Prüfungsangst im Studium – Segen oder Fluch

Prüfungsangst – Wer kennt sie nicht?
Wieder ist es soweit, das Semester neigt sich dem Ende und die Klausuren stehen an. Der Dozent stellt seine bohrenden, tiefgehenden Fragen und du hast Angst sie nicht beantworten zu können. Die Gründe sind egal. Für dich steht fest, du hast ein mulmiges Gefühl, du gerätst in Panik und merkst wie dein Herz rast bei dem Gedanken an die bevorstehenden Klausurwochen. Kurz um, du hast Prüfungsangst.

Was ist Prüfungsangst

Prüfungsangst ist die Angst vor der Bewertung der persönlichen Leistung, die dich daran hindert, diese unter Beweis zu stellen. Jedoch würde ich aus eigenen Erfahrungen heraus sagen, dass sich Prüfungsangst positiv auf die höhere Leistungsfähigkeit auswirken kann. Jedoch ist auch eine Auswirkung in die vollkommene Blockade möglich. Ein Krankheitsbild ist nur in Sonderfällen Ursache dieser Angst. Personen mit Lernbehinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten sind häufiger von dem Problem der Prüfungsangst betroffen. In unserer kognitiven (geistigen) Entwicklung, im Alter zwischen 8 und 11, können wir das erste Mal Prüfungsangst, Versagensangst erleben. Eine Schlechte Leistung, sei es in Sport oder Schule mindert das Selbstwertgefühl.

Welche Prüfungsangst hast Du?

Wie schon vermuten lässt, Prüfungsangst ist nicht gleich Prüfungsangst. Sie kann aus unterschiedlichsten Gründen auftreten. Zum einen gibt es einige unter euch, die nicht genug lernen, die Vorbereitungszeit auf die leichte Schulter nehmen und dann feststellen müssen, dass dies nicht ausreichend ist und bei Gesprächen mit Kommilitonen merken, wie fundiert deren Wissen ist. Dann gibt es diejenigen, die nicht regelmäßig die Vorlesungen besuchen und somit nicht „up to date“ sind. Das Fach oder Thema fällt dir schwer. Der Lernstoff ist so reichhaltig, dass du deine eigenen Schwerpunkte setzt und dadurch Wissenslücken hast. Deine Angst beruht dann darauf,

Prüfungsangst – Hilfe zur Selbsthilfe

dass du hoffst nicht die falschen Fragen beantworten zu müssen. Dann gibt es die Prüflinge die einfach kein Vertrauen in sich selbst haben. Vielleicht sogar bereits schlechte Erfahrungen gesammelt haben. Das Thema fällt dir schwer und du musst dir alles hart erarbeiten und hast einfach Verständnisprobleme. Deine gestellten Anforderungen sind zu hoch oder die Anforderungen dritter. Mir ging es oft während Klausuren so, dass ich Angst hatte, mit meiner Zeit nicht aus zu kommen oder die Frage nicht richtig zu verstehen und somit falsch beantworten würde. Eine der größten Ängste die Besteht, ist die vor Sanktionen. Also die Angst keine finanziellen Mittel mehr zu erhalten oder sogar exmatrikuliert zu werden.

Wie schon zu Beginn gesagt, kann ein gewisses Maß an Prüfungsangst leistungssteigernd sein. Jedoch für die anderen Fälle muss man sich Lösungen einfallen lassen. Die erste und wichtigste Ansatzmöglichkeit liegt in der Prioritätenverteilung. Du bist in erster Linie Student und danach müssen sich die anderen Aktivitäten richten. Das regelmäßige, gewissenhafte Besuchen der Vorlesung, das ordnen der Unterrichtsmaterialien sind schon die halbe Miete. Du erkennst einfacher welche Schwerpunkte der Dozent legt und kannst auch eventuell aufkommende Prüfungsfragen erahnen. Dann bieten viele Hochschulen und Universitäten Tutorien an. Manchmal besteht die Möglichkeit einen Klausurfragekatalog zu erhaschen und wenn du den ausführlich beantwortest und durcharbeitest, dann hast du schon einen sehr guten Lernleitfaden. In der Vorbereitungszeit auf die Prüfungen können auch Lerngruppen sehr hilfreich sein. Oft kannst du von Kommilitone zu Kommilitone auf schnellerem Weg deine Wissenslücken schließen. Der Mitstudent erklärt vielleicht auf eine einfachere nicht zu akademische Weise offene Fragen. Und zu guter Letzt, für diejenigen die einfach aufgeregt und nervös sind und sich nicht konzentrieren können, sei es in der Prüfung oder beim Lernen, hilft einfach mal ein bisschen entspannen und dem Körper und Geist den Druck nehmen. Nach einem anstrengenden Lerntag einen Wellnessabend zum ausklingen mit Schaumbad und Körperpflege. Sich ganz auf sich selbst konzentrieren. Und wer es kann Meditation und Yoga.