ERASMUS Programm – Dein Weg zum Auslandssemester

Wer darüber nachdenkt, später einmal im Ausland zu arbeiten, sollte bereits während des Studiums erste Auslandserfahrungen sammeln. Auch deutsche Unternehmen verlangen darüber hinaus oftmals fundierte Sprachkenntnisse und stellen gerne Bewerber ein, die zu nicht-touristischen Zwecken für einen längeren Zeitraum im Ausland verweilten. Denn erstens arbeiten viele Konzerne international und außerdem zeigt der Bewerber so seine Weltoffenheit, Vorurteilsfreiheit und kann zudem damit punkten, dass er sein Leben in einer fremden Kultur selber organisiert hat. Natürlich ist ein Auslandsaufenthalt aber gerade als Student nicht einfach zu finanzieren. Neben Auslands-BAföG hilft hier jedoch das ERASMUS Programm der Europäischen Union, durch welches die Mobilität von Studierenden gefördert werden soll.

Was ist das ERASMUS-Programm?

Am 15. Juni 1987 durch den Rat der Europäischen Union gegründet, unterstützt das Programm „ERASMUS“ seitdem zahlreiche europäische Studierende dabei, eine ausländische Hochschule für ein oder zwei Semester kennenzulernen und dort zu studieren oder in einem ausländischen Betrieb ein Praktikum zu absolvieren. Im Rahmen dessen wird ein Stipendium ausgeschüttet, welches jedoch kein Vollstipendium ist, sondern eher ein Mobilitätszuschuss.

Seit dem 1. Januar 2014 gehört das ERASMUS-Programm zu „Erasmus+“. Diese Initiative vereint alle Programme der Europäischen Union zur allgemeinen und beruflichen Bildung, Jugend und Sport. Dazu gehören beispielsweise auch Projekte in den Bereichen Schulbildung (Comenius), Jugend (JUGEND IN AKTION) oder berufliche Aus- und Weiterbildung (Leonardo da Vinci).

Wichtige Ziele des Förderprogrammes

– Förderung der Mobilität der Studierenden. Damit diese ihren Auslandsaufenthalt ohne große finanzielle Hürden absolvieren können, wird dieser mit einem Mobilitätszuschuss von 150 bis 250 Euro im Monat bezuschusst. Zudem entfallen die Studiengebühren an der jeweiligen Partneruni sowie an der heimischen Hochschule.
Uneingeschränkter Zugang zum Europäischen Hochschulraum
Kooperation zwischen verschiedenen Instituten
Anerkennung und Koordination von ausländischen und nationalen Studienabschlüssen
– Förderung des interkulturellen Dialoges
– Verbesserung von Kompetenzen und Fähigkeiten der Studierenden, um auf dem internationalen Arbeitsmarkt zu bestehen
– Förderung der europäischen Werte aus Art. 2 EUV wie Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit oder Demokratie

Tipp: Du hast trotz des Zuschusses die Möglichkeit, Auslands-BAföG zu beantragen. Solltest Du diese Förderung bereits in Deutschland erhalten, ist es normalerweise kein Problem, dass der jeweilige Betrag bzw. sogar ein höherer Betrag im Ausland weitergezahlt wird. Achte jedoch darauf, dass für Auslands-BAföG andere Behörden zuständig sind.

Wer kann an dem Programm teilnehmen?

Grafik Hallo in vielen Sprachen

Vorallem gute Englisch-Kenntnisse sind für ein Auslandssemester wichtig. Andere Sprachen reichen auf Schul-Niveau.

Teilnehmen können regulär eingeschriebene Studierende einer EU-Hochschule (mit dem Ziel Bachelor, Master, Doktorat oder vergleichbaren Abschlüssen), die die EU-Bürgerschaft besitzen, sowie Hochschulpersonal. Außerdem muss die jeweilige deutsche Hochschule im Rahmen eines bilateralen Abkommens eine Partnerschaft mit einer ausländischen Uni vereinbart haben.

Informiere dich an deiner jeweiligen Fakultät, über die Möglichkeit, am ERASMUS Programm teilzunehmen. Üblicherweise pflegen die Fakultäten aller großen Studiengänge wie Rechtswissenschaften, Medizin, BWL SoWi oder Sprachwissenschaften Partnerschaften mit ausländischen Universitäten. Bei deinem zuständigen ERASMUS-Koordinator bzw. auf dessen Homepage erfährst Du dann, welche Partnerunis für dich in Frage kommen und welche Voraussetzungen Du erfüllen musst. Hier kommt es zum Beispiel auf deinen Notendurchschnitt nach dem Grundstudium an. Des Weiteren solltest Du über gewisse fremdsprachige Fähigkeiten verfügen, allerdings ist die Hürde hier nur im Falle von Englisch-Sprachkenntnissen hoch. Möchtest Du etwa nach Spanien oder Frankreich reisen, so genügt es zumeist, wenn Du diese Sprachen in der Schule gelernt hast. Wird die Sprache deines Wahllandes üblicherweise nicht an deutschen Schulen unterrichtet, reicht es außerdem, wenn Du über gutes Englisch sprichst.

Tipp: Konzentriere dich nicht auf lediglich eine ausländische Uni, an der Du unbedingt studieren möchtest, denn so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein anderer Studierender mit besseren Noten dir zuvorkommt. Du hast vielmehr die Möglichkeit, bei deiner Bewerbung mehrere Unis anzugeben. Bereite des Weiteren schon mal einen tabellarischen Lebenslauf vor und verfasse ein kurzes Bewerbungsschreiben. Denke außerdem daran, dass Du nach deinem Auslandsaufenthalt einen Erfahrungsbericht verfassen musst.

Welche Vorteile bietet das Programm oder ist es einfach ein gute Ausrede, Urlaub zu machen?

Vielfach wird behauptet, dass das ERASMUS Programm von Studierenden nur dazu genutzt wird, bezahlten Urlaub zu machen und Partys zu feiern. Richtig ist, dass beispielsweise das ESN (Erasmus Student Network) zahlreiche Feten für ERASMUS-Studenten anbietet und Du mit vielen anderen (ausländischen) Studenten in Kontakt kommen wirst, die ihren Auslandsaufenthalt in vollen Zügen genießen möchten. Trotzdem musst Du Kurse besuchen und auch Prüfungen bestehen, um deine Förderung nicht zu verlieren. Kannst Du am Ende deines Aufenthaltes keine bestandenen Kurse vorweisen, so musst Du das Fördergeld zurückzahlen.

Tipp: Informiere dich frühzeitig, welche Leistungen Du an der Partneruni erbringen musst und welche Kurse auch wirklich anerkannt werden. Oftmals ist es in nicht-englischsprachigen Ländern nicht so einfach, die Prüfungen überhaupt oder mit guten Noten zu bestehen. Hierüber solltest Du dir jedoch keine Sorgen machen, denn zunächst musst Du später keinen bestimmten Notendurchschnitt vorweisen. Außerdem sind die Professoren der ausländischen Unis zumeist sehr wohlwollend gegenüber ERASMUS-Studenten. Vielfach wird hier daher statt eines Examens eine schriftliche Arbeit als Abschlussprüfung angeboten, die dann in aller Ruhe zuhause abgearbeitet werden kann. Dass ein ERASMUS-Aufenthalt nur ein bezahlter Urlaub ist, stimmt also nicht, denn Du musst auf jeden Fall für die Prüfungen lernen und es wird dir nichts geschenkt. Allerdings besteht kein Druck, gute Noten zu schreiben, und das Bestehen der Examina ist keine allzu hohe Hürde.

Das ERASMUS-Programm ist also kein bloßes Vergnügen. Es ist aber trotzdem eine tolle Erfahrung, denn zunächst lernst Du viele junge Menschen verschiedenster Nationalitäten kennen und kannst dich mit ihnen austauschen. Außerdem wirst Du erwachsener, denn Du musst deinen Alltag in einer völlig fremden Stadt organisieren, dir eine Wohnung suchen und dein Geld gut verwalten. Ferner lernst Du die Lehrmethoden der Partneruni sowie möglicherweise fremde Sichtweisen auf ein Problem, welches an deiner deutsche Universität ganz anders gelöst wird. Darüber hinaus ist ERASMUS vielen Arbeitgebern ein Begriff, so dass sich der Aufenthalt sicherlich gut in deinem CV machen wird. Viele Firmen verlangen zudem gute Sprachkenntnisse und Auslandserfahrungen, welche Du durch das ERASMUS-Programm dann aufweisen kannst.

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Die Semesterferien – wie man sie optimal nutzen kann

In den Semesterferien nicht untätig sein!

Einige Studenten lernen auch während der Semesterferien für Klausuren, andere machen ein Praktikum oder suchen einen Praktikumsplatz, um schon in das spätere Berufsleben hinein zu schnuppern und Erfahrungen zu sammeln.

Wer knapp bei Kasse ist, kann sich durch den Studentenjob Geld verdienen und dieses als Kostenzuschuss für die weiteren Studiensemester und für seine Unterkunft verwenden.

Das ist auch durch ein bezahltes Praktikum möglich, welches der Student möglichst mit seinem angehenden Beruf verbinden sollte.

Vor- und Nachteile eines Praktikums

PraktikumAuch wenn für ihn dabei finanzielle Abstriche in Kauf genommen werden müssen, weil das Praktikum im allgemeinen nicht oder nur schlecht bezahlt wird, so werden dabei sehr nützliche Erfahrungen gemacht, die keinesfalls zu unterschätzen sind.
Während der Semesterferien einfach nur zu faulenzen, auch wenn es durch das ständige Lernen redlich verdient wurde, kann schlimme Folgen für die ganze Zukunft haben.
Das Angebot an guten Jobs ist in der Regel wesentlich geringer als die Nachfrage. Die Folge davon ist, dass nur jene Bewerber mit erstklassigen Zeugnissen und Erfahrungen gute Chancen haben, ihren Traumjob zu bekommen.

Die populärsten Studentenjobs

Eine Möglichkeit in den Semesterferien etwas zu verdienen besteht zum Beispiel darin, für Schüler, mit schlechten Noten in Deutsch, Mathematik, Englisch oder anderen Fächern, Nachhilfeunterricht zu erteilen. Die Chancen bei einem Nachhilfeinstitut noch etwas dazu verdienen zu können, sind relativ gut. Zukünftige Lehrer können damit schon ihre ersten Erfahrungen im Umgang mit Schülern machen.

Bei den Studentinnen ist ein beliebter Ferienjob die Tagesmutter.
Wer Kinderärztin werden möchte, kann bei diesem Job während der Semesterferien wertvolle Erfahrungen sammeln, die bei der Bewerbung für so eine Stelle sehr nützlich sein können.
Auch im Internet werden Studentenjobs vergeben, welche die freie Zeit der Studenten in den Semesterferien nicht all zu sehr in Anspruch nehmen.

Wenn also die Tätigkeit im Studentenjob, die des späteren Tätigkeitsbereiches entspricht, dann bringt das dem Studierenden einen guten Teil an praktischen Erfahrungen und gleichzeitig Pluspunkte beim Bewerbungsgespräch. Außerdem merkt er bei der praktischen Tätigkeit während der Semesterferien schnell, ob die Arbeit wirklich den Vorstellungen entspricht, die er von ihr hatte. Wenn sie Erfüllung bringt und gut von der Hand geht, offenbart sich darin oft sein zukünftiger Beruf.

Die große Beliebtheit der Summer Sessions

Immer größere Anerkennung bekommt im Laufe der Zeit die “ Summer Session„.
Dieser Art des Studierens ist besonders im Norden der USA sehr beliebt geworden. In einem Zeitraum von etwa sechs Wochen können die Gäste an zwei bis drei Kursen aus dem Universitätslehrangebot teilnehmen. Das Schöne daran ist, dass in bis zu 500 Kursen aus allen üblichen Fachbereichen ausgewählt werden kann.
In den meisten Fällen können sich die deutschen Studierenden von den Prüfungsämtern für deutsche Studenten, die Studienzeit in den USA während der Semesterferien an ihrer Universität in der Heimat gutschreiben zu lassen.

Die in Deutschland bekanntesten Universitäten für Summer Sessions sind die „Universitäten der University of California (UC) und der Boston University. Auch die Hawaii Pacific University in Honolulu und die Saint Mary’s University in Halifax an der kanadischen Ostküste haben sich auf internationale Besucher spezialisiert und bieten ein breites Register aus vielen Fachbereichen an. Die Sprachkenntnisse zu erweitern, neue Sprachen zu erlernen oder seine Computerkenntnisse erweitern ist nur ein winziger Bruchteil von dem mannigfaltigen Angebot.

Die Teilnahme wird nationalen und internationalen Studenten angeboten.
Fabelhaft daran ist, dass sich jeder dort bewerben kann und nur wenige Bedingungen zu erfüllen braucht, nämlich dass er ein Abitur mitbringt und über gute Englischkenntnisse verfügt.
Hier gibt es keine Bevorzugung nach Noten aus dem Abitur oder aus dem Studium.
Das ist eine sehr gute Gelegenheit, während der Semesterferien das dortige Studentenleben, sowie die ausgezeichneten Lehrmethoden zu erkunden und sich diese zunutze zu machen.
Die dortigen Vorlesungen dauern fast drei Monate
In der Regel fallen die Summer Sessions für deutsche Studenten in die deutschen Sommer Semesterferien. Dadurch wird keine Veranstaltung an der Heimatuniversität versäumt.

Wer auf einer dieser Universitäten auch nur einen kurzen Zeitraum studiert hatte, erhöht seine Chancen für seinen Traumjob enorm.
Jeder der Interesse an solch einem Summersession-Programm hat, kann sich vom College-Contact.com kostenlos beraten lassen.
Bei vielen Praktika in den Semesterferien bekommen die Studenten für ihre Arbeit kein Entgelt. Wenn also die Wahl zwischen mehreren Praktikumsplätzen besteht, kann es sich schon lohnen, zu erkunden ob eventuell bei einem der angebotenen Plätze eine finanzielle Vergütung erfolgt.

Gut vorbereitet für den Abflug

Bevor während der Semesterferien die Reise ins Ausland erfolgt, ist es für den Studenten sinnvoll, sich rechtzeitig darauf vorzubereiten.
Dazu gehört auch, dass in manchen Ländern eine Schutzimpfung erforderlich ist oder ein Visum beantragt werden muss und wichtige Ausweise nicht ausgerechnet in diesem Zeitraum ihre Gültigkeit verlieren.
Wenn die Bewerbung an einer ausländischen Universität in den Semesterferien mit einer Summer Session doch keinen Erfolg bringen sollte, dann besteht weltweit immer noch die Möglichkeit in der auf einem Bauernhof gegen Verpflegung, Unterkunft und in manchen Fällen einem kleinen Endgeld, seine Sprachkenntnisse zu erweitern und wertvolle Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln.

Vorsicht bei hohen Verdiensten!

Wer aus finanziell bescheidenen Verhältnissen kommt, für den ist ein Studenten-Job bei dem in den Semesterferien gutes Geld verdient wird, sehr verlockend. Wer aber mehr als um die 8.000 EUR im Jahr verdient hat, muss sein gesamtes Kindergeld zurückzahlen. Hier heißt es also aufpassen, dass dieser Betrag möglichst nicht überschritten wird.

Tipp für Unschlüssige

Es gibt immer wieder Studenten, die noch keine klare Vorstellung von ihrer zukünftigen Tätigkeit haben. Im Internet finden sie gute Links, die ihnen helfen die richtige Branche zu finden. Dadurch sammeln sie während der Semesterferien Erfahrungen, die ihnen bei Bewerbungen nützlich sein können.

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Auslandssemester – in welches Land sollte es gehen?

Das Auslandssemester ist eine der besten Entscheidungen für die Karriere, die ein Student treffen kann. Sowohl für die eigene, persönliche Weiterentwicklung als auch für den Lebenslauf sind Auslandssemester eine Bereicherung für jedes Studium. Es stellt sich nur noch die Frage: In welches Land soll es gehen? Die klassischen Auslandssemester-Länder wie die USA bieten natürlich ihre Vorteile, doch in manchen Fällen kann das Semester im Ausland auch die perfekte Gelegenheit fürs Kennenlernen eines selten gewählten Landes sein.

Die Frage nach den Sprachkenntnissen

Für manche Angebote eines Auslandssemesters muss man die Sprache des Landes bereits relativ sicher oder fließend beherrschen. Dann wiederum kann man die Landessprache auch im Rahmen des Auslandssemesters neu erlernen und sich die Kenntnisse während des Studiums parallel aneignen. Der erste Schritt sollte also darin bestehen, zu entscheiden, ob man eine neue Sprache erlernen kann und will oder ob man lieber Sicherheit in einer bereits erlernten Fremdsprache aufbauen möchte. Beides macht sich auf dem Lebenslauf gut und sorgt dafür, dass man gegenüber anderen Hochschulabsolventen einen Vorteil hat, die nicht bereits im Ausland waren.

Typische Auslandssemester-Länder: die Vor- und Nachteile

Die USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien… sie gehören bereits unter Schülern zu den häufigsten Wahlen fürs Auslandssemester. Natürlich haben sie ihre Vorteile, denn hier kommen die meistgesprochenen Sprachen der Welt her. Sie sind außerdem auf Studenten aus dem Ausland ausgerichtet, denn sie werden rege besucht und haben Vorkehrungen getroffen, um mit dem Ansturm gerecht zu werden. Im weiteren Sinne liest man häufig auch von anderen europäischen Ländern wie Dänemark, Schweden oder Norwegen oder kann Auslandssemester in Australien und anderen westlich geprägten Teilen der Welt vorfinden. Auch die asiatische Welt, allem voran China und Japan, gewinnen fürs Auslandssemester immer mehr an Bedeutung. Auch dort erlernt man Sprachen, die im Kommen sind, und sammelt Erfahrungen auf internationalem Parkett in Ländern, auf die Unternehmen ein Auge geworfen haben.

Auslandssemester mal (wo)anders: die Vor- und Nachteile

Ein Auslandssemester in einem Land, das sonst eher nicht gewählt wird, erregt natürlich sofort die Aufmerksamkeit eines jeden Entscheiders. Damit kommt natürlich auch die Frage auf, was denn zu der Entscheidung für dieses Land geführt hat, was der Absolvent dort gelernt hat – und sicher noch viele andere, die ein guter Grund für ein Erstgespräch sind. In seltenen Ländern für ein Auslandssemester kommt man vielleicht nicht mit der US-amerikanischen, europäischen oder asiatischen Wirtschaft in Berührung, was auf jeden Arbeitgeber attraktiv wirkt. Wohl aber könnte man dadurch für ein Unternehmen umso interessanter als Mitarbeiter werden, das gerade im Land des Auslandssemesters aktiv ist und Leute sucht, die seine Gepflogenheiten und seine Wirtschaft kennen und vielleicht sogar ein Netzwerk dort aufgebaut haben.

 

Austauschprogramme

Immer mehr Studenten suchen ihr Glück im Ausland. Sie hoffen dort neue Freunde zu finden, die Sprache zu verbessern und eine neue Kultur und andere Bräuche kennenzulernen.
Oft führt der einfachste und schnellste Weg über ein Austauschprogramm der heimischen Universität oder Hochschule. Ein selbst organisierter Auslandsaufenthalt lässt sich bei frühzeitiger Planung und relativ hohem Rechercheaufwand ebenfalls realisieren.

Allerdings sollte man vor Reiseantritt ausreichend informieren. Bestehen an der eigenen Hochschule bereits Austauschprogramme mit der ausländischen Wunschuni? Werden die im Ausland erbrachten Studienleistungen anerkannt? Gibt es bereits Erfahrungsberichte?

Austauschprogramme – Wohin soll es gehen?

Eine hilfreiche Länderübersicht sowie wertvolle Tipps zum Auslandsstudium bietet der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD) auf seiner Homepage an:Infos für Deutsche Eine weitere Informationsmöglichkeit über Austauschprogramme ist durch das Akademische Auslandsamt der eigenen Universität gegeben, welches sowohl mit Beratungsgesprächen aushilft, als auch direkt Studienplätze an den ausländischen Partneruniversitäten vermittelt. Häufig findet man hier auch Erfahrungsberichte von ehemaligen Studenten, die aufschlussreiche Informationen zur Unterkunft, Anrechnung von Studienleistungen und dem Studentenleben im Ausland geben.

Gibt es Zulassungsvoraussetzungen?

An einigen Universitäten sind konkrete Voraussetzungen zu erfüllen, um dort studieren zu können. Dazu gehören unter anderem Sprachtests (wie der TOEFL), bestimmte bereits erbrachte Studienleistungen, eine Mindestsemesteranzahl, ein Empfehlungsschreiben eines Professors oder ein Motivationsschreiben, in dem man erklärt, warum genau man sich für diese eine Universität beworben hat und was einen von den anderen Bewerbern unterscheidet.

Learning Agreements?

Für viele Studenten ist es wichtig, die im Rahmen von Austauschprogrammen in der ausländischen Universität erbrachten Leistungen an der heimischen Universität anrechnen zu lassen, um die Gesamtstudiendauer nicht in die Länge zu ziehen. Daher sollte man sich vorher bei den zuständigen Lehrstühlen oder dem Prüfungsamt informieren, ob und welche Leistungen angerechnet werden können. Eine solche Anerkennung sollte immer vor dem Auslandsaufenthalt besprochen und geregelt werden um unnötige Komplikationen zu umgehen und Gewissheit zu haben.

Wie sieht es mit der Finanzierung aus?

An vielen ausländischen Universitäten sind die Studienbeiträge weitaus höher, als die in Deutschland. Auch die Lebenshaltungskosten und die Mietkosten unterscheiden sich meistens von denen im Inland. Damit das Auslandsstudium nicht aus finanziellen Gründen scheitert sollte man sich vorher über eine Unterstützung durch das Auslands-BaföG oder einen Bildungskredit informieren. Darüber hinaus kann man bei fristgerechter Bewerbung Stipendien von Organisationen und Stiftungen wie der DAAD oder dem Erasmus-Programm der Europäischen Gemeinschaft bekommen.

Was sollte man bezüglich der Versicherung beachten?

Als Ergänzung zu der gesetzlichen Kranken- und Haftpflichtversicherung lohnt es sich vor allem für Länder außerhalb der EU eine private Auslandsversicherung abzuschließen. Diese können beispielsweise neben ärztlich verordneten Medikamenten und Krankentransporten auch im schlimmsten Fall Rücktransporte ins Heimatland decken und verhindern so oft hohe Kosten.

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Austauschprogramme für Akademiker

Erasmus von Rotterdam war ein bedeutender Humanist des Mittelalters und trug maßgeblich zur Entwicklung der Geisteswelt des Abendlandes bei. Jedoch war es nicht nur die Weltgewandtheit und Universalität des Theologen, Philosophen und Philologen, die ihn als Namensvater des europäischen Austauschprogrammes für Studierende auszeichnete. ERASMUS steht darüber hinaus für EuRopean Action Scheme for the Mobility of University Students und ist als Institution der europäischen Union damit beauftragt, den interkulturellen Austausch auf akademischen Niveau zu fördern.

ERASMUS: Viele Länder sind an Austauschprogrammen beteiligt

Auch wenn das Erasmus-Programm im Jahre 1987 durch den Ministerrat der Europäischen Union initiiert wurde, unterliegt die Verwaltung dem nationalstaatlichen Kompetenzbereich der beteiligten Länder. Folglich sind alle Mitgliedsstaaten der EU Teil des akademischen Austauschprogrammes, aber auch die Türkei, Norwegen, Irland, Lichtenstein, Kroatien und die Schweiz sind aktiv darin involviert. In Deutschland erfolgt die administrative Implementierung des Erasmus-Programmes durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), welcher im Jahre 1925 durch eine private studentische Initiative ins Leben gerufen wurde und seit dem Jahre 1950 als Gemeinschaftsprojekt der deutschen Hochschulen und ihrer Studierendenschaften fungiert.

Die DAAD

Das Erasmus-Programm ist als Austauschprogramm ein Teil des EU-Programmes für lebenslanges Lernen und umfasst gesetzliche Regelungen sowie die Bereitstellung eines finanziellen Budgets von circa 450 Millionen Euro, die Verwaltung erfolgt jedoch über den Deutschen Akademischen Austauschdienst. Der DAAD ist somit der Dachverband für die Förderung der internationalen Zusammenarbeit im Hochschulwesen und wird lediglich im Hinblick auf Europa unter der Bezeichnung ERASMUS repräsentiert. Der wesentliche Unterschied für die Zuständigkeit der unterschiedlichen Austauschprogramme liegt demnach zunächst in der Wahl des Partnerlandes. Jedoch bietet der DAAD auch Alternativen an, welche ihren Fokus auf Praktika, Ausbildungs- und Forschungsprogramme sowie Stellen für Doktoranden richten.

ERASMUS: Möglichkeiten für jeden Studenten

Erasmus written in the sand on the beach

Bei der Bewerbung um einen Platz an einer ausländischen Bildungseinrichtung kommst du demzufolge niemals an dem DAAD vorbei, da dieser als primäre Vermittlungsbehörde agiert. In erster Linie solltest du dir sicher sein, welches Land du wählst und wie du dir deine akademische Weiterentwicklung vorstellst. Der klassische Fall ist die Entscheidung für ein ERASMUS-Jahr/Semester, welches dir für ein Jahr bzw. sechs Monate einen Studienplatz an einer Hochschule im europäischen Ausland vermittelt. Selbstverständlich ist die Gewährung dieses interkulturellen Aufenthaltes an gewisse Konditionen gebunden, da es sich streng genommen um ein Stipendium handelt. Wesentliches Augenmerk für die Akkreditierung deiner Bewerbung sind demzufolge die erzielten Noten, die absolvierten Creditpoints sowie die Fähigkeit dem Lehrinhalt der Partneruniversität adäquat folgen zu können. Je nachdem für welche Hochschule und welches Land du dich entscheidest, solltest du eine Zertifizierung deiner sprachlichen Kompetenzen einreichen.

Ein Jahr im Ausland – Erfahrungen fürs Leben

Das ERASMUS-Programm ist jedoch nicht als rigides Verwaltungsmonstrum gedacht, sondern zielt vielmehr darauf ab, möglichst vielen Studierenden die Möglichkeit anzubieten, ihr Humankapital im Ausland reifen zu lassen. Die spezifischen Anforderungen der Bewerbungsprozedur stellen lediglich sicher, dass der Bewerber seinen Auslandsaufenthalt als eine positive und aufregende Erfahrung wahrnehmen kann. In deiner Bewerbung solltest du demnach nicht auf einen ausführlichen Lebenslauf verzichten, indem du aufzeigst, dass du die Selbstständigkeit und Lebenserfahrung besitzt, um effizient und beflissen am akademischen Betrieb sowie am kulturellen Leben des Auslands teilhaben zu können.

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