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Studentenleben

18Nov

Master und Bachelor – was ist der Unterschied?

Erwirbt man in Deutschland das Abitur, so hat man die Hochschulreife. Diese besagt, dass man sich nach der Hochschule anmelden kann um einen weiteren Abschluss, erst den Bachelor und dann den Master, zu erlangen. Die beiden Studiengänge ähneln sich sehr, aber die inhaltlichen Unterschiede sind trotzdem da. Eigentlich wurde ein klassisches Hochschulstudium mit einem Magister oder einem Diplomtitel abgeschlossen. Aber es gab darin Probleme, die darin zu finden waren, dass weltweit unterschiedliche Anforderungen an ein Studium gestellt wurden, so dass die Abschlüsse nicht mehr miteinander zu vergleichen waren. So konnten beispielsweise Arbeitgeber die Ausbildung von Arbeitnehmern aus dem Ausland nicht miteinander vergleichen. Der Bologna-Prozess wurde deshalb eingeführt um ein einheitliches Abschlusssystem zu erreichen, der Bachelor und Master. Auch soll durch die Neustrukturierung von Magister oder Diplom die Studienzeit verringert werden, die Qualifizierung in Berufen verbessert werden und auch die Mobilität eines Studierenden gefördert werden. Durch die Vergabe von sogenannten Credit Points die für erbrachte Studienleistungen vergeben werden, können Seminare besser anerkannt werden.

1999 war die Geburtsstunde der vereinheitlichten Studienabschlüsse

Mit dem Bachelor kann man sich für einen Beruf qualifizieren, der außerhalb der Hochschule liegt, sozusagen praxisnah. Der Vorteil dabei ist, dass man Berufserfahrung sammeln kann um den Berufszweig dann mit dem MA zu vertiefen. Der BA wird sozusagen als der erste Studienabschluss angesehen, während der Master den eigentlichen Studienabschluss bedeutet. Vielen Studenten reicht ein Studium dass drei Jahre andauert nicht aus und entscheiden sich so für den nachfolgenden Master. Um beispielsweise das Wissen das beim Bachelor vermittelt wurde, zu vertiefen oder sich neues Wissen aus einer anderen Fachrichtung anzueignen. Auch das wissenschaftliche Arbeiten wird oft als faszinierend beim MA angesehen. Es gibt Berufsgruppen und Fächer die einen Master als Voraussetzung ansehen, um in den Beruf zu kommen. Das gilt vor allem bei den Naturwissenschaften. Dort wird unbedingt eine Promotion verlangt wofür der MA gebraucht wird. Wer sich in eine Forschungs- oder Entwicklungsabteilung eines großen Unternehmens integrieren möchte, z.B. als Ingenieur, hat mit dem Masterabschluss weit bessere Chancen, wobei für eine wissenschaftliche Karriere der Titel ein Muss darstellt, gleich in welchem Fach.

80 Prozent der Studienangebote führen zum Bachelor und Master

Wer seinen Master nicht erreichen will, der kann nach dem Abschluss überlegen, welcher Beruf ihn interessiert. Es kann auch sein, dass für den angestrebten Beruf der Bachelor ausreicht. Arbeitgeber geben sich aufgeschlossener, als die Studenten meist glauben. Will sich der Absolvent als Lehrer im höheren öffentlichen Dienst arbeiten, so muss ein Masterabschluss gemacht werden. Nicht zu vergessen, dass auch ein Bachelor ein vollwertiges Studium ist, das Kompetenzen und wissenschaftliche Inhalte hergibt als auch die Qualifizierung zu einem Beruf. Die große Mehrheit der Studenten, etwa 80 %, entscheidet sich für ein Studienprogramm das aus dem Bachelor und einem aufbauenden MA besteht. Bei den Fachhochschulen beziffert sich die Prozentzahl auf 60. Die Studienzeit beim Bachelor beträgt sechs Semester, also drei Jahre.

Ein schlechter Bachelor, kein Masterstudium?

Für einige Master-Studiengänge werden spezielle Anforderungen gestellt. Diese beinhalten Aufnahmetests, gewisse Sprachkenntnisse ein spezielles Vorwissen und vor allen Dingen gute Noten. Schlechte Abschlussnoten beim Bachelor können ein Hindernis für eine Unikarriere sein. Die Studienzeit läuft normalerweise zwei bis vier Semester. Je nachdem welche Hochschule besucht wird, kann es besondere Bezeichnungen wie z.B. Master of Computer Sciene (Informatik) oder Master of Business geben. Zu beachten ist, dass wenn es sich um weiterbildenden MA handelt, die Hochschule Gebühren verlangen kann. Bei einem nachfolgenden MA nach einem BA entfallen Gebühren. Ein Weiterbildungsmaster richtet sich vorwiegend an Berufstätige, die ihr Wissen erweitern möchten. Die Kompetenzen die durch das Masterprogramm erworben werden, eignen sich beispielsweise zu Führungsaufgaben und zu einer IT-Management-Beratung. Masterstudiengänge-Absolventen haben eine große Lobby bei späterer Existenzgründung. Den Master kann man als mittleren akademischen Grad zwischen dem Bachelor und dem Doctor bezeichnen.

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