18 Erfahrungen für eine unbeschwerte und unvergessliche Studienzeit

 

Im Studium geht es nicht nur darum, eine akademische Ausbildung zu erlangen. Deine Zeit an der Universität soll in jeder Hinsicht die aufregendste deines Lebens werden, denn sie ist von Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und einer spontanen Lebensweise geprägt. Daher solltest du die Freiheiten, die dir diese Lebensphase bietet, in vollen Zügen genießen. Damit du nicht in einigen Jahren wehmütig zurückdenkst und das Gefühl hast, die Studentenzeit nicht vollständig ausgekostet zu haben, stellen wir dir im Folgenden achtzehn Dinge vor, die du als Student unbedingt getan haben solltest.

1. Absolviere ein Auslandssemester

Ein Auslandssemester ermöglicht den Einblick in fremde Kulturen und erweitert den Horizont

Ein Auslandssemester ermöglicht den Einblick in fremde Kulturen und erweitert den Horizont

Das Studium ist die einzige Phase in deinem Leben, in der du beinahe uneingeschränkt deine Träume in die Tat umsetzen kannst. Daher solltest du diese Zeit dazu nutzen, fremde Länder zu erkunden. Im Rahmen eines Auslandsemesters lernst du nicht nur eine neue Kultur kennen, sondern studierst auch mehrere Monate an der Universität eines anderen Landes, wodurch du den akademischen Betrieb von einer anderen Seite kennenlernst. Gleichzeitig kommst du im Vorfeld an einem von deiner Uni kostenlos angebotenen Sprachkurs nicht herum, der sich im Nachhinein in vielerlei Hinsicht als äußerst nützlich erweisen wird.

2. Suche dir einen interessanten Job

Du kannst deinen Studienalltag individuell gestalten und deine vorlesungsfreien Tage so einteilen, wie du möchtest. Dies bietet dir viele Möglichkeiten, unterschiedliche Jobs auszuprobieren. Neben finanziellen Überlegungen sollte es dabei auch darum gehen, Spaß zu haben und deine Talente zu finden. Suche dir statt den typischen Studentenjobs auch ungewöhnliche Tätigkeiten, die deinen Horizont erweitern.

3. Suche dir einen peinlichen Job

Auch eine Arbeit, mit der du in späteren Jahren deine Kinder zum Lachen bringen kannst, darf in deiner Studentenlaufbahn nicht fehlen. Ob Werbeaktion im Hasenkostüm oder Kundenberatung auf der Erotikmesse – auch solche Tätigkeiten eröffnen dir eine neue Welt.

4. Engagiere dich für gemeinnützige Zwecke

Engagiere dich während dem Studium und lerne mehr über dich und andere Menschen kennen!

Engagiere dich während dem Studium und lerne mehr über dich und andere Menschen kennen!

Mindestens einmal während deines Studiums solltest du dich in einem karitativen Verein oder einer Menschenrechtsorganisation engagieren, denn dies bringt dir wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Menschen. Dabei entwickelst du auch ein Verständnis für politische Hintergründe und Zusammenhänge. Solche Tätigkeiten bereichern deinen Lebenslauf und bringen dich oft auch in andere Städte oder Länder.

5. Absolviere ein Auslandspraktikum

Heute sind Berufspraktika ein wesentlicher Bestandteil des Studienplans. Die Studenten können die Tätigkeit, die Branche und das Unternehmen, für das sie arbeiten möchten, frei wählen. Nutze diese Gelegenheit und bewirb dich für ein Auslandspraktikum. Eine solche Berufserfahrung sticht in deinem Lebenslauf heraus und verbessert gleichzeitig deine Sprachkenntnisse.

6. Arbeite als Au-Pair

Wenn du dich für ein bestimmtes Land und dessen Kultur besonders interessierst und dort längere Zeit verbringen möchtest, solltest du dich im Laufe deines Studiums um eine Au-Pair-Stelle bemühen. Durch einen Au-Pair-Aufenthalt erlernst du eine Fremdsprache, wie sie im Alltag verwendet wird, was deine Sprachkenntnisse perfektioniert. Gleichzeitig hast du in deiner Freizeit ausreichend Gelegenheit, eine Stadt ausgiebig zu erkunden, wie du es nach dem Studium wahrscheinlich nie wieder tun kannst.

7. Mach Urlaub – vor allem billig und oft

Nutze die freie Zeit während dem Studium zum Reisen!

Nutze die freie Zeit während dem Studium zum Reisen!

Stehst du einmal voll im Berufsleben, ist die Zeit, in der du auf lange Reisen gehen kannst, knapp bemessen. Statt langweiliger Hotel-Aufenthalte und Sommerurlauben in Ferienresorts heißt es nun: unkonventionell, billig und dafür so oft wie möglich verreisen, ob Rucksacktour, Interrail, verregnete Musikfestivals im Zelt oder Camping-Tour im verrosteten VW-Bus.

8. Genieße das Alleinleben

Koste es aus, in deinen eigenen vier Wänden tun und lassen – und auch essen – zu können, wonach dir der Sinn steht. Zu den Vorzügen des studentischen Alleinlebens gehört auch, nicht zum Aufräumen gezwungen zu werden. In diesem Sinne: zelebriere deine Unordnung und putze wie die meisten Studenten immer nur dann gewissenhaft, wenn du eigentlich für eine Prüfung lernen solltest.

9. Koste die unbeschwerte Anfangszeit voll aus

Gerade in der ersten Zeit solltest du deine neu gewonnene Freiheit ausgiebig genießen. Tanze von einer coolen Studentenparty zur nächsten und gönn dir auch den Luxus, einmal von der nächtlichen Tour direkt auf die Uni zu fahren.

10. Mache die Nacht zum Tag

Feier die Nacht durch!

Feier die Nacht durch!

Lass es nicht aus, das typische Studentenklischee zu erfüllen und in den Morgenstunden ins Bett zu fallen, um erst nach Sonnenuntergang wieder aufzustehen.

11. Teste die akademischen Anforderungen

Auch wenn du grundsätzlich gewissenhaft an das Studium herangehen musst, solltest du dir einmal guten Gewissens erlauben, mit minimalem Arbeitsaufwand zum Erfolg zu kommen. Du bist kein richtiger Student gewesen, wenn du nicht mindestens einmal ein ganzes Semester lang eine Vorlesung kein einziges Mal besucht, dir anschließend das Skriptum besorgt und daraus gelernt hast, um dann die Prüfung mit Bravour zu bestehen.

12. Beweise dein Improvisationstalent

Halte unvorbereitet ein Referat aus dem Stehgreif!

Halte unvorbereitet ein Referat aus dem Stehgreif!

Für den ersten Studienabschnitt musst du einige Lehrveranstaltungen absolvieren, die du wahrscheinlich als fachlich völlig überflüssig ansiehst. Wenn du weißt, dass du dem Dozenten im Laufe deines Studiums nicht mehr begegnen wirst, solltest du einmal in deinem Studium in einem unwichtigen, nur für den Studienplan benötigten Proseminar ein Referat aus dem Stehgreif halten, ohne dich dafür adäquat vorbereitet zu haben.

13. Schreibe eine Seminararbeit im Schnelldurchlauf

Auch diese Erfahrung solltest du als Parade-Student zumindest einmal im Laufe deiner akademischen Ausbildung gemacht haben: Sperr dich zuhause ein, trink literweise Kaffee und tipp eine Seminararbeit in einem Marathon von 24 Stunden hinunter.

14. Nimm die Akademiker auf Korn

Jeder Student muss sich gelegentlich mit Fachliteratur herumschlagen, die vor unverständlichen Fremdwörtern nur so wimmelt. Lass dich davon nicht unterkriegen, sondern mach dir bewusst einen Spaß an diesen akademischen Eigenheiten. Lege dein ganz persönliches Wörterbuch mit den skurrilsten Fremdwörtern an und baue diese in alltägliche Gespräche mit Freunden und Familie ein oder veranstalte während der Vorlesung Fremdwörter-Spiele, um die akademische Sprache ad absurdum zu führen.

15. Schreib dich in einen sinnlosen Kurs ein

Nehme an einem sinnlosen Kurs deiner Uni teil

Nehme an einem sinnlosen Kurs deiner Uni teil

Ob Töpfern, Thai-Chi oder Chinesisch Grundkurs – das Angebot der Uni-Kurse ist schier unendlich. Nutze die Gelegenheit und lerne einmal im Leben etwas völlig Überflüssiges.

16. Trinkgelage mit dem Professor

Auch das Lehrpersonal wirft gerne mit Fachbegriffen um sich und gibt sich unnahbar. Nutze jede Möglichkeit, mit Professoren ein Glas Wein zu trinken, denn dadurch lernst du sie von einer ganz anderen – und meist gar nicht so akademisch hochtrabenden – Seite kennen und schätzen.

17. Sei Muster-Student in der Bibliothek

Harre einmal so lange in der Bibliothek aus, bis der sonst so unfreundliche Mitarbeiter kommen und dich höflichst darauf hinweisen muss, dass bald geschlossen wird.

Und zu guter Letzt: 18. Schließe Freundschaften fürs Leben

Finde Freunde fürs Leben!

Finde Freunde fürs Leben für eine unvergessliche Studienzeit!

Denn geteilte Erfahrungen und Erinnerungen sind immer die schönsten!
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Auslandssemester – in welches Land sollte es gehen?

Das Auslandssemester ist eine der besten Entscheidungen für die Karriere, die ein Student treffen kann. Sowohl für die eigene, persönliche Weiterentwicklung als auch für den Lebenslauf sind Auslandssemester eine Bereicherung für jedes Studium. Es stellt sich nur noch die Frage: In welches Land soll es gehen? Die klassischen Auslandssemester-Länder wie die USA bieten natürlich ihre Vorteile, doch in manchen Fällen kann das Semester im Ausland auch die perfekte Gelegenheit fürs Kennenlernen eines selten gewählten Landes sein.

Die Frage nach den Sprachkenntnissen

Für manche Angebote eines Auslandssemesters muss man die Sprache des Landes bereits relativ sicher oder fließend beherrschen. Dann wiederum kann man die Landessprache auch im Rahmen des Auslandssemesters neu erlernen und sich die Kenntnisse während des Studiums parallel aneignen. Der erste Schritt sollte also darin bestehen, zu entscheiden, ob man eine neue Sprache erlernen kann und will oder ob man lieber Sicherheit in einer bereits erlernten Fremdsprache aufbauen möchte. Beides macht sich auf dem Lebenslauf gut und sorgt dafür, dass man gegenüber anderen Hochschulabsolventen einen Vorteil hat, die nicht bereits im Ausland waren.

Typische Auslandssemester-Länder: die Vor- und Nachteile

Die USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien… sie gehören bereits unter Schülern zu den häufigsten Wahlen fürs Auslandssemester. Natürlich haben sie ihre Vorteile, denn hier kommen die meistgesprochenen Sprachen der Welt her. Sie sind außerdem auf Studenten aus dem Ausland ausgerichtet, denn sie werden rege besucht und haben Vorkehrungen getroffen, um mit dem Ansturm gerecht zu werden. Im weiteren Sinne liest man häufig auch von anderen europäischen Ländern wie Dänemark, Schweden oder Norwegen oder kann Auslandssemester in Australien und anderen westlich geprägten Teilen der Welt vorfinden. Auch die asiatische Welt, allem voran China und Japan, gewinnen fürs Auslandssemester immer mehr an Bedeutung. Auch dort erlernt man Sprachen, die im Kommen sind, und sammelt Erfahrungen auf internationalem Parkett in Ländern, auf die Unternehmen ein Auge geworfen haben.

Auslandssemester mal (wo)anders: die Vor- und Nachteile

Ein Auslandssemester in einem Land, das sonst eher nicht gewählt wird, erregt natürlich sofort die Aufmerksamkeit eines jeden Entscheiders. Damit kommt natürlich auch die Frage auf, was denn zu der Entscheidung für dieses Land geführt hat, was der Absolvent dort gelernt hat – und sicher noch viele andere, die ein guter Grund für ein Erstgespräch sind. In seltenen Ländern für ein Auslandssemester kommt man vielleicht nicht mit der US-amerikanischen, europäischen oder asiatischen Wirtschaft in Berührung, was auf jeden Arbeitgeber attraktiv wirkt. Wohl aber könnte man dadurch für ein Unternehmen umso interessanter als Mitarbeiter werden, das gerade im Land des Auslandssemesters aktiv ist und Leute sucht, die seine Gepflogenheiten und seine Wirtschaft kennen und vielleicht sogar ein Netzwerk dort aufgebaut haben.

 

Austauschprogramme

Immer mehr Studenten suchen ihr Glück im Ausland. Sie hoffen dort neue Freunde zu finden, die Sprache zu verbessern und eine neue Kultur und andere Bräuche kennenzulernen.
Oft führt der einfachste und schnellste Weg über ein Austauschprogramm der heimischen Universität oder Hochschule. Ein selbst organisierter Auslandsaufenthalt lässt sich bei frühzeitiger Planung und relativ hohem Rechercheaufwand ebenfalls realisieren.

Allerdings sollte man vor Reiseantritt ausreichend informieren. Bestehen an der eigenen Hochschule bereits Austauschprogramme mit der ausländischen Wunschuni? Werden die im Ausland erbrachten Studienleistungen anerkannt? Gibt es bereits Erfahrungsberichte?

Austauschprogramme – Wohin soll es gehen?

Eine hilfreiche Länderübersicht sowie wertvolle Tipps zum Auslandsstudium bietet der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD) auf seiner Homepage an:Infos für Deutsche Eine weitere Informationsmöglichkeit über Austauschprogramme ist durch das Akademische Auslandsamt der eigenen Universität gegeben, welches sowohl mit Beratungsgesprächen aushilft, als auch direkt Studienplätze an den ausländischen Partneruniversitäten vermittelt. Häufig findet man hier auch Erfahrungsberichte von ehemaligen Studenten, die aufschlussreiche Informationen zur Unterkunft, Anrechnung von Studienleistungen und dem Studentenleben im Ausland geben.

Gibt es Zulassungsvoraussetzungen?

An einigen Universitäten sind konkrete Voraussetzungen zu erfüllen, um dort studieren zu können. Dazu gehören unter anderem Sprachtests (wie der TOEFL), bestimmte bereits erbrachte Studienleistungen, eine Mindestsemesteranzahl, ein Empfehlungsschreiben eines Professors oder ein Motivationsschreiben, in dem man erklärt, warum genau man sich für diese eine Universität beworben hat und was einen von den anderen Bewerbern unterscheidet.

Learning Agreements?

Für viele Studenten ist es wichtig, die im Rahmen von Austauschprogrammen in der ausländischen Universität erbrachten Leistungen an der heimischen Universität anrechnen zu lassen, um die Gesamtstudiendauer nicht in die Länge zu ziehen. Daher sollte man sich vorher bei den zuständigen Lehrstühlen oder dem Prüfungsamt informieren, ob und welche Leistungen angerechnet werden können. Eine solche Anerkennung sollte immer vor dem Auslandsaufenthalt besprochen und geregelt werden um unnötige Komplikationen zu umgehen und Gewissheit zu haben.

Wie sieht es mit der Finanzierung aus?

An vielen ausländischen Universitäten sind die Studienbeiträge weitaus höher, als die in Deutschland. Auch die Lebenshaltungskosten und die Mietkosten unterscheiden sich meistens von denen im Inland. Damit das Auslandsstudium nicht aus finanziellen Gründen scheitert sollte man sich vorher über eine Unterstützung durch das Auslands-BaföG oder einen Bildungskredit informieren. Darüber hinaus kann man bei fristgerechter Bewerbung Stipendien von Organisationen und Stiftungen wie der DAAD oder dem Erasmus-Programm der Europäischen Gemeinschaft bekommen.

Was sollte man bezüglich der Versicherung beachten?

Als Ergänzung zu der gesetzlichen Kranken- und Haftpflichtversicherung lohnt es sich vor allem für Länder außerhalb der EU eine private Auslandsversicherung abzuschließen. Diese können beispielsweise neben ärztlich verordneten Medikamenten und Krankentransporten auch im schlimmsten Fall Rücktransporte ins Heimatland decken und verhindern so oft hohe Kosten.

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Austauschprogramme für Akademiker

Erasmus von Rotterdam war ein bedeutender Humanist des Mittelalters und trug maßgeblich zur Entwicklung der Geisteswelt des Abendlandes bei. Jedoch war es nicht nur die Weltgewandtheit und Universalität des Theologen, Philosophen und Philologen, die ihn als Namensvater des europäischen Austauschprogrammes für Studierende auszeichnete. ERASMUS steht darüber hinaus für EuRopean Action Scheme for the Mobility of University Students und ist als Institution der europäischen Union damit beauftragt, den interkulturellen Austausch auf akademischen Niveau zu fördern.

ERASMUS: Viele Länder sind an Austauschprogrammen beteiligt

Auch wenn das Erasmus-Programm im Jahre 1987 durch den Ministerrat der Europäischen Union initiiert wurde, unterliegt die Verwaltung dem nationalstaatlichen Kompetenzbereich der beteiligten Länder. Folglich sind alle Mitgliedsstaaten der EU Teil des akademischen Austauschprogrammes, aber auch die Türkei, Norwegen, Irland, Lichtenstein, Kroatien und die Schweiz sind aktiv darin involviert. In Deutschland erfolgt die administrative Implementierung des Erasmus-Programmes durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), welcher im Jahre 1925 durch eine private studentische Initiative ins Leben gerufen wurde und seit dem Jahre 1950 als Gemeinschaftsprojekt der deutschen Hochschulen und ihrer Studierendenschaften fungiert.

Die DAAD

Das Erasmus-Programm ist als Austauschprogramm ein Teil des EU-Programmes für lebenslanges Lernen und umfasst gesetzliche Regelungen sowie die Bereitstellung eines finanziellen Budgets von circa 450 Millionen Euro, die Verwaltung erfolgt jedoch über den Deutschen Akademischen Austauschdienst. Der DAAD ist somit der Dachverband für die Förderung der internationalen Zusammenarbeit im Hochschulwesen und wird lediglich im Hinblick auf Europa unter der Bezeichnung ERASMUS repräsentiert. Der wesentliche Unterschied für die Zuständigkeit der unterschiedlichen Austauschprogramme liegt demnach zunächst in der Wahl des Partnerlandes. Jedoch bietet der DAAD auch Alternativen an, welche ihren Fokus auf Praktika, Ausbildungs- und Forschungsprogramme sowie Stellen für Doktoranden richten.

ERASMUS: Möglichkeiten für jeden Studenten

Erasmus written in the sand on the beach

Bei der Bewerbung um einen Platz an einer ausländischen Bildungseinrichtung kommst du demzufolge niemals an dem DAAD vorbei, da dieser als primäre Vermittlungsbehörde agiert. In erster Linie solltest du dir sicher sein, welches Land du wählst und wie du dir deine akademische Weiterentwicklung vorstellst. Der klassische Fall ist die Entscheidung für ein ERASMUS-Jahr/Semester, welches dir für ein Jahr bzw. sechs Monate einen Studienplatz an einer Hochschule im europäischen Ausland vermittelt. Selbstverständlich ist die Gewährung dieses interkulturellen Aufenthaltes an gewisse Konditionen gebunden, da es sich streng genommen um ein Stipendium handelt. Wesentliches Augenmerk für die Akkreditierung deiner Bewerbung sind demzufolge die erzielten Noten, die absolvierten Creditpoints sowie die Fähigkeit dem Lehrinhalt der Partneruniversität adäquat folgen zu können. Je nachdem für welche Hochschule und welches Land du dich entscheidest, solltest du eine Zertifizierung deiner sprachlichen Kompetenzen einreichen.

Ein Jahr im Ausland – Erfahrungen fürs Leben

Das ERASMUS-Programm ist jedoch nicht als rigides Verwaltungsmonstrum gedacht, sondern zielt vielmehr darauf ab, möglichst vielen Studierenden die Möglichkeit anzubieten, ihr Humankapital im Ausland reifen zu lassen. Die spezifischen Anforderungen der Bewerbungsprozedur stellen lediglich sicher, dass der Bewerber seinen Auslandsaufenthalt als eine positive und aufregende Erfahrung wahrnehmen kann. In deiner Bewerbung solltest du demnach nicht auf einen ausführlichen Lebenslauf verzichten, indem du aufzeigst, dass du die Selbstständigkeit und Lebenserfahrung besitzt, um effizient und beflissen am akademischen Betrieb sowie am kulturellen Leben des Auslands teilhaben zu können.

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Runter von der Couch – Rüber zum Auslandssemester in Rio

Gustavo aus Curitiba/Brasilien hat es getan, Marina aus München hat es getan, Nadine aus Paris wird es tun: ein Semester im Ausland studieren. Früher war das eher eine Sache von Individualisten, jetzt geht es einfach. Erasmus, Auslandsbafög und viele Stipendien helfen, eine coole Zeit im Ausland zu verbringen.

Die beste Zeit in deinem Leben

Fast alle, die eine Zeit im Ausland studiert haben, würden es immer wieder tun. Ok, zunächst ist es eine kleine Überwindung. Da hat man grade so eine coole WG, der Studentenjob sichert einem immer ein bisschen Extrageld, alles läuft grad so schön rund. Und das soll man freiwillig aufgeben? Eins ist klar: ein Auslandssemester bedeutet runter von der Couch und rein ins Leben. Das kostet ein bisschen Mut und Überwindung. Am besten, man hört sich erst einmal im Freundeskreis um. Sicher bist du ganz erstaunt, wer sich alles mit dem Gedanken trägt, für ein oder zwei Semester im Ausland zu studieren. Kleiner Bonus: Arbeitgeber honorieren diesen Mut dann später, wenn sie das Auslandssemester in deinem Lebenslauf sehen.

Die Wahl des Kontinents

Hbsches Model will verreisen

Als erstes solltest du überlegen, welcher Kontinent dich anspricht. Die Sprache wirst du schnell lernen. Zieht es dich eher nach Asien, weil du eh schon Yoga machst oder gern Sushi ist? Oder möchtest du eher einmal deine Salsa-Talente vor Ort in Mittelamerika unter Beweis stellen? Bei der Frage „wohin“ solltest du ganz nach deinem Gefühl und nach deinen Vorlieben gehen und nicht nur auf den Lebenslauf achten. Der Erfolg kommt, wenn du das machst, was dir persönlich gut liegt.

Interkulturelle Kompetenz – Dating in Brasilien

So ein Auslandsaufenthalt bringt dich auf jeden Fall weiter. Nicht nur vom fachlichen her, auch sprachlich. Und last but not least: das social life vor Ort kennen zu lernen bringt auf jeden Fall etwas. Sicher wirst du feststellen, dass Studierende im Ausland lockerer sind als hier bei uns. Man hilft sich gern gegenseitig in der Uni, und am Abend geht dann das Daten wie von selbst. Du machst also das, was Arbeitgeber immer fordern: Fachkompetenz verbunden mit Sozialkompetenz. Trau Dich heran an die fröhliche Lebensweise in Südamerika, probiere mal aus, wie gelassen man in Asien sein kann.

Nur etwas für Bonzenkinder?

Wenn Du denkst, so ein Auslandsaufenthalt kostet unglaublich viel Geld, hast Du Dich geirrt. Von Auslandsbafög über Erasmusprogramme bis zu Studienstiftungen. Am Geld soll es nicht scheitern.

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