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Finanzen, Job und Karriere

25Jan

Bewerbung für Stipendium leicht gemacht

Industrie und Wirtschaft suchen händeringend nach hochqualifizierten Fachkräften, denn diese sind das größte Kapital moderner Industrienationen. Aus diesem Grund denken sich die Industriestaaten und die Wirtschaft viele Möglichkeiten aus, um Fachkräfte zu fördern und anzulocken und sind bereit, viel Geld zu investieren. Das hauptsächliche Mittel dieser Begabtenförderung sind Stipendien, mit denen besonders erfolgreiche, engagierte oder benachteiligte junge Menschen gefördert werden. Um die begehrte Förderung zu erhalten, bedarf es vor allem eines: Engagement!

Was ist ein Stipendium?

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Stipendien sind Förderungen für begabte junge Menschen während ihrer Bildungslaufbahn. In jedem Fall stellen sie eine finanzielle Unterstützung für den Schüler, den Studenten, den Doktoranden oder ähnliches dar. Diese Unterstützung ist steuerbefreit und wird analog zum eventuell anfallenden BAföG gerechnet. Sie beinhaltet zumindest immer einen Bücherbetrag von 150 Euro. Abgesehen von der finanziellen Förderung wird ein Stipendium meistens von einer fachlichen Unterstützung in Form von Seminaren und Ausbildungen begleitet und der Geförderte erhält Kontakte und Unterstützung in seinem jeweiligen Studiengebiet. Im Gegenzug werden häufig von dem Geförderten Jahresberichte sowie die Teilnahme an Berichttreffen und Seminaren verlangt. Ein Stipendium ist im Gegensatz zum BAföG aber nicht rückzahlungsverpflichtend.

Wer vergibt Stipendien?

Die übergroße Mehrheit der Stipendien werden von den Begabtenförderungswerken vergeben und durch Bundesmittel finanziert. Diese Begabtenförderungswerke repräsentieren immer eine bestimmte Bevölkerungsgruppe. Jede im Bundestag vertretende Partei hat eine ihr nahestehende Stiftung, es gibt außerdem katholische und evangelische Stiftungen oder wirtschafts- oder gewerkschaftsnahe Stiftungen. Inwieweit ein Bewerber die jeweiligen Ausrichtung der Stiftung unterstützen muss, variiert. In jedem Fall sollte zumindest jedoch die Weltanschauungen von Bewerber und Stiftung ähnlicher Natur sein. Abgesehen von den Begabtenförderungswerken gibt es seit neuerem auch das Deutschlandstipendium. Dieses zur Hälfte vom Staat und zur Hälfte von privaten Trägern finanzierte Stipendium soll mittelfristig acht Prozent der besonders begabten Studenten in Deutschland fördern. Zur Zeit mangelt es vor allem noch an Bewerbungen. Überdies vergeben auch Unternehmen, private Stiftungen oder Teilstiftungen von Ländern oder Einrichtungen Stipendien, meistens für spezielle Zielgruppen wie Promovierende oder Auslandsstudenten. Einen kompletten Überblick findet sich auf der Webseite www.stipendienlotse.de des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

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Nach welchen Kriterien wird ein Stipendium vergeben?

Volunteer Group Clearing Litter In ParkDas wichtigste Kriterium bei der Stipendienvergabe sind die bisher erbrachten akademischen Leistungen des Bewerbers. Ganz besonders wird auch soziales und gesellschaftliches Engagement honoriert, insbesondere, wenn dieses sich im gesellschaftlichen Feld der jeweiligen Stiftung befindet. Bei vielen Stiftungen werden auch gezielt benachteiligte Gruppen gefördert, wie etwa Migranten oder Behinderte. Auch wer sich zum Beispiel in einem schwierigen familiären Umfeld befindet, hat erhöhte Chancen auf eine Förderung.

Das Bewerbungsverfahren

Bei der Stipendienvergabe wird ebenso viel Wert auf die Bewerbung gelegt. Für ein Stipendium sollte man sich etwa ein Jahr im Voraus bewerben, viele Stiftungen haben jedoch einen festgelegten Zeitraum für die Bewerbung. Bei der schriftlichen Bewerbung wird in der Regel ein Motivationsschreiben, ein Lebenslauf, Notenzeugnisse sowie Gutachten oder Empfehlungsschreiben von Lehrern oder anderen Qualifizierten verlangt. Gelingt die schriftliche Bewerbung, wird der Bewerber zu einem Auswahlverfahren eingeladen, das manchmal nur aus Einzelgesprächen, manchmal aber auch aus Gruppendiskussionen, Präsentationen und Vorträgen besteht. Dieses Bewerbungsverfahren kann sich bis zu drei Tage hinziehen.

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