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Studentenleben

21Feb

Sprachen lernen im Studium

Fremde Sprachen lernen gehört in Zeiten der Globalisierung und ständiger Migration sicherlich zu den wichtigsten Fortbildungsmaßnahmen unserer Zeit. Um, in welchem Beruf auch immer, erfolgreich Fuß fassen zu können, sind sehr gute Englischkenntnisse sicherlich das Um und Auf, um sich international mit Geschäftspartner und Kollegen verständigen zu können. Wer gerne im wirtschaftlichen Sektor tätig sein möchte, wird mit Chinesisch gut bedient sein, denn sie ist heutzutage die zweitwichtigste Fremdsprache. Spanisch ist zum Glück etwas einfacher zu lernen, und gewinnt immer mehr an Bedeutung, besonders wenn man mit Südamerikanischen Ländern kooperieren möchte. Erst danach folgen Deutsch, Französisch und Italienisch.

Noch während des Studiums Sprachen lernen

Es ist zwar nie zu spät, eine neue Sprache zu lernen, jedoch fällt es jüngeren Menschen meist leichter. Es macht Sinn, sich schon früh mit dem Erlernen einer Fremdsprache zu beschäftigen, denn, um wirklich sprachsicher vor Nativespeakern auftreten zu können, bedarf es nicht nur grammatikalischen Grundkenntnissen, sondern auch einen umfangreichen Wortschatz sowie viel Erfahrung in Phrasen und anderen Ausdrucksweisen. Dafür bedarf es Zeit, und die hat man am besten während des Studiums, um Sprachen lernen zu können. Vor allem ist das Gehirn in Studienzeiten und durch intensive Lernphasen bereits bestens trainiert, um noch zusätzlich alle Kniffe neuer Sprachen lernen zu können. Auf jeder Universität gibt es zahlreiche Lehrveranstaltungen, um – auch die ungewöhnlichsten – Sprachen lernen zu können. Entweder man schreibt sich im Rahmen eines freien Wahlfachs in Sprachkurse ein oder aber man macht von dem umfangreichen Angebot unterschiedlichster Sprachlehrinstitute Gebrauch. Der Nachteil an der Uni ist, dass man in den beliebtesten Sprachkursen oft nicht hinein kommt, da sie meist gänzlich überlaufen sind. Jedoch sind diese kostenlos und sie können an das Hauptstudium angerechnet werden, was sich auch im Lebenslauf sehr gut macht. Sprachlehrinstitute verlangen meist ein kleines Sümmchen Geld für die Ausbildung und um neue Sprachen lernen zu können, dafür ist die Betreuung intensiver und ein rascherer Lernfortschritt dadurch gegeben. Was sich als besonders sinnvoll erweist, ist die Einplanung eines Auslandssemester während des Studiums um Sprachen lernen zu können. So kann man direkt vor Ort mit Menschen sein Gelerntes erproben, außerdem sammelt man so auch gleich praktische Auslandskontakte für spätere berufliche Aussichten.

Über Sprachkenntnisse und internationale Bezeichnungen

Natürlich sollen die erlernten Sprachkenntnisse in keinem Lebenslauf fehlen. Im deutschsprachigen Raum hat sich eine Bewertungsmethode etabliert, die vor allem auf eigene Einschätzungen basiert. Hierzu sollte man möglichst ehrlich vorgehen. Die Skala möglicher Eigenbewertungen beginnt bei der Bezeichnung „Grundkenntnisse“ und setzt sich mit „Gute Kenntnisse“ und darauf mit „Sehr gute Kenntnisse“ fort. Eine Sprache „fließend“ sprechen zu können bedeutet, dass man sich in der genannten Sprache ohne weiteres problemlos verständigen kann. „Verhandlungssicher“ sollte man angeben, wenn man in der Lage ist, über komplexere Themen diskutieren zu können. Dazu gehört auch ein gewisses Fachvokabular der entsprechenden Berufspate. Aber auch das Deuten von Gesten sowie eine entsprechende Auslandserfahrung werden bei dieser Bewertung vorausgesetzt. Auch die Sprachkenntnisse des Landes, aus dem man stammt, können in Lebensläufen mit dem Vermerk „Muttersprache“ angegeben werden. Gut macht es sich, wenn man neben diesen Bewertungen das Sprachniveau mit einem erworbenen Zertifikat, beispielsweise dem international angesehenen Cambridge University Certificat, belegt. Für internationale Bewertungen der Sprachkenntnisse im Lebenslauf werden gerne die Standards des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) angegeben, die vom Europarat entwickelt wurden, um sprachliche Qualifikationen innerhalb europäischer Länder besser vergleichen zu können. Bei dieser Bewertungsform des Sprachniveaus wird zwischen sechs Stufen unterschieden. A1 und A2 stehen hier für elementare Sprachkenntnisse, B1 und B2 für selbstständige und C1 und C2 für kompetente Sprachverwendung.

Für welche Berufsfelder Sprachen lernen?

Sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache werden heute in nahezu jedem Berufsfeld verlangt. Ganz besonders in touristischen Berufen, aber auch in jedem Büro. Wer im wirtschaftlichen Sektor tätig werden möchte wird um Englisch keinesfalls herumkommen. Hier hängt es aber auch stark davon ab, mit welchen Ländern der zukünftige Dienstgeber kooperiert. Sind es eher die osteuropäischen Länder, werden Sprachen wie Russisch oder auch Ungarisch sicher eine große Bedeutung haben. Auch Chinesisch wurde in den letzten Jahren immer wichtiger und steht derzeit auf Platz zwei der gefragtesten Fremdsprachen. Natürlich werden Menschen, die übersetzerisch tätig werden möchten, mit verschiedenen Fremdsprachen ein geeignetes Berufsfeld finden. Möchte man eher in handwerklichen Betrieben arbeiten, ist das Lernen einer Sprache wahrscheinlich weniger wichtig, da es hier um die Ausführung eines bestimmten Werkes geht, das handwerkliche Kenntnisse voraussetzt. Auf jeden Fall gilt: möchte man mit Menschen arbeiten, ist die Kenntnis von unterschiedlichen Sprachen immer ein Bonus, denn die Sprache ist nun einmal das Werkzeug, mit dem wir uns verständigen.

Foto: © Timurock / Fotolia.com

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