Karriere – wie wichtig ist der Lebenslauf?

Der Lebenslauf ist, neben dem Anschreiben und den Zeugnissen, immer die Eintrittskarte in ein Unternehmen. Bei Studenten, die ihr Studium abschließen oder schon abgeschlossen haben, ist dieser nicht immer durchgehend mit Jobs besetzt, denn viele Studenten, die kein BaFög bekommen oder von den Eltern unterstützt werden, müssen arbeiten gehen. Studenten haben oft verschiedene Nebenjobs oder wechseln öfter den Arbeitgeber. Das hat damit zu tun, dass der Stundenplan sich jedes Semester ändert und manchmal ein Job nicht mehr mit den Uhrzeiten der Seminare zu vereinbaren ist.
In der Personalabteilung eines Unternehmens ist das bekannt. Wichtig ist vor allem, dass es keine negativen Arbeitgeberzeugnisse gibt.

Lücken im Lebenslauf

Wer ein Urlaubssemester genommen hat, kann dieses als Zeit für persönliche Weiterbildung oder Krankheit aufschreiben. Bei anstrengenden Studien kann auch legitim eine Pause eingelegt werden, um neue Kraft zu schöpfen und mit guten Noten weiter studieren zu können. Auch eine Schwangerschaft oder ein langes Praktikum können dazu führen, dass ein Semester Urlaub genommen werden muss.
Dies ist nicht unbedingt negativ, sofern das Studium ordnungsgemäß abgeschlossen wurde und die Zensuren zumindest befriedigend sind.
Wenn ein abgebrochenes Studium im Lebenslauf auftaucht, bedeutet das nicht, dass der Student nicht fähig ist zu studieren, sondern, dass er seine Fachrichtung noch nicht gefunden hatte. Generell kein Problem. Auch wer über die Regelstudienzeit hinaus studiert hat, kann dies mit dem Argument rechtfertigen, auch Kurse besucht zu haben, die nicht vorgeschrieben waren, aber aus Interesse belegt wurden.
Ein Lebenslauf von Studenten ist immer irgendwie unvollständig, da diese nun einmal studieren und oft nicht ein festes Beschäftigungsverhältnis über mehrere Jahre haben können.

Gibt es den idealen Lebenslauf?

Personalabteilungen hätten gerne, dass junge Menschen bestmöglich ausgebildet sind und gute Noten sowie jede Menge Berufserfahrung vorweisen können. Da dies jedoch nur sehr selten der Fall ist, sind auch unregelmäßige Lebensläufe heute an der Tagesordnung. Wichtig ist, dass nicht alle paar Monate und immer wieder der Arbeitgeber gewechselt wurde und zudem kein positives, qualifiziertes Arbeitszeugnis existiert. Arbeitgeber wünschen sich Zuverlässigkeit von ihren neuen Mitarbeitern und, dass diese eine Weile im Unternehmen verbleiben. Wer kontinuierlich war oder einen guten Grund für wechselnde Jobs angeben kann, bekommt oft eine Chance, sich beruflich zu beweisen und wird eingestellt.

Sollten Semesterferien angegeben werden?

Im Lebenslauf haben die Semesterferien generell nichts zu suchen, da sie zu einem ordentlichen Studium dazu gehören. Sie sollten daher nur bewusst erwähnt werden, wenn hier besondere Fähigkeiten erworben oder Praktika gemacht wurden. Auch wenn in den Ferien grundsätzlich gearbeitet wurde, können die Tätigkeiten aufgelistet werden. Dies sollte aber nur dann geschehen, wenn es den Bewerber besser da stehen lässt und nicht, wenn negative Dinge zum Vorschein kommen.

Wenn nachgefragt wird, was in den Semesterferien gemacht wurde kommt es besser an, wenn der Bewerber nicht erzählt, dass er nur Urlaub gemacht hat. Es sollte erwähnt werden, dass Hausarbeiten und Referate geschrieben werden mussten oder dass Dinge gemacht wurden, die zur Persönlichkeitsbildung beitrugen. Der Arbeitgeber wünscht sich engagierte Arbeitnehmer und von daher ist es legitim, ein wenig zu schummeln wenn es darum geht, die Ferien etwas besser dastehen zu lassen.