ERASMUS Programm – Dein Weg zum Auslandssemester

Wer darüber nachdenkt, später einmal im Ausland zu arbeiten, sollte bereits während des Studiums erste Auslandserfahrungen sammeln. Auch deutsche Unternehmen verlangen darüber hinaus oftmals fundierte Sprachkenntnisse und stellen gerne Bewerber ein, die zu nicht-touristischen Zwecken für einen längeren Zeitraum im Ausland verweilten. Denn erstens arbeiten viele Konzerne international und außerdem zeigt der Bewerber so seine Weltoffenheit, Vorurteilsfreiheit und kann zudem damit punkten, dass er sein Leben in einer fremden Kultur selber organisiert hat. Natürlich ist ein Auslandsaufenthalt aber gerade als Student nicht einfach zu finanzieren. Neben Auslands-BAföG hilft hier jedoch das ERASMUS Programm der Europäischen Union, durch welches die Mobilität von Studierenden gefördert werden soll.

Was ist das ERASMUS-Programm?

Am 15. Juni 1987 durch den Rat der Europäischen Union gegründet, unterstützt das Programm „ERASMUS“ seitdem zahlreiche europäische Studierende dabei, eine ausländische Hochschule für ein oder zwei Semester kennenzulernen und dort zu studieren oder in einem ausländischen Betrieb ein Praktikum zu absolvieren. Im Rahmen dessen wird ein Stipendium ausgeschüttet, welches jedoch kein Vollstipendium ist, sondern eher ein Mobilitätszuschuss.

Seit dem 1. Januar 2014 gehört das ERASMUS-Programm zu „Erasmus+“. Diese Initiative vereint alle Programme der Europäischen Union zur allgemeinen und beruflichen Bildung, Jugend und Sport. Dazu gehören beispielsweise auch Projekte in den Bereichen Schulbildung (Comenius), Jugend (JUGEND IN AKTION) oder berufliche Aus- und Weiterbildung (Leonardo da Vinci).

Wichtige Ziele des Förderprogrammes

– Förderung der Mobilität der Studierenden. Damit diese ihren Auslandsaufenthalt ohne große finanzielle Hürden absolvieren können, wird dieser mit einem Mobilitätszuschuss von 150 bis 250 Euro im Monat bezuschusst. Zudem entfallen die Studiengebühren an der jeweiligen Partneruni sowie an der heimischen Hochschule.
Uneingeschränkter Zugang zum Europäischen Hochschulraum
Kooperation zwischen verschiedenen Instituten
Anerkennung und Koordination von ausländischen und nationalen Studienabschlüssen
– Förderung des interkulturellen Dialoges
– Verbesserung von Kompetenzen und Fähigkeiten der Studierenden, um auf dem internationalen Arbeitsmarkt zu bestehen
– Förderung der europäischen Werte aus Art. 2 EUV wie Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit oder Demokratie

Tipp: Du hast trotz des Zuschusses die Möglichkeit, Auslands-BAföG zu beantragen. Solltest Du diese Förderung bereits in Deutschland erhalten, ist es normalerweise kein Problem, dass der jeweilige Betrag bzw. sogar ein höherer Betrag im Ausland weitergezahlt wird. Achte jedoch darauf, dass für Auslands-BAföG andere Behörden zuständig sind.

Wer kann an dem Programm teilnehmen?

Grafik Hallo in vielen Sprachen

Vorallem gute Englisch-Kenntnisse sind für ein Auslandssemester wichtig. Andere Sprachen reichen auf Schul-Niveau.

Teilnehmen können regulär eingeschriebene Studierende einer EU-Hochschule (mit dem Ziel Bachelor, Master, Doktorat oder vergleichbaren Abschlüssen), die die EU-Bürgerschaft besitzen, sowie Hochschulpersonal. Außerdem muss die jeweilige deutsche Hochschule im Rahmen eines bilateralen Abkommens eine Partnerschaft mit einer ausländischen Uni vereinbart haben.

Informiere dich an deiner jeweiligen Fakultät, über die Möglichkeit, am ERASMUS Programm teilzunehmen. Üblicherweise pflegen die Fakultäten aller großen Studiengänge wie Rechtswissenschaften, Medizin, BWL SoWi oder Sprachwissenschaften Partnerschaften mit ausländischen Universitäten. Bei deinem zuständigen ERASMUS-Koordinator bzw. auf dessen Homepage erfährst Du dann, welche Partnerunis für dich in Frage kommen und welche Voraussetzungen Du erfüllen musst. Hier kommt es zum Beispiel auf deinen Notendurchschnitt nach dem Grundstudium an. Des Weiteren solltest Du über gewisse fremdsprachige Fähigkeiten verfügen, allerdings ist die Hürde hier nur im Falle von Englisch-Sprachkenntnissen hoch. Möchtest Du etwa nach Spanien oder Frankreich reisen, so genügt es zumeist, wenn Du diese Sprachen in der Schule gelernt hast. Wird die Sprache deines Wahllandes üblicherweise nicht an deutschen Schulen unterrichtet, reicht es außerdem, wenn Du über gutes Englisch sprichst.

Tipp: Konzentriere dich nicht auf lediglich eine ausländische Uni, an der Du unbedingt studieren möchtest, denn so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein anderer Studierender mit besseren Noten dir zuvorkommt. Du hast vielmehr die Möglichkeit, bei deiner Bewerbung mehrere Unis anzugeben. Bereite des Weiteren schon mal einen tabellarischen Lebenslauf vor und verfasse ein kurzes Bewerbungsschreiben. Denke außerdem daran, dass Du nach deinem Auslandsaufenthalt einen Erfahrungsbericht verfassen musst.

Welche Vorteile bietet das Programm oder ist es einfach ein gute Ausrede, Urlaub zu machen?

Vielfach wird behauptet, dass das ERASMUS Programm von Studierenden nur dazu genutzt wird, bezahlten Urlaub zu machen und Partys zu feiern. Richtig ist, dass beispielsweise das ESN (Erasmus Student Network) zahlreiche Feten für ERASMUS-Studenten anbietet und Du mit vielen anderen (ausländischen) Studenten in Kontakt kommen wirst, die ihren Auslandsaufenthalt in vollen Zügen genießen möchten. Trotzdem musst Du Kurse besuchen und auch Prüfungen bestehen, um deine Förderung nicht zu verlieren. Kannst Du am Ende deines Aufenthaltes keine bestandenen Kurse vorweisen, so musst Du das Fördergeld zurückzahlen.

Tipp: Informiere dich frühzeitig, welche Leistungen Du an der Partneruni erbringen musst und welche Kurse auch wirklich anerkannt werden. Oftmals ist es in nicht-englischsprachigen Ländern nicht so einfach, die Prüfungen überhaupt oder mit guten Noten zu bestehen. Hierüber solltest Du dir jedoch keine Sorgen machen, denn zunächst musst Du später keinen bestimmten Notendurchschnitt vorweisen. Außerdem sind die Professoren der ausländischen Unis zumeist sehr wohlwollend gegenüber ERASMUS-Studenten. Vielfach wird hier daher statt eines Examens eine schriftliche Arbeit als Abschlussprüfung angeboten, die dann in aller Ruhe zuhause abgearbeitet werden kann. Dass ein ERASMUS-Aufenthalt nur ein bezahlter Urlaub ist, stimmt also nicht, denn Du musst auf jeden Fall für die Prüfungen lernen und es wird dir nichts geschenkt. Allerdings besteht kein Druck, gute Noten zu schreiben, und das Bestehen der Examina ist keine allzu hohe Hürde.

Das ERASMUS-Programm ist also kein bloßes Vergnügen. Es ist aber trotzdem eine tolle Erfahrung, denn zunächst lernst Du viele junge Menschen verschiedenster Nationalitäten kennen und kannst dich mit ihnen austauschen. Außerdem wirst Du erwachsener, denn Du musst deinen Alltag in einer völlig fremden Stadt organisieren, dir eine Wohnung suchen und dein Geld gut verwalten. Ferner lernst Du die Lehrmethoden der Partneruni sowie möglicherweise fremde Sichtweisen auf ein Problem, welches an deiner deutsche Universität ganz anders gelöst wird. Darüber hinaus ist ERASMUS vielen Arbeitgebern ein Begriff, so dass sich der Aufenthalt sicherlich gut in deinem CV machen wird. Viele Firmen verlangen zudem gute Sprachkenntnisse und Auslandserfahrungen, welche Du durch das ERASMUS-Programm dann aufweisen kannst.

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Wohngemeinschaft oder Zweck-WG

Studenten sind immer auf der Suche nach einer erschwinglichen und gleichzeitig komfortablen Unterkunft, die in den Jahren an der Uni ein gemütliches Zuhause bietet und den individuellen Ansprüchen gerecht wird. Durch die hohen Mietpreise liegt das Teilen einer Wohnung unter Studenten im Trend. Wer mit anderen Menschen zusammenziehen möchte, hat die Wahl zwischen Zweck-WG und Wohngemeinschaft. Du fragst Dich sicher, wo die Unterschiede liegen und welche Lösung für Dich am besten geeignet ist. Wir wollen Dir hier erklären, welches Wohnmodell mit welchen Vor- und Nachteilen verbunden ist und Dich dabei unterstützen, die richtige Entscheidung für einen harmonischen WG-Alltag zu treffen.

Die Unterschiede zwischen Zweck-WG und Wohngemeinschaft

Wie die meisten Studenten musst Du wahrscheinlich mit einem begrenzten Budget auskommen und daher auch beim Wohnen eine günstige Lösung finden. Das Teilen einer größeren Wohnung ist für viele Studenten eine gute Möglichkeit, bei der Miete und den anfallenden Nebenkosten zu sparen und dennoch eine größere Küche und ein geräumiges Bad zur Verfügung zu haben. Je nach Interessen und Ansprüchen wird dabei zwischen zwei Wohnformen unterschieden, wobei die Übergänge zwischen den beiden Modellen im realen Alltagsleben oft fließend sind. Dennoch gibt es einige Unterschiede, die bei beiden Formen mit deutlichen Vor- und Nachteilen verbunden sind. In einer Wohngemeinschaft leben meist zwei oder mehrere Menschen zusammen, die sich gut kennen, oft sogar eng befreundet sind und sich bewusst dazu entschieden haben, sich das Zuhause zu teilen und dadurch viel Zeit miteinander verbringen zu können. In einer Zweck-WG hingegen leben Menschen, die grundsätzlich kein Interesse an einem Gemeinschaftsleben haben. Sie ziehen es vor, lediglich aus Gründen einer deutlichen Kostenersparnis mit Gleichgesinnten zusammenzuziehen. Während in einer Wohngemeinschaft das soziale Leben im Vordergrund steht, beschränkt sich der gemeinsame Wohnalltag in einer Zweck-WG auf Absprachen über finanzielle Belange und Organisatorisches wie die Badnutzung und den Putzplan.

Die Wohngemeinschaft: Partyleben und Alltagsprobleme

Bild Alltagsprobleme bei WG Leben

Mit dem typischen Studentenleben kommen im täglichen Zusammenleben auch verschiedene Hürden auf Dich zu.

Es ist der Traum vieler junger Menschen, die nach dem Abi ihr Studium aufnehmen: mit den besten Freunden zusammenzuziehen und den Alltag gemeinsam zu gestalten. Mit dem ausgeprägten Gemeinschaftssinn und dem typischen Studentenleben kommen im täglichen Zusammenleben jedoch auch verschiedene Hürden auf Dich zu. Deine Mitbewohner essen ungeniert Deine Lebensmittel aus dem gemeinsamen Kühlschrank, die Toilette ist schon wieder nicht geputzt, das schmutzige Geschirr stapelt sich in der Küche. Solche eigentlich kleinen Probleme können eine Freundschaft mit der Zeit erheblich strapazieren und zu Konflikten führen. In einer Zweck-WG ist das Risiko für solche Auseinandersetzungen deutlich geringer. Jeder muss sich an den Putzplan halten, alle Kosten werden strikt geteilt, im Kühlschrank hat jeder sein eigenes Fach für Lebensmittel. Dies sind beste Voraussetzungen für ein stressfreies Alltagsleben, in dem sich jeder Beteiligte ungestört um sich selbst kümmern kann und die Privatsphäre in jeder Hinsicht gewahrt bleibt.

Welche Wohnform ist für mich richtig?

Du möchtest ein abwechslungsreiches Leben genießen, immer mit Deinen Freunden zusammen sein und all die Herausforderungen des Alltags gemeinsam meistern? Dann ist eine Wohngemeinschaft für Dich grundsätzlich die bessere Wahl. Gerade junge Menschen in der ersten Phase ihres Studiums fühlen sich meist etwas verloren, wenn sie von zuhause ausziehen und all die Tätigkeiten, die bis dahin die Eltern ausgeführt haben, plötzlich selbst übernehmen müssen. Abrechnungen für Miete und Nebenkosten richtig lesen, bei technischen Problemen richtig reagieren, wirtschaftlich einkaufen – all diese Dinge musst Du als junger Student erst lernen, wenn Du die gewohnte Umgebung Deines Elternhauses verlässt. In einer Wohngemeinschaft können sich gute Freunde gerade in diesem Belangen gegenseitig unterstützen und Probleme zusammen lösen. Auch eine Wohngemeinschaft mit Kommilitonen bietet unzählige Vorteile, da das Studium mehr Spaß macht und gemeinsames Lernen erleichtert wird. In der ersten Zeit Deines Studiums ist ein bunter Partyalltag und ein ausgeprägtes Sozialleben in den eigenen vier Wänden ohnehin der schönste Aspekt der neu gefundenen.

Unabhängigkeit von den Eltern

Bild Unabhängigkeit von den Eltern

Für das Studium aus dem Elternhaus ausziehen und Selbständig werden.

Wenn Du nichts von lauten Partys und langen Abenden in der Küche hältst, lieber alleine in Deinem Zimmer sitzt oder Dich mit Deinen Freunden auswärts treffen möchtest, kann eine Zweck-WG für Dich die bessere Lösung sein. Für ältere Studenten, die Ruhe zum Lernen oder Verfassen ihrer Abschlussarbeit brauchen, funktioniert eine Zweck-WG ganz wunderbar. Hast Du nach einem anstrengenden Tag an der Uni oder im Job keine Lust auf gemeinsames Kochen oder lange Plaudereien, fühlst Du Dich in einer Zweckgemeinschaft sicher wohler. Verlasse Dich jedoch nicht darauf, dass Du immer ein ungestörtes Leben führen wirst und von Deinen Mitbewohnern nichts mitbekommst. Viele Menschen, die sich rein zweckmäßig eine Wohnung teilen, lernen sich im Laufe der Zeit besser kennen und schätzen. Auch wenn Du vielleicht nicht auf sozialen Anschluss Wert legst, kann sich eine Zweck-WG allmählich zu einer Wohngemeinschaft entwickeln, in der enge Freundschaften geschlossen werden.

Wie finde ich geeignete Mitbewohner?

Bild geeignete Mitbewohner finden


Du solltest nur mit Menschen in eine Wohngemeinschaft ziehen, deren Stärken und Schwächen Du wirklich kennst.

Wenn Du eher der Typ für ein enges gemeinschaftliches Zusammensein bist und mit Freunden zusammenwohnen möchtest, solltest Du Dir diesen Schritt im Vorfeld gut überlegen. Bedenke: Freundschaften sind äußerst wertvoll und werden durch die alltäglichen Fragen wie Putzplan, Teilen von Lebensmitteln oder finanzielle Engpässe schnell und oft auf die Probe gestellt. Die zwischenmenschliche Idylle, die Kultserien wie „Friends“ vermitteln, gibt es nicht. Daher solltest Du nur mit Menschen in eine Wohngemeinschaft ziehen, deren Stärken und Schwächen Du wirklich kennst. Um herauszufinden, wie sich Deine zukünftigen Mitbewohner im alltäglichen Leben verhalten, empfehlen Experten, zunächst einmal einen längeren Urlaub miteinander zu verbringen. Idealerweise bucht Ihr einen gemeinsamen Aufenthalt in einer Ferienwohnung oder einem Haus und lebt dort einige Zeit als Selbstversorger. So kannst Du in entspannter Umgebung bereits gut erkennen, wie ernst es Deine zukünftigen Mitbewohner mit der Sauberkeit und den anfallenden Haushaltspflichten nehmen. Auch in einer Zweck-WG muss es gegenseitigen Respekt und ein gutes Gemeinschaftsklima geben. Nimm Dir deshalb für jede WG-Besichtigung viel Zeit, um das Verhältnis der Bewohner zueinander beurteilen zu können und ein Gefühl für die Atmosphäre zu entwickeln. Wie sich das Zusammenleben hinterher gestaltet und ob es tatsächlich funktioniert, ist jedoch bei beiden Wohnformen von vielen Faktoren abhängig und wird sich erst nach einigen Monaten in der gemeinsamen Wohnung herausstellen.

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Hobbys für Studenten

Zum Studentenalltag gehört nicht nur die Universität. Ab und an feiern, Menschen treffen, Hobbys nachgehen und neue Freundschaften schließen, all dies sind ebenfalls wichtige Teile des Studentenlebens, die nicht zu kurz kommen sollten. Genau wie im Berufsleben ist ein optimaler Ausgleich in der Freizeit sehr wichtig, um im Studium erfolgreich zu sein und die eigene Persönlichkeit zu entfalten. Der folgende Ratgeber erläutert dir die verschiedenen Freizeitaktivitäten, bei denen du am besten neue Leute kennen lernen und ein Hobby finden kannst, ohne dafür viel Geld ausgeben zu müssen.

Freizeitbeschäftigungen innerhalb der Hochschule oder Universität

Der Campus ist ideal, denn hier gibt es genügend Möglichkeiten, die Freizeit günstig zu gestalten, beispielsweise beim Campussport oder auf Studentenpartys. Hierbei kannst du viele deiner Mitstudierenden kennen lernen und erste Kontakte knüpfen. Als Student bekommst du dort meist besondere Vergünstigungen, wobei viele Kurse sogar kostenlos sind. Die Angebote gehen von Fußball und Fitnesskurse über Tanzen bis hin zu Karate. Das Sportangebot der Hochschule oder Uni ist meist online einzusehen oder es wird in Broschüren erläutert. Der Campussport wird sowohl von den Universitäten als auch von den Studentenvertretungen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Sportvereinen organisiert.

Sport in einem Verein

Viel günstiger als in einem Fitnessstudio ist der Sport im Allgemeinen auch in Sportvereinen, wobei das Angebot oftmals sehr umfangreich ist. Völlig kostenlos ist Sport, wo er vom Prinzip her auch am gesündesten ist, nämlich in der freien Natur. Ganz gleich, ob Joggen, Radfahren oder Skaten, es kostet nichts. Wenn es doch das Fitnessstudio sein soll, empfiehlt es sich, zum Monatsende einzutreten. Die meisten Studios stehen dann oftmals unter Druck, noch neue Mitglieder zu bekommen, da die gewünschte Neuanmeldungsquote noch nicht erreicht wurde. Dies bietet die Möglichkeit, in Bezug auf die monatliche Gebühr etwas zu verhandeln.

Uniorchester und -chor

Spielst du ein Instrument oder singst du gern? An den meisten Hochschulen gibt es ein Uniorchester oder einen Unichor, die bei festlichen Veranstaltungen der Hochschulen das musikalische Rahmenprogramm bieten. Hier kannst du dein musikalisches Talent optimal einbringen. Geprobt wird meistens einmal pro Woche und vor den Konzerten finden oftmals auch Probenwochenenden statt. Hier triffst du ebenso auf Menschen, die die gleiche Leidenschaft wie du teilen und mit denen du daher wahrscheinlich auch gut harmonisieren wirst. Wenn du musikalisch interessiert bist, kannst du dir auch einfach eine Band suchen und somit ein Hobby finden, in dem du voll aufgehst. Viele Bands hängen Gesuche für Sänger oder Musiker an das Schwarze Brett.

Gemeinsames günstiges oder kostenloses Hobby suchen

Dass sich Gleich und Gleich gern gesellt, ist kein Geheimnis. Wenn du also beispielsweise joggen gehen möchtest, kannst du dir Leute suchen, die ebenfalls dafür zu begeistern sind. Dies bietet mehrere Vorteile: Du triffst dich mit Menschen, die das gleiche Hobby haben wie du, ihr könnt eine schöne gemeinsame Zeit haben, müsst dafür kein Geld ausgeben und tut dabei gleichzeitig auch etwas für eure Gesundheit. Es gibt viele Hobbys, die zu zweit oder mit mehreren viel unterhaltsamer sind und völlig verbinden.

Das Leben genießen

Bild Publikum von hinten

Zu Beginn und am Ende des Semester finden viele Studentenpartys statt. Genieß deine Freizeit, aber vergiss auch nicht das wesentliche – dein Studium!

Letzten Endes ist es egal, wie die Freizeit verbracht wird, Hauptsache, es wird überhaupt etwas unternommen. Vielleicht hast du nie wieder so viele Freiheiten und Möglichkeiten, deine Tage zu gestalten und dein Leben zu genießen, wie während des Studiums und genau dies solltest du auch nutzen. Wenn du möchtest, wirst du ganz sicher Freizeitaktivitäten oder ein Hobby finden, das dir Spaß macht. Wenn du die Sonne am Badesee genießen oder mit Freunden eine Party feiern möchtest, dann tu es einfach. Dazu gehört bereits ein „Lass uns auf ein Getränk treffen“ und ein paar schöne Stunden zu verbringen, in denen gemeinsam gelacht und über Gott und die Welt geredet wird. Wichtig ist lediglich, dass du in den richtigen Momenten, wenn es darauf ankommt, deine Selbstdisziplin nicht vergisst und deine Ziele verfolgst, wegen denen du studierst. Für Prüfungen ist es nun mal notwendig, zu lernen, aber nach einer anstrengenden Prüfungsphase hast du sicher wieder genügend Zeit, um das Leben zu genießen. Wer viel lernt, hat sich immerhin auch Pausen verdient.

Dies waren die Tipps, wie du deine Freizeit während des Studiums nutzen und abwechslungsreich gestalten kannst, ohne dabei viel Geld ausgeben zu müssen. Du kannst sie auch interessant gestalten und musst dafür keinen Cent bezahlen. Viele Aktivitäten und Hobbys bieten die Möglichkeit, neue Leute kennen zu lernen und dabei viel Spaß zu haben. Beim Kennen lernen von Mitstudierenden oder anderen fremden Menschen solltest du keine Scheu haben, sondern einfach auf sie zugehen. Bedenke immer, dass die anderen Studenten genauso unsicher sind und sich auch darüber freuen, wenn sie angesprochen werden. Ist der Anfang erst einmal getan, erledigt sich der Rest meist von selbst.

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Als Auslandsstudent in Deutschland

Aufgrund des breitgefächerten Angebots an Studiengängen ist Deutschland mit mit fast 350, zum Großteil auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblickenden Universitäten ein beliebter Anziehungspunkt für Studenten aus dem Ausland. Die deutschen Hochschulen stehen Menschen aus allen Ländern offen. Etwa 250.000 Studenten, die in Deutschland an Hochschulen eingeschrieben sind, stammen aus dem Ausland, ein überwiegender Großteil hat sich das Studium selbst organisiert. Bis Du zu den Glücklichen gehörst, die als ausländische Studenten in einem deutschen Hörsaal Platz nehmen, musst Du einige Hürden überwinden. Im Folgenden erfährst Du, wie Du Dich als Auslandsstudent für ein Studium an einer deutschen Hochschule qualifizierst und Dich schnell in den Unialltag einlebst.

Studieren in Deutschland – Zugangsberechtigung als Grundvoraussetzung

Studieren in Deutschland ist grundsätzlich mit jedem im Ausland erworbenen Schulabschluss möglich, der mit einer Hochschulreife verbunden ist. Dazu zählen beispielsweise die Matura, High School Diploma, A-Levels oder das Bachillerato. Wenn Du Dich dafür entschieden hast, als internationaler Student nach Deutschland zu kommen, solltest Du Dich im Vorfeld erkundigen, ob Dich Deine Schulausbildung dazu berechtigt, Dich an der Hochschule Deiner Wahl einzuschreiben. Sollte Deine Hochschulreife nicht ausreichen, um an einer deutschen Universität aufgenommen zu werden, hast Du als Auslandsstudent die Möglichkeit, ein Studienkolleg zu besuchen. Solche Kurse werden direkt an der Hochschule abgehalten und für Auslandsstudenten mit verschiedenen Schwerpunkten wie etwa Technik, Wirtschaft oder Medizin angeboten. Damit Studieren in Deutschland auch mit einem unzureichenden Schulabschluss möglich ist, erwerben angehende Studenten aus dem Ausland im Rahmen eines solchen akademischen Schwerpunktkurses alle für eine Zugangsberechtigung erforderlichen kulturellen und fachlichen Grundkenntnisse.

Sprachliche Voraussetzungen

Bild Sprechen Sie Deutsch

Neben einem anerkannten Schulabschluss sind häufig zum Studieren in Deutschland auch deutsche Sprachkenntnisse vorzuweisen.

Neben einem anerkannten Schulabschluss sind zum Studieren in Deutschland auch ausreichende Sprachkenntnisse vorzuweisen. Mit Ausnahme internationaler Master- und Aufbau-Studiengänge, die auch in Englisch angeboten werden, ist die Unterrichtssprache an den deutschen Hochschulen immer Deutsch. Wenn Du an einem Austauschprogramm teilnimmst und nur ein oder zwei Semester an einer deutsche Universität studieren möchtest, sind eventuell keine Sprachkenntnisse vonnöten. Es ist jedoch empfehlenswert, Dich im Vorfeld bei der Hochschule Deiner Wahl zu erkundigen, welche sprachlichen Voraussetzungen Du mitbringen musst. Die benötigten Sprachkenntnisse können in Deutschland auf drei Arten nachgewiesen werden. Die meisten Auslandsstudenten nehmen circa drei Wochen vor Beginn des Semesters an der DSH (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber) teil, die direkt an der von Dir ausgewählten Hochschule abgenommen wird. Alternativ kannst Du einen Sprachkurs am Goetheinstitut und anschließend die sogenannte Zentrale Oberstufenprüfung oder einen standardisierten Test am TestDaF Institut belegen.

Ansprechpartner Akademisches Auslandsamt

Um herauszufinden, ob Dir Dein im Heimatland erworbener Schulabschluss Studieren in Deutschland erlaubt und welche Sprachkenntnisse für den Studiengang Deiner Wahl notwendig sind, nimmst Du am besten so früh wie möglich Kontakt zum Akademischen Auslandsamt der jeweiligen Universität auf. Über eine solche, oft auch International Office genannte Anlaufstelle, verfügt jede deutsche Hochschule. Dort werden internationale Studenten umfassend betreut und können in unterschiedlichen Fragen eine fachkundige Beratung in Anspruch nehmen. Neben Sprachkenntnissen und Hochschulzugangsberechtigung erfährst Du dort auch Details über die Zulassung und Bewerbung für Deinen Studiengang, die Finanzierung des Studiums sowie sämtliche Termine und Anmeldefristen. Die meisten Akademischen Auslandsämter bieten zudem verschiedene Orientierungsveranstaltungen an, die es Dir erleichtern, Dich auf das Studieren in Deutschland besser vorzubereiten. Wenn möglich, solltest Du dort auch an einem Patenprogramm teilnehmen. In solchen Programmen bieten einheimische Studenten ihre Hilfe an und stehen Kollegen aus dem Ausland bei Behördengängen, Alltagsproblemen und Fragen zum Studium mit Rat und Tat zur Seite.

Aufenthalt in Deutschland

Bild Aufenthaltsberechtigung in Deutschland

Einige internationale Studenten benötigen ein Visum, um in Deutschland studieren zu dürfen.

Wenn Du alle Fragen zum Studium an der Hochschule Deiner Wahl geklärt hast, musst Du Dich unbedingt über die Aufenthaltsberechtigung in Deutschland erkundigen. Dafür sind nicht die Akademischen Auslandsämter der Universitäten, sondern die deutschen Botschaften in Deinem Heimatland zuständig. Stammst Du aus einem EU-Mitgliedsstaat oder aus der Schweiz, benötigst Du kein Visum. Dies gilt auch für Bürger der Vereinigten Staaten, Kanadas, Australiens und Neuseelands. Andere internationale Studenten benötigen ein Visum, um in Deutschland studieren zu dürfen. In der Regel wird auf Antrag zuerst ein Studienbewerbervisum ausgestellt, das zunächst zum Aufenthalt von höchstens drei Monaten berechtigt. In dieser Zeit kannst Du vor Ort Dein Studium, Deine Unterkunft und Deinen Sprachkurs organisieren. Wer nach diesen drei Monaten eine Zulassung vorweist, kann schließlich das Visum zu Studienzwecken beantragen, das ein Jahr lang gültig ist und bei Bedarf verlängert werden kann.

Das alltägliche Leben meistern

Je nachdem, ob Du Dein Studium selbst organisiert hast oder an einem Austauschprogramm teilnimmst, kann auch die Suche nach einer geeigneten Unterkunft mit einigen Herausforderungen verbunden sein. Während Austauschstudenten in der Regel automatisch ein Zimmer in einem Wohnheim angeboten wird, müssen Auslandsstudenten sich selbst darum kümmern oder am freien Markt nach einer Wohnung oder WG suchen. Damit solltest Du früh genug anfangen, denn zu Semesterbeginn sind Wohnungen und Zimmer in Wohngemeinschaften und Studentenwohnheimen meist rar.
Wenn Du auch Deine Unterkunft organisiert hast und Dein Studium in Deutschland schließlich aufnimmst, musst Du Dich an der Universität in der ersten Phase zurechtfinden und einleben. Dazu gehört auch, so schnell wie möglich sozialen Anschluss zu finden. Mit etwas Glück begegnest Du bereits im Wohnheim Menschen, die Dir sympathisch sind, oder findest ein Zimmer in einer geselligen WG. Die effektivste Weise, Kommilitonen kennenzulernen, ist die Mitgliedschaft in einem universitätsnahen Verein und die Teilnahme an einem Patenprogramm. Es ist empfehlenswert, bereits vor Semesterbeginn die Website Deiner Hochschule zu besuchen, Facebook-Profile zu durchstöbern und alle Flyer, die an der Universität verteilt werden, durchzulesen. Sportvereine, Theatergruppen, Wahlfächer und Einführungswochen bieten viele Gelegenheiten, Gleichgesinnte kennenzulernen und bereits vor den ersten Vorlesungen Freundschaften zu schließen. Eine gute Möglichkeit, mit Kommilitonen in Kontakt zu treten, ist auch der regelmäßige Besuch der Bibliothek. Wer dort nicht still und einsam in einer entlegenen Ecke sitzt und lernt, sondern offen und freundlich auf Leute zugeht, findet in der Regel schnell Anschluss. Jeder Student, ob aus dem In- oder Ausland, fühlt sich zu Beginn des ersten Semesters etwas verloren und freut sich über eine Kontaktaufnahme durch Kollegen. Du wirst sehen, mit freundschaftlichen Beziehungen zu Kommilitonen macht Studieren in Deutschland so richtig Spaß und wird Dir viele unvergessliche Erinnerungen bescheren.

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Jura studieren – Wissenswertes und Tipps

Um an Universitäten Jura studieren zu können, benötigst du die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Du solltest Freude an der Arbeit mit Menschen und einen Sinn für politische und wirtschaftliche Zusammenhänge in der Gesellschaft haben. Logisches und abstraktes Denkvermögen wird beim Studium ebenso erwartet wie die Fähigkeit, sich mündlich und schriftlich gut ausdrücken zu können. Auch Fremdsprachenkenntnisse sind in zunehmendem Maße erwünscht. Jura ist eine der Studienrichtungen mit dem höchsten Fleißaufwand, da es nicht nur um das Auswendiglernen von Paragraphen geht, sondern diese auch in praktischer Anwendung ausgelegt werden müssen. Daher hat sich die Anzahl der Studenten meist nach der ersten Zwischenprüfung um ein Drittel verringert, weil die erforderlichen Leistungen nicht erbracht wurden oder sich zeigt, dass nicht jeder in der Lage ist, Gesetzestexte auf praktische Fälle zu übertragen.

Der Studienablauf

Das Jura Studium dauert 9 Semester und es sind das Grund- und Hauptstudium, sowie die Examensvorbereitung zu absolvieren

Das Jura Studium dauert 9 Semester und es sind das Grund- und Hauptstudium, sowie die Examensvorbereitung zu absolvieren

Das Studium beginnt jeweils mit dem Sommer- oder Wintersemester und umfasst 9 Semester. Jura studieren bedeutet, das Grundstudium, das Hauptstudium und die Examensvorbereitung zu absolvieren. Das Grundstudium führt dich in die Welt der Rechtswissenschaften ein und umfasst maximal 4 Semester. Vorlesungen wechseln mit Übungsstunden, in denen dir die vermittelte Theorie praktisch zugänglich gemacht wird. Das Rechtssystem wird aufgeteilt in Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht, die sich in viele Einzelbereiche untergliedern. Durch Hausarbeiten und Klausuren erwirbst du die sogenannten kleinen Scheine.

Nach dem Grundstudium entscheidet eine Zwischenprüfung über deinen Verbleib an der Universität. An einigen Unis werden die kleinen Scheine als Prüfung anerkannt. Das anschließende Hauptstudium vertieft das Grundstudium und beinhaltet während des 5. und 6. Semsters ein sogenanntes Schwerpunktbereichstudium. Dabei sind beispielsweise das Deutsche und Europäische Wirtschaftsrecht, Internationales Recht oder Kriminalwissenschaften wählbar. Klausuren und Hausarbeiten bringen dir dabei die großen Scheine. Das Hauptstudium endet mit dem Schreiben einer Hausarbeit, die du in deiner vorlesungsfreien Zeit ausarbeitest. Anschließend beginnt die Phase der Examensvorbereitung, zu denen du Repetitorien besuchen kannst. Hier wird prüfungsrelevantes Wissen in konzentrierter Form behandelt, um dich auf das 1. Staatsexamen vorzubereiten.

Jura studieren: Das Referendariat

Das Referendariat wird in einem Oberlandesgericht durchgeführt.

Das Referendariat wird in einem Oberlandesgericht durchgeführt.

Hast du das erste Staatsexamen bestanden, folgt das zweijährige Referendariat, das in einem bundesdeutschen Oberlandesgerichtsbezirk absolviert wird. Wie sich dieses gestaltet, ist in den einzelnen Bundesländern verschieden. Da du dich an jedem Oberlandesgericht bewerben kannst, sind im Vorfeld Informationen wichtig, um einen für dich passenden Platz zu bekommen. Die Vergabe erfolgt nach unterschiedlichen Kriterien. Dabei werden der Wohnsitz, Familie, Alter, soziale Gründe und auch Qualifikationen berücksichtigt. Einige Oberlandesgerichte bieten jährlich bis zu vier Einstiegstermine in das Referendariat, andere nehmen nur zweimal jährlich Bewerber an. Die Bewerbungsfristen sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt, in der Regel sollten die Unterlagen mindestens zwei Monate vor Referendariatsbeginn eingereicht sein.

Nach dem Studium

Mit Abschluss des zweiten Staatsexamens kannst du in der Berufswelt tätig werden. Auch hier gilt – je besser der Prüfungsdurchschnitt, desto höher die mögliche Position. Die klassischen Berufe als Rechtsanwalt, Staatsanwalt oder eine Anstellung im höheren Verwaltungsdienst sind aber nicht die einzigen Möglichkeiten. Als Absolvent kannst du Anstellungen im Wissenschaftsbetrieb, Bildungswesen, als Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Mediator, Unternehmensberater oder im diplomatischen Dienst erhalten. Es gibt auch die Möglichkeit, Rechtswissenschaften mit einem Masterabschluss zu studieren, allerdings braucht es hier weitere Aufbaustudiengänge. In der Wirtschaft werden häufig Volljuristen mit Uniabschluss bevorzugt, da ein fachrelevanter Gleichstand mit einem Masterabschluss nicht zu erreichen ist.

Praktika im Studium

Das Praktikum kann beispielsweise bei einem Notar absolviert werden.

Das Praktikum kann beispielsweise bei einem Notar absolviert werden.

Während des Jurastudiums muss du Praktika mit einem Gesamtzeitraum von mindestens drei Monaten absolvieren, die in den vorlesungsfreien Zeiten erfolgen. Dabei bekommst du einen praktischen Einblick, ob du dich in diesem Berufsfeld wirklich zu Hause fühlen kannst. Es sind unterschiedliche Bereiche zu durchlaufen, beispielsweise an Gerichten, Verwaltungsbehörden, bei Anwälten oder Notaren. Wann diese Praktika stattfinden, ist individuell geregelt. Einige Universitäten empfehlen den Grundstudienzeitraum, andere bestehen auf einem späteren Zeitpunkt, damit genügend Basiswissen vorhanden ist, um von der praktischen Arbeit profitieren zu können. Gibt es keine Festlegungen, kannst du selbst über den Zeitraum entscheiden. Allerdings müssen die Pflichtpraktika bis zur Anmeldung der ersten Staatsprüfung absolviert sein, da sie Voraussetzung für die Prüfung sind. Neben den praktischen Pflichtzeiten solltest du weitere Praktika auf freiwilliger Basis in Betracht ziehen. Nicht nur für deine Unterlagen – je mehr Praxis du erlebst, desto klarer kannst du einschätzen, ob Jura studieren dir wirklich liegt. Du wirst viele Jahre dieser Tätigkeit nachgehen, daher sollte dir das Themenfeld gefallen und Spaß machen.

Beliebte Unis und der NC

Auch an kleinen Universitäten wie Passau kann man Jura studieren.

Auch an kleinen Universitäten wie Passau kann man Jura studieren.

Der Numerus Clausus steht für eine beschränkte Aufnahmekapazität. Gerade an beliebten Universitäten wollen jedes Jahr mehr Bewerber Jura studieren, als Studienplätze vorhanden sind. Daher kommt es zum Auswahlverfahren. Salopp ausgedrückt bezeichnet man den NC-Wert als den minimalen Abiturdurchschnitt, den es zur Zulassung braucht. Dieser Wert resultiert aus der Anzahl der verfügbaren Studienplätze, denen die leistungsstärksten Bewerber zugeteilt werden. Der NC gibt dann ungefähr an, mit welchem Zensurendurchschnitt der letzte freie Platz vergeben wurde. Es muss dabei aber auch berücksichtigt werden, dass prozentual auch Bewerber mit Wartesemestern aufgenommen werden. Diese Gruppe kann bei einem ganz anderen Leistungsdurchschnitt liegen, was in den NC mit einfließt. Es gibt auch viele Unis, die keine Aufnahmebeschränkung haben, was dazu führt, dass Hörsäle aus den Nähten platzen können.
Es müssen auch nicht immer Großstädte wie München, Münster, Bonn oder Köln sein, die zwar die meisten Bewerber haben und im Universitätsranking vordere Plätze einnehmen. Auch kleinere Unis wie beispielsweise in Passau haben ihre Qualitäten. Passau bietet mit geringeren Studentenzahlen nicht nur ein familiäreres Klima, sondern beispielsweise ein Auslandsstudienjahr in Frankreich, dass mit einem Erasmus-Stipendium finanziert werden kann. So erweiterst du nicht nur deine Sprachkenntnisse und lernst multikulturelles Leben kennen, sondern erhältst außerdem Einblick in das französische Rechtssystem.

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