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Administratives, Studium

4Mrz

Wahl des Masterstudiums

Wer heute ein Studium beginnt, der wird es schnell merken: Das klassische Diplom findet man nur noch in den allerwenigsten Studiengängen. Anstelle dessen wurden in den vergangenen Jahren die Abschlüsse Bachelor und Master im deutschen Hochschulsystem eingeführt, das Diplom ist ein Auslaufmodell. Wer einmal den Bachelor als ersten berufsqualifizierenden Abschluss in der Tasche hat, stellt sich natürlich die Frage, ob ein weiterführendes Studium in Form eines Masterstudiengangs sinnvoll ist. Bevor man sich für zwei weitere Jahre als Student entscheidet, sollte man sich allerdings darüber informieren, welcher Masterabschluss heute wirklich empfehlenswert ist.

Vorteile eines Masterabschlusses

Das System von Bachelor- und Masterstudiengängen wurde seinerseits eingeführt, um eine internationale Vergleichbarkeit der Studienabschlüsse zu gewährleisten. Dies birgt für Studenten große Vorteile: Wer plant, nach dem Masterstudium im Ausland zu arbeiten oder aber auch einige Semester außerhalb Deutschlands zu studieren, der wird sich durch die neuen, international bekannten Abschlüsse sehr viel leichter tun. Bisher trat bezüglich der Diplomabschlüsse oft das Problem auf, dass durch Übersetzungsfehler der Hochschulabschluss mit einem niedrigeren, im betreffenden Land bekannten Abschluss gleichgesetzt wurde. Dadurch sinken leicht die Chancen auf Einstellung eines deutschen Bewerbers im Ausland. Der Master ist weltweit bekannt und einzuordnen.

Vergleichbarkeit mit alten Studienabschlüssen

Des Weiteren ist nur der Abschluss als Master mit dem altbekannten Diplom, Magister oder dem 1. Staatsexamen im Lehramt gleichgestellt. Viele Arbeitgeber fordern das fünfjährige Studium und geben sich nicht mit dem einfachen Bachelorabschluss zufrieden, der noch immer den niedrigsten akademischen Grad darstellt. Wer eine Promotion anstrebt, kann auf den Master nicht verzichten, da nur dieser zu der Arbeit an einem Doktortitel berechtigt.
Allerdings ist ein Master auch dann von Vorteil, wenn die Promotion gar nicht von Interesse ist. Wer nach dem Studium ins Berufsleben einsteigen möchte, punktet immer beim Arbeitgeber mit einem Masterabschluss. Ein konsekutiver Master, der inhaltlich an das Bachelorstudium anschließt, zeugt von einem vertieften Fachwissen. Ein nicht-konsekutiver Masterstudiengang in einem neuen Fachbereich zeigt universelles Wissen. Beides kommt Bewerbern in jedem Fall zugute.

Das Masterstudium als Weiterbildung

Masterstudiengänge bieten außerdem den Vorteil, dass sie als Weiterbildung genutzt werden können. Es existieren neben konsekutiven und nicht-konsekutiven oder sogenannte weiterbildende Masterstudiengänge, die sich besonders für Studieninteressierte eignen, die nach dem Bachelorabschluss schon mindestens ein Jahr lang einen Beruf ausgeübt haben. In diesen Fällen stellt der Masterstudiengang eine tolle Vertiefung des erworbenen Wissens dar. Es kann hier auch berufsbegleitend studiert werden, womit man auch dem Arbeitgeber Engagement und Ehrgeiz beweisen kann.

Unterschiede zwischen Bachelor und Master

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Organisatorisch sind die Unterschiede zwischen Bachelor- und Masterstudiengängen kaum vorhanden. Viele Lehrstühle organisieren ihre Kurse und Vorlesungen fast einheitlich. Teilweise überschneiden sich die Veranstaltungen auf diese Weise so, dass Bachelor- und Masterstudenten zusammen arbeiten und gleiche Prüfungen ablegen. Außerdem basieren beide Studienabschlüsse auf dem sogenannten ECTS-System. Hierbei wird eine bestimmte Gesamtpunktzahl festgelegt, die innerhalb des Studiums erreicht werden muss. Beim Bachelor bewegt sich die ECTS-Punktzahl zwischen 180 und 240, beim Master zwischen 60 und 120. Für jede abgeschlossene Veranstaltung und für jede bestandene Prüfung wird eine bestimmte Punktzahl gut geschrieben.
Insgesamt gibt es allerdings inhaltliche Unterschiede zwischen den Studiengängen. Ein Bachelorstudium ist in aller Regel zeitlich etwas länger angesetzt als ein Masterstudiengang. Wer den Bachelorabschluss anstrebt, der muss in etwa 6 Semester Regelstudienzeit, also etwa 3 Jahre einkalkulieren. Es gibt auch Hochschulen, die Studiengänge mit einer Dauer von 8 Semestern anbieten. Masterstudiengänge hingegen sind sehr viel kürzer. In aller Regel sind sie mit etwa 4 Semestern angesetzt, was in etwa 2 Jahren entspricht. Das ist allerdings auch sinnvoll: Das Bachelorstudium ist in etwa mit dem Grundstudium vergleichbar, dass es zu Zeiten des Diploms noch gab – allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass der Bachelor heute schon zu einem Berufseinstieg qualifiziert. Dieses Grundstudium hat die Aufgabe, essentielle Theorien und grundlegende Kompetenzen im Fachbereich zu vermitteln. Das Masterstudium soll hier aufbauendes Wissen aneignen. Wer den Master anstrebt, der hat die Möglichkeit, das im Bachelorstudium erworbene Wissen zu vertiefen und zu verfeinern.

Master mit Zukunft

Wer sich für ein Masterstudium entscheidet, der steht auch vor der Wahl des richtigen Studiengangs. Wie bereits erwähnt werden verschiedenartige Masterstudiengänge angeboten. Weiterbildende Studiengänge eignen sich für Studenten mit Berufserfahrung. Konsekutive Studiengänge bedeuten den inhaltlichen Anschluss an das Bachelorstudiums. Nicht-konsekutive Masterstudiengänge jedoch bedeuten eine neue Entscheidungsfindung. Sie bieten die Möglichkeit, in ein inhaltlich komplett neues Fachgebiet einzusteigen, um so nicht bereits erworbenes Wissen zu vertiefen, sondern sich in einem anderen Feld zu bilden.

Kriterien bei der Wahl des Masterstudiengangs

Man sollte sich bei der Entscheidung für einen Masterstudiengang immer vor Augen führen, welches Gebiet auch wirklich eine berufliche Perspektive bietet. Der Dauerbrenner sind hier Masterabschlüsse in den Bereichen Ingenieurwesen und Naturwissenschaften. Auch der Master im Pharmaziebereich oder in der Chemie hat ausgezeichnete Zukunftsaussichten. Obwohl in der BWL die Zahl der Studierenden noch immer kontinuierlich steigt, ist auch ein Masterabschluss in diesem Bereich eine Bereicherung für den Lebenslauf. Allerdings sollte man sich bei seiner Wahl immer im Hinterkopf behalten, dass die gewählte Fachrichtung im Berufsleben immer erhalten bleiben wird. Daher ist es immer wichtig, trotz aller Empfehlungen immer auf sein eigenes Bauchgefühl zu hören. Nur so trifft man für das weitere Leben die wirklich richtige Entscheidung.

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