Wie wichtig sind gute Noten wirklich?

Die Frage nach der Wichtigkeit von guten Noten ist eigentlich nicht allgemein zu beantworten. Schließlich hat jeder Arbeitgeber, ja sogar jeder Personalchef seine eigenen Einstellungskriterien. So ist zum Beispiel festgestellt worden, dass attraktive Menschen viel leichter und einfacher einen Job bekommen als unattraktive. Wenn ein Arbeitgeber etwa Single ist und eine Sekretärin sucht, so wird er eventuell lieber eine hübsche Bewerberin einstellen und diese auch besser bezahlen. Dazu kann man stehen wie man will – es lässt sich leider nicht ändern.

Gute Noten als wichtiges Einstellungkriterium

Aber dennoch sind die Examensnoten auch heute noch ein sehr wichtiges Einstellungskriterium. Dies gilt vor allem für Großkonzerne und andere bekannte Arbeitgeber wie zum Beispiel den öffentlichen Dienst. Man denke hier nur an den Bereich der Juristerei. Wer Richter oder Staatsanwalt werden möchte, der muss schon eine sehr gute Examensnote vorweisen können, um überhaupt eine Chance zu haben. Denn gerade staatliche Arbeitgeber sind dazu angehalten, nach dem Prinzip der Bestenauslese zu verfahren und jede Diskriminierung zu vermeiden. Wenn man aber das Prinzip der Antidiskriminierung konsequent anwenden will, so darf man als Arbeitgeber nur die fachlich qualifiziertesten Bewerber einstellen. Auch dies sollte eigentlich im Rahmen dieser Überlegungen bedacht werden. Für viele Arbeitgeber sind gute Noten zudem ein wichtiges Markenzeichen in Bezug auf den Fleiß und den Leistungswillen des Kandidaten.

Noten als Entscheidung für das Einstellungsgespräch

Vor allem Großunternehmen haben zudem damit zu kämpfen, dass sie eine Vielzahl von Bewerbungen erhalten und deshalb nicht alle Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden können. Deshalb muss hier in der Regel eine Vorselektion durchgeführt werden, bei der oft nur Bewerber mit guten Noten berücksichtigt werden. Allerdings sind gute Noten in der Regel nicht das einzige Einstellungskriterium. Auch wer zum Beispiel durch Praktika umfangreiche Auslandserfahrungen und soziale Kompetenz vorweisen kann, ist bei vielen Arbeitgebern gerne gesehen.

Auch andere Punkte sind wichtig

Deshalb sollte ein Student während seines Studiums nicht nur auf gute Noten achten. Auch andere Kompetenzen wie zum Beispiel Kontaktfähigkeit und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit im Team können eine wichtige Rolle spielen. Deshalb ist es wichtig, im Studium auch praktische Erfahrungen zu sammeln. Dabei kann man wertvolle Kontakte knüpfen, die später bei der Arbeitsplatzsuche von Nutzen sein können.

Und auch im späteren Berufsleben spielen Examensnoten durchaus noch eine gewisse Rolle, vor allem bei einem beabsichtigten Arbeitgeberwechsel. Allerdings nimmt deren Bedeutung natürlich ab, je mehr Berufserfahrung man besitzt.

Fazit: Gute Noten sind auch heute noch eine wichtige Einstiegsqualifikation, besonders im öffentlichen Dienst und bei Großunternehmen. Aber auch Praktika und Studentenjobs können wichtige Qualifikationen vermitteln und den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.