Die Kommilitonen kennenlernen

Du hast dich also zu einem Studium entschieden. Lass dir erklären, weshalb es wichtig ist, dass du eine Schar von Menschen um dich sammelst, die deine Interessen teilen. Dein vorrangiges Ziel ist der erfolgreiche Abschluss und diesen ohne die Unterstützung deiner Kommilitonen zu erreichen, ist beinahe unmöglich.

Mache dir bewusst, dass der erste Eindruck maßgeblich für das Bild ist, dass du bei anderen hinterlässt, also lächle, behalte ein fröhliches Gemüt und schaue deinem Gegenüber in die Augen. Halb geschlossene Augen strahlen Desinteresse aus und weit aufgerissene Augen wirken manisch, darum versuche nicht aktiv deine Mimik oder Gestik zu steuern, denn das erscheint oft unnatürlich. Sei aufgeschlossen, wach und bringe dich ein. Riskiere lieber einen Fehler, indem du etwas Falsches sagst, als überhaupt nichts zu sagen und überzeuge dann durch deine Fähigkeit, dir neues Wissen anzueignen.

Die erste Woche an der Uni – neue Kommilitonen

BlueOlive_pixabay_studying-703002_1280.jpgIn den ersten Tagen eines Studiums sind die meisten Studenten unsicher und reagieren auf die neue Umgebung eher vorsichtig. Da werden kleine Dinge, die dir an manchem Kommilitonen auffallen, schnell mal zu charaktereinnehmenden Eigenschaften aufgeblasen und so vielleicht die Chance zu einer beidseitig gewinnbringenden Freundschaft vertan. Wenn dir beispielsweise auffällt, dass einer deiner Mitstudenten sich öfter die Nase putzt, versuche aktiv diesen Menschen nicht in der Kategorie „oft krank“ oder „empfindlich“ einzuordnen, sondern suche das Gespräch und lerne ihn kennen.

Das Kennenlernen in der Anfangszeit des Studiums ist glücklicherweise nicht schwer, da jeder in seinem Erstsemester versucht Kontakte zu knüpfen. Es gibt dabei manchmal schon kleine Gruppierungen, die sich aus Vorbereitungskursen kennen, an die man sich anschließen und zum Beispiel ein Gespräch mit der Nachfrage nach dessen Verlauf starten kann. Andere kennen vielleicht Freunde oder haben Geschwister, die die Universität schon besuchen und können helfen, sich mit dem Gelände vertraut zu machen. Wo ist die Mensa? Wo sind die Toiletten? Wie ist der Dozent so? Wie ist eure Anbindung? Vielleicht kann man sogar Fahrgemeinschaften gründen, sich besser kennenlernen und damit eine Basis für Lerngemeinschaften aufbauen.

Richtiges Zuhören

Der Mensch ist ein Sozialwesen und darum versuchen wir auch instinktiv, also unbewusst, andere in bestimmte Schubladen zu sortieren. Doch diese Vorurteile sind eigentlich nie richtig und verbauen dir den Weg zu Freundschaften und deinem Studienziel. Sei besonders tolerant gegenüber Ansichten, die du nicht teilst und riskiere es, dich in die Positionen und Denkweisen von anderen zu versetzen.

Empathie spielt dabei eine entscheidende Rolle. Je besser du nachvollziehen kannst, welche Motivation hinter bestimmten Aussagen steht, desto erfolgreicher kannst du auf Einfluss darauf nehmen, in welche Richtung eine Diskussion führt. Diese Fähigkeit hilft dir beim Aufbau einer Freundschaft zu deinen Kommilitonen, deinen Dozenten und kann dir später beruflich, sowie im Alltag, einige Schwierigkeiten ersparen.

Ein wertvoller Gesprächspartner sein

Richtiges Zuhören besteht also nicht aus Schweigen, sondern erfordert deine Aufmerksamkeit und dein Engagement. Wenn du dich einbringen und neue Standpunkte oder Sichtweisen vertreten kannst, dann bist du ein Gesprächspartner, mit dem es sich lohnt, auch persönliche Angelegenheiten zu besprechen und das wissen deine Mitstudenten zu schätzen. Dazu gehört natürlich, dass du dich mit dem notwendigen Grundwissen zu den Themen deines Studiums ausstattest, denn wenn deine Kommilitonen den Eindruck bekommen, dass du dich nicht für dein Studium engagierst, dann werden sie gleichermaßen Abstand von dir nehmen. Biete deine Hilfe an, wenn du merkst, dass jemand Schwierigkeiten mit etwas hat. So werden Kommilitonen zu Freunden, die dir helfen dein Studium zu meistern.

Bildquellen:

© Syda Productions / Fotolia.com

© BlueOlive  / pixabay.com