Einen Lernplan erstellen – was sollte man beachten?

Studenten, die einen Lernplan erstellen, um ihren Lernstoff systematisch zu bearbeiten und sich konkrete Lernziele stecken, meistern ihr Studium in der Regel leichter. Systematisches Lernen verleiht dem Lernenden die Sicherheit, rechtzeitig zu den Klausurterminen alles verinnerlicht zu haben und kann damit auch die Prüfungsangst deutlich reduzieren: Es dient der Selbstkontrolle und damit auch der Selbstsicherheit. Zusätzlich fällt in vielen Fachgebieten eine große Menge Lernstoff an, die ein taktisches Vorgehen unerlässlich macht.

Selbstbestimmtes Lernen: eine Herausforderung

Der Lernalltag an der Universität zeichnet sich durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung aus, die Studenten setzen sich viele ihrer Ziele selbst und arbeiten im besten Fall gezielt darauf hin. Ohne Frage benötigen junge Menschen, die frisch von der Schule kommen, jede Menge Disziplin, um in angemessener Zeit gute Studienergebnisse zu erzielen. Nicht jedem gelingt es von Anfang an, eine gute Systematik in sein Studium zu bringen, doch auch effektives, selbstbestimmtes Lernen kann man erlernen. An seiner eigenen Lerndisziplin zu arbeiten trägt zur Persönlichkeitsreifung bei und wird im späteren Berufsalltag mit Sicherheit von Nutzen sein. Denn auch im späteren Leben gilt es, sich stets selbst zu motivieren und durch freiwillige Fortbildung die Karriere voranzubringen.

Einen effektiven Lernplan erstellen

Zwei Komponenten spielen bei der Erstellung eines Lernplans eine wichtige Rolle: die zum Lernen verbleibende Zeit und der Umfang des Lernstoffes. Sichten Sie den gesamten Lernstoff und unterteilen Sie ihn in so viele Abschnitte, wie Lerntage verbleiben. Achten Sie dabei nicht nur auf den Umfang des Stoffes, sondern auch auf den Schwierigkeitsgrad, damit an jedem Tag etwa derselbe Lernaufwand entsteht. Planen Sie für jeden Lerntag auch eine Wiederholungsphase des bereits Gelernten ein, vorzugsweise immer bevor der neue Stoff hinzukommt.

Zeitpuffer und Ruhepausen

Im Lernplan sollten in regelmäßigen Abständen auch freie Tage erscheinen, beispielsweise am Wochenende. Diese Tage dienen der Erholung und dem „Sackenlassen“ des Gelernten. Kurz vor den Klausuren ist eine kleine zeitliche Pufferzone äußerst sinnvoll, damit eventuelle Krankheitsphasen aufgearbeitet werden können. Finden Sie bei der Lernplanerstellung auch regelmäßige Zwischenziele und kennzeichnen Sie diese Tage deutlich: Wenn ein solches Ziel erreicht ist, dürfen Sie sich sich selbst belohnen mit etwas, das Sie besonders gern machen, zum Beispiel einer kleinen Shopping-Tour oder einen schönen Biergartenabend mit einem Lernpartner. Belohnungen sorgen für Motivation, die Vorfreude mobilisiert stetig neue Kräfte. Zwischenziele dienen außerdem dazu, eine große Menge von Lernstoff in übersichtliche „Häppchen“ zu unterteilen, um nicht die Übersicht über die zu bewältigende Gesamtaufgabe zu verlieren.