhöhte Chance ohne Verzögerung direkt nach Deinem Abschluss eine gute Arbeitsstelle zu ergattern. Denn deutsche Unternehmen stellen bevorzugt Absolventen ein, die ihren Abschluss auf einer Großstadt-Uni erworben haben. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Personalverantwortlichen stehen dabei vor allem die Hochschulen in Berlin und München. Es gibt aber auch noch neben diesen beiden Großstadt-Unis zig weitere Hochschulen, die sowohl bei potentiellen Arbeitgebern als auch bei den Studenten selbst einen exzellenten Ruf genießen. Im Folgenden findest Du eine Liste mit zehn besten Universitäten in Deutschland, die bei Deiner Wahl eine entscheidende Rolle spielen sollten.

Technische Universität München

Die TU München zählt zu den drei Exzellenzuniversitäten Deutschlands

Die TU München zählt zu den drei Exzellenzuniversitäten Deutschlands

Die Technische Universität München zählt zu den weltweit 100 besten Universitäten. Aktuell sind hier rund 38.000 Studenten immatrikuliert, die sich auf insgesamt 154 Studiengänge verteilen; rund 500 Professoren unterrichten an der TU München. Dabei kann die Hochschule auf eine lange Tradition zurückblicken. Immerhin zählte sie zu den ersten drei Exzellenzuniversitäten des Landes. Noch heute verbindet sie Spitzenforschung mit erstklassigen Kontakten zu Industrie und Wirtschaft. Personaler schauen sich daher bevorzugt in der TU München nach potentiellem Nachwuchs um. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Disziplinen bzw. Fächer Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik und Informatik. In letzter Zeit werden zudem gerne Absolventen aus den Fachrichtungen Naturwissenschaften und Maschinenbau angeworben. Auch die Studenten selbst sind in der Mehrzahl mit den Gegebenheiten an dieser Uni und dem Umfeld überaus zufrieden. Ein gutes Jobangebot und ein üppiges Freizeitangebot machen München zu einer hochgradig beliebten Uni. Da es in München und Umgebung oftmals gut bezahlte Nebenjobs oder vergütete Praktika in zahlreichen Unternehmen gibt, fallen die höheren Lebenshaltungskosten in der bayrischen Metropole nicht ganz so arg ins Gewicht.

Humboldt-Universität zu Berlin

Auch die Humboldt-Universität zu Berlin findet international reichlich Anerkennung und rangiert im Ranking der weltbesten Unis nicht umsonst unter den 80 beliebtesten Hochschulen. 185 Studiengänge werden angeboten und 428 Professoren unterrichten momentan etwa 33.500 Studierende. Die altehrwürdige Hochschule bietet dabei ein ideales Umfeld für akademische Spitzenlehre und -forschung. Als Vorzeige-Studiengänge gelten dabei die Geistes- und Sozialwissenschaften, gefolgt von den Ingenieurswissenschaften. Die Studierenden loben die Humboldt-Universität zudem explizit, dass die Hochschule in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an renommierten Gastdozenten sowie an Gastwissenschaftlern angezogen. Außerdem bietet Berlin hervorragende Zukunftsaussichten im Hinblick auf den beruflichen Werdegang. Als Stadtstaat profitiert Deutschlands Hauptstadt nämlich in einem hohen Maße von den expliziten Beschäftigungspotenzialen der hier nachgefragten wissensbasierten Dienstleistungen. Dies bedeutet konkret, dass insbesondere Bewerber mit Hochschulabschluss gute Jobchancen haben.

Freie Universität Berlin

Die FU Berlin gilt als Gründerschmiede und vermittelt den Studenten Risikobereitschaft und Weitblick

Die FU Berlin gilt als Gründerschmiede und vermittelt den Studenten Risikobereitschaft und Weitblick

Die Freie Universität Berlin hat sich im Laufe ihres Bestehens einen sowohl national als auch international hervorragenden Ruf erarbeitet. Auf rund 34.500 Studierende und 150 angebotenen Studiengängen kommen 430 Professoren. Diese Berliner Uni hat ebenso wie die HU Berlin eine enorme Anziehungskraft auf die arbeitgebenden Unternehmen. Umfragen haben ergeben, dass gerade in der Metropolregion Berlin etliche Unternehmer einen Nachfolger suchen. Daher schauen sie sich verstärkt an den Berliner Hochschuleninsbesondere an der FU Berlin – nach geeigneten und aufbaufähigen Kandidaten um. Zudem gilt die FU Berlin als Gründerschmiede, die Dir als Studierender neben den fachlichen Inhalten auch Risikobereitschaft, Weitblick und den Einsatzwillen vermittelt. Genau diese Eigenschaften schätzen Personalentscheider bei potentiellen Bewerbern.

Ludwig-Maximilians-Universität München

Wenn Du an der Ludwig-Maximilians-Universität München studierst, hast Du großartige Möglichkeiten, eine internationale Karriere zu starten. Im Ausland wird diese Uni nämlich als Deutschlands beste Hochschule angesehen. Dies liegt einerseits daran, dass an der Münchner Elite-Universität bis dato exakt 34 Nobelpreisträger studiert und geforscht haben. Rund 50.500 Studierende sind hier eingeschrieben; 150 Studiengänge werden angeboten. Unter den insgesamt 747 Professoren lassen sich renommierte und international anerkannte Lehrkräfte finden; zudem bringen Honorarprofessoren aus Unternehmen einen entscheidenden Praxisbezug in die Vorlesungen ein. Geschätzt wird auch die permanente Anpassung der Studiengänge an moderne und technische Entwicklungen. Konzerne wie zum Beispiel Audi haben ständig ein Auge auf mögliche Kandidaten mit Potenzial.

Eberhards-Karls-Universität Tübingen

Daimler AG bevorzugt an dieser Uni nach Führungskräften

Die Daimler AG sucht bevorzugt an dieser Uni nach Führungskräften

Obwohl die Tübinger Uni schon seit ihrer Gründung im Jahr 1477 vergleichsweise wenige Studierende aufnimmt (aktuell: 28.500 Studenten) hat sie bereits zahlreiche Wissenschaftler von Weltruf hervor gebracht. Die Universität besitzt vor allem in den Bereichen Religionsphilosophie und Theologie ein hohes Renomée. Außerdem suchen Unternehmen wie die in Stuttgart ansässige Daimler AG bevorzugt an dieser Uni nach Führungskräften. Andere bundesweit agierende Unternehmen beobachten insbesondere die Entwicklungen im Studienfach „Strategische Kommunikation“. Auffällig ist, dass an der Eberhards-Karls-Universität Tübingen rund 60 Prozent Studierende weiblichen Geschlechts eingeschrieben sind. Viele mittelständische Unternehmen halten hier nach weiblichen Führungskräften Ausschau.

RWTH Aachen

Solltest Du ein Faible für ingenieur- und naturwissenschaftliche Studiengänge aufweisen, ist die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen ein erstklassiger Studienort für Dich. Rund 40.000 Studierende „beheimatet“ die Uni: 130 Studiengänge werden angeboten und die entsprechenden Inhalte von knapp 500 Professoren vermittelt. Die RWTH Aachen genießt bei den nationalen Industrieunternehmen einen exzellenten Ruf. Bundesweit werden den Studierenden zahlreiche Praktiken im Hinblick auf die ingenieur- und naturwissenschaftlichen Disziplinen angeboten. Die bundesweiten Jobaussichten sind dann auch generell gut, allerdings solltest Du die Bereitschaft für einen späteren Orts- bzw. Wohnungswechsel mitbringen. Denn nur ein verschwindend geringer Teil der Studierenden kommt nach dem Abschluss in Aachener Unternehmen unter.

Technische Universität Dresden

Die TU Dresden gehört zu den insgesamt elf deutschen Exzellenzuniversitäten

Die TU Dresden gehört zu den insgesamt elf deutschen Exzellenzuniversitäten

Die TU Dresden gehört zu den insgesamt elf deutschen Exzellenzuniversitäten. Rund 37.000 Studierende sind in 126 Studiengänge eingeschrieben; 507 Professoren unterrichten. Die TU Dresden ist unter Studenten enorm beliebt. Gelobt wird dabei vor allem die Qualität der Lehre. Im Osten Deutschlands ansässige Firmen gehen hier bevorzugt auf Kandidatensuche in Bezug auf leitende Mitarbeiter. Viele Absolventen kommen dabei insbesondere im Anlagenbau, der Flugtechnik und dem Ingenieurwesen unter. In letzter Zeit stehst Du an der TU Dresden gerade als Ingenieur mit Schwerpunkt Energietechnik auf der „Fahndungsliste“ expliziter Unternehmen.

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Die älteste Universität Deutschlands gehört auch gleichzeitig zu ihren beliebtesten und besten. Insgesamt 55 Nobelpreisträger hat die Uni, an der heute rund 31.500 Studierende (158 Studiengänge, 407 Professoren) gemeldet sind, bereits hervorgebracht. Als Studierender kannst Du Dich hier auf ein hohes akademisches Ansehen bei Abschluss, ein gutes Betreuungsverhältnis von Studierenden und Wissenschaftlern und auf eine hohe Quote internationaler Lehrkräfte und Wissenschaftler freuen. Entscheidend für Deine Zukunft ist aber in erster Linie, dass die Uni ein exzellentes Ansehen bei Arbeitgebern genießt. Dementsprechend hoch sind dann auch die Rekrutierungsquoten.

Georg-August-Universität Göttingen

Anwaltskanzleien rekrutieren gerne Studenten von der Georg-August-Universität

Anwaltskanzleien rekrutieren gerne Studenten von der Georg-August-Universität

An der größten Uni Niedersachsens sind etwa 26.350 Studenten eingeschrieben. Aufgeteilt in 190 Studiengängen kannst Du in Göttingen alle klassischen Fächer studieren. Solltest Du Rechtsanwalt, Staatsanwalt oder Richter werden wollen, sollte Dich Dein Weg auf jeden Fall nach Göttingen führen. Die dortige juristische Fakultät genießt einen ausgezeichneten nationalen und internationalen Ruf. Große Anwaltskanzleien aus Deutschland und auch aus dem Ausland sind hier nahezu ständig präsent und rekrutieren im großen Stil hoffnungsvolle Nachwuchstalente.

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

186 Studiengänge werden hier angeboten; auf etwa 24.700 Studenten kommen 306 Professoren. Möchtest Du Ingenieur, Naturwissenschaftler, Mediziner, Philosoph oder Jurist werden, findest Du hier ein ideales Umfeld für die genannten Fachbereiche vor. Unternehmen, die Personal im Rahmen eben dieser Fachbereiche suchen, haben in der Vergangenheit zahlreiche Absolventen der Uni Freiburg rekrutiert. Besonders beliebt ist die Hochschule sowohl bei Arbeitgebern als auch bei den Studierenden an sich aufgrund der qualitativ hochwertigen interdisziplinären Zusammenarbeit. Die Kenntnisse über artverwandte oder weiterführende Themenbereiche machen Dich hochgradig interessant für die freie Wirtschaft.

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Die Bachelorarbeit – Tipps zum Schreiben

Die Herausforderungen einer wissenschaftlichen Arbeit und auch bei der Bachelorarbeit liegen darin, sich in einem komplexen Wissenschaftsdiskurs zurechtzufinden, sich zu positionieren und innerhalb dessen relevante Informationen für das je individuelle Forschungsinteresse zu filtern. Der erste Schritt besteht demnach in der Themenfindung. Diesbezüglich kann auf zwei unterschiedliche Arten verfahren werden:

Themenfindung und Fixierung bei der Bachelorarbeit

1) Wenn aufgrund des persönlichen Interesses bereits erste Forschungsfragen vorformuliert sind, muss die Recherche auf deren Grundlage erfolgen und alle relevanten Forschungsbereiche abdecken, damit ein möglichst umfassendes Gesamtbild des Forschungskontextes wiedergegeben werden kann. Eine transdisziplinäre Darstellung kann hierbei hilfreich sein, um Kontroversen offenzulegen.

2) Wenn noch keine Forschungsfragen fixiert sind, können Studierende über kontrovers geführte, wissenschaftliche Diskussionen zu Forschungsfragen gelangen. Für eine Bachelorarbeit reicht meist eine argumentative Stellungnahme innerhalb des jeweils gut dokumentierten Wissenschaftsdiskurses aus, sodass diese Vorgehensweise gegenüber einer empirischen komplex gestalteten Arbeit zu empfehlen ist.

Literaturrecherche für die Bachelorarbeit

jarmoluk_pixabay_library-488690_1280-120x80.jpgGerade aber eine aufwendig gestaltete Literaturrecherche kann die Gefahr bergen, wertvolle Zeit zu verlieren. Denn oftmals werden weiterführende und nicht notwendigerweise hilfreiche Texte gelesen, die den Fokus zerstreuen und aus dem Blickfeld geraten lassen. In solchen Fällen ist es von großer Wichtigkeit, sich auf das zu Beginn geäußerte Forschungsinteresse zu besinnen und nur indirekt relevante Forschungsliteratur auszusortieren. Für ein positives Zeitmanagement können in diesem Zusammenhang auch frühzeitig formulierte Forschungsfragen hilfreich sein, da diese den Fokus einengen und die Literaturrecherche lenken.
Diese Forschungsfragen können und sollten bei fortgeschrittenem Verlauf der Arbeit jedoch noch einmal überdacht und überarbeitet werden.

Schreibprozess

Erst nach der Sichtung vorhandener Literatur sowie einer Orientierungsphase im Forschungsdiskurs erfolgt der zweite Schritt zur Fertigstellung einer wissenschaftlichen Arbeit. Die Textarbeit im engeren Sinn kommt bei guter Vorbereitung und Dokumentation der Zitate einer Niederschrift der theoretischen Ausarbeitung gleich.
Auch erleichtert die Konkretisierung der Theorie den Einstieg in den Schreibprozess. Denn auf diese Weise können allgemeine Tendenzen von dem eigenen Forschungsansatz abgegrenzt werden. Die Bachelorarbeit ist somit in den großen Wissenschaftsdiskurs integriert und kann dennoch dem Anspruch einer singulären Arbeit gerecht werden.
Vor der tatsächlichen Schreibarbeit sollte ein Inhaltsverzeichnis erstellt werden, innerhalb dessen die Navigation zwischen globalen und lokalen Textteilen möglich wird. Der Gesamtzusammenhang der Arbeit sollte in jedem Unterkapitel dargelegt werden, damit die Argumentationsketten für Lesende nachvollziehbar werden.

Korrektur der Bachelorarbeit

Vor der Abgabe der Bachelorarbeit sollte noch genügend Zeit für Korrekturen vorhanden sein. Dabei ist es zum einen wichtig, dass eine kleine zeitliche Pause dem Autor die Möglichkeit gibt, seine Arbeit aus einiger Distanz zu begutachten. Diese distanzierte Perspektive kann die Augen für logische Inkonsequenzen öffnen. Aber auch die Korrektur durch andere Personen ist notwendig, um die Nachvollziehbarkeit der Argumentation zu überprüfen.

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Bachelor & Bologna-Reform – was ist das eigentlich?

Du möchtest studieren und einen Abschluss erlangen, der dir in ganz Europa anerkannt wird? Dank des Bachelor/Master Systems und der Bologna-Reform ist das nun möglich. Hatte man noch vor Jahren Probleme außerhalb Deutschlands sein Diplom oder sein Staatsexamen anerkannt zu bekommen, gehört das nun der Vergangenheit an. Mit dem Abitur im Rücken hat man die freie Wahl und die Welt steht einem offen: Studium, Arbeiten gehen, Soziales Jahr (FSJ, Zivi). All diese Möglichkeiten stehen zur Debatte.

Abitur – und dann Studium?

Sollte man allerdings zu einem Studium tendieren, gibt es nicht nur nötige Bedenken bezüglich des richtigen Studiengangs, sondern auch bezüglich der Studienform. Man sollte bedenken, dass der Bachelor einen akademischen Abschluss darstellt, der alte Studiengänge wie die Magister- und Diplom-, aber auch die Staatsexamen ablöst. Neu ist, dass Lerninhalte in thematisch sortierte Module sortiert werden und die Leistung in den einzelnen Teilbereichen nach einem europäisch einheitlichen Bewertungssystem, dem sogenannten ECTS, bewertet werden. Man bekommt die Möglichkeit, nach dem Bachelor einen Masterstudiengang besuchen zu können – das Studium ist somit in zwei gestufte Studienabschnitte gegliedert.

Die Bologna-Reform

Die Reform, weg von alten hin zu den neuen Abschlüssen, nennt sich Bologna Reform, beschlossen in der gleichnamigen italienischen Metropole durch die europäischen Bildungsminister im Jahr 1999. Ausschlaggebend hierfür waren die drei Kernpunkte der europäischen und internationalen Vergleichbarkeit, der erleichterte Studienortswechsel und die europäisch bessere Ausgangsposition eines länderübergreifenden Berufsfeldes. Interessant erscheint, dass einige Hochschulen – basierend auf Sonderregelungen – das alte Diplom- und Staatsexamen System wieder neu eingeführt haben. Somit wurde an speziellen Standorten auf die Hochschulreform reagiert und das neue System für nicht gut genug befunden. Studierendenmobilität hat sich eher eingeschränkt als positiv verändert, die Studienzeit verlängerte sich proportional gesehen – und die ganzen stark reglementierten Auflagen erschweren den Studierenden das Leben eher, als dass es für erholsame Studententage sorgen würde.