Lernen im Studium

Erstsemester gehen häufig hochmotiviert an ihre neue Herausforderung an der Hochschule heran, denn in der Schule hatten sie es auch immer leicht und mussten für ihre guten Noten nicht viel tun. An der Hochschule bemerken sie allerdings schnell, dass von ihnen ganz andere Dinge gefordert sind – und dass sie auf einmal sehr wohl lernen müssen. Um die neue Herausforderung vom lernen im Studium zu bewältigen, können sich Lerntipps speziell fürs Studium als sehr sinnvoll erweisen, um zu lernen, wie man lernt, oder mit dem neuen Hochschulniveau überhaupt zurechtzukommen.

Die Hochschule ist anders

Gehörst du zu den Schülern, die zu Schulzeiten so gut wie nie lernen mussten und trotzdem gute Noten geschrieben haben? Oder bist du der lernerfahrene Typ, der denkt, die Hochschule könne methodisch auch nicht so viel anders sein als die Schule? Ganz gleich, wie dein bisheriges Lernverhalten aussah – an der Hochschule wird alles anders. Hier wird wissenschaftlich gearbeitet und das ist etwas, woran du dich erst gewöhnen musst. Zunächst geht es an der Hochschule darum, die Methoden zu erlernen, mit denen du anschließend arbeitest. Dann gilt es in den höheren Semestern, diese anzuwenden und zu lernen, wie man forscht, eigene Erkenntnisse gewinnt und die Erkenntnisse und Theorien anderer Forscher bewertet. Die Hochschule erfordert selbst von den talentiertesten Studenten, eigenständig zu lernen – schon alleine deswegen, da nicht alle Inhalte im Rahmen der Vorlesungen thematisiert werden und vorausgesetzt wird, dass du sie dir alleine erarbeitest oder dir im Rahmen deiner Arbeit diejenigen Kenntnisse selbst heraussuchst, die du brauchst.

Eigenständigkeit – das A und O an der Hochschule

Das wichtigste Stichwort, um an der Hochschule gut zu bestehen, heißt Eigenständigkeit. Von Studierenden wird erwartet, dass sie sich selbständig um die Felder kümmern, in denen sie etwas tun müssen. Natürlich werden sie durch Vorlesungen, Seminare und Arbeitsgruppen seitens der Hochschule begleitet und erhalten Hilfe, wenn sie sie brauchen – beispielsweise in Form eines Mentors, der sie bei der Erstellung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten unterstützt. Vertiefende Inhalte, Nacharbeit oder ähnliche Herausforderungen müssen Studierende jedoch alleine bewältigen und müssen dazu in der Lage sein, sich all das selbst zu erarbeiten. Ob sie dabei wirklich alleine bleiben oder sich in eine Lerngruppe integrieren und sich mit anderen zusammentun, das bleibt ganz ihnen überlassen. Gerade für diese Arbeiten sind Lerntipps echte Lebensretter.