Wohngemeinschaft oder Zweck-WG

Studenten sind immer auf der Suche nach einer erschwinglichen und gleichzeitig komfortablen Unterkunft, die in den Jahren an der Uni ein gemütliches Zuhause bietet und den individuellen Ansprüchen gerecht wird. Durch die hohen Mietpreise liegt das Teilen einer Wohnung unter Studenten im Trend. Wer mit anderen Menschen zusammenziehen möchte, hat die Wahl zwischen Zweck-WG und Wohngemeinschaft. Du fragst Dich sicher, wo die Unterschiede liegen und welche Lösung für Dich am besten geeignet ist. Wir wollen Dir hier erklären, welches Wohnmodell mit welchen Vor- und Nachteilen verbunden ist und Dich dabei unterstützen, die richtige Entscheidung für einen harmonischen WG-Alltag zu treffen.

Die Unterschiede zwischen Zweck-WG und Wohngemeinschaft

Wie die meisten Studenten musst Du wahrscheinlich mit einem begrenzten Budget auskommen und daher auch beim Wohnen eine günstige Lösung finden. Das Teilen einer größeren Wohnung ist für viele Studenten eine gute Möglichkeit, bei der Miete und den anfallenden Nebenkosten zu sparen und dennoch eine größere Küche und ein geräumiges Bad zur Verfügung zu haben. Je nach Interessen und Ansprüchen wird dabei zwischen zwei Wohnformen unterschieden, wobei die Übergänge zwischen den beiden Modellen im realen Alltagsleben oft fließend sind. Dennoch gibt es einige Unterschiede, die bei beiden Formen mit deutlichen Vor- und Nachteilen verbunden sind. In einer Wohngemeinschaft leben meist zwei oder mehrere Menschen zusammen, die sich gut kennen, oft sogar eng befreundet sind und sich bewusst dazu entschieden haben, sich das Zuhause zu teilen und dadurch viel Zeit miteinander verbringen zu können. In einer Zweck-WG hingegen leben Menschen, die grundsätzlich kein Interesse an einem Gemeinschaftsleben haben. Sie ziehen es vor, lediglich aus Gründen einer deutlichen Kostenersparnis mit Gleichgesinnten zusammenzuziehen. Während in einer Wohngemeinschaft das soziale Leben im Vordergrund steht, beschränkt sich der gemeinsame Wohnalltag in einer Zweck-WG auf Absprachen über finanzielle Belange und Organisatorisches wie die Badnutzung und den Putzplan.

Die Wohngemeinschaft: Partyleben und Alltagsprobleme

Bild Alltagsprobleme bei WG Leben

Mit dem typischen Studentenleben kommen im täglichen Zusammenleben auch verschiedene Hürden auf Dich zu.

Es ist der Traum vieler junger Menschen, die nach dem Abi ihr Studium aufnehmen: mit den besten Freunden zusammenzuziehen und den Alltag gemeinsam zu gestalten. Mit dem ausgeprägten Gemeinschaftssinn und dem typischen Studentenleben kommen im täglichen Zusammenleben jedoch auch verschiedene Hürden auf Dich zu. Deine Mitbewohner essen ungeniert Deine Lebensmittel aus dem gemeinsamen Kühlschrank, die Toilette ist schon wieder nicht geputzt, das schmutzige Geschirr stapelt sich in der Küche. Solche eigentlich kleinen Probleme können eine Freundschaft mit der Zeit erheblich strapazieren und zu Konflikten führen. In einer Zweck-WG ist das Risiko für solche Auseinandersetzungen deutlich geringer. Jeder muss sich an den Putzplan halten, alle Kosten werden strikt geteilt, im Kühlschrank hat jeder sein eigenes Fach für Lebensmittel. Dies sind beste Voraussetzungen für ein stressfreies Alltagsleben, in dem sich jeder Beteiligte ungestört um sich selbst kümmern kann und die Privatsphäre in jeder Hinsicht gewahrt bleibt.

Welche Wohnform ist für mich richtig?

Du möchtest ein abwechslungsreiches Leben genießen, immer mit Deinen Freunden zusammen sein und all die Herausforderungen des Alltags gemeinsam meistern? Dann ist eine Wohngemeinschaft für Dich grundsätzlich die bessere Wahl. Gerade junge Menschen in der ersten Phase ihres Studiums fühlen sich meist etwas verloren, wenn sie von zuhause ausziehen und all die Tätigkeiten, die bis dahin die Eltern ausgeführt haben, plötzlich selbst übernehmen müssen. Abrechnungen für Miete und Nebenkosten richtig lesen, bei technischen Problemen richtig reagieren, wirtschaftlich einkaufen – all diese Dinge musst Du als junger Student erst lernen, wenn Du die gewohnte Umgebung Deines Elternhauses verlässt. In einer Wohngemeinschaft können sich gute Freunde gerade in diesem Belangen gegenseitig unterstützen und Probleme zusammen lösen. Auch eine Wohngemeinschaft mit Kommilitonen bietet unzählige Vorteile, da das Studium mehr Spaß macht und gemeinsames Lernen erleichtert wird. In der ersten Zeit Deines Studiums ist ein bunter Partyalltag und ein ausgeprägtes Sozialleben in den eigenen vier Wänden ohnehin der schönste Aspekt der neu gefundenen.

Unabhängigkeit von den Eltern

Bild Unabhängigkeit von den Eltern

Für das Studium aus dem Elternhaus ausziehen und Selbständig werden.

Wenn Du nichts von lauten Partys und langen Abenden in der Küche hältst, lieber alleine in Deinem Zimmer sitzt oder Dich mit Deinen Freunden auswärts treffen möchtest, kann eine Zweck-WG für Dich die bessere Lösung sein. Für ältere Studenten, die Ruhe zum Lernen oder Verfassen ihrer Abschlussarbeit brauchen, funktioniert eine Zweck-WG ganz wunderbar. Hast Du nach einem anstrengenden Tag an der Uni oder im Job keine Lust auf gemeinsames Kochen oder lange Plaudereien, fühlst Du Dich in einer Zweckgemeinschaft sicher wohler. Verlasse Dich jedoch nicht darauf, dass Du immer ein ungestörtes Leben führen wirst und von Deinen Mitbewohnern nichts mitbekommst. Viele Menschen, die sich rein zweckmäßig eine Wohnung teilen, lernen sich im Laufe der Zeit besser kennen und schätzen. Auch wenn Du vielleicht nicht auf sozialen Anschluss Wert legst, kann sich eine Zweck-WG allmählich zu einer Wohngemeinschaft entwickeln, in der enge Freundschaften geschlossen werden.

Wie finde ich geeignete Mitbewohner?

Bild geeignete Mitbewohner finden


Du solltest nur mit Menschen in eine Wohngemeinschaft ziehen, deren Stärken und Schwächen Du wirklich kennst.

Wenn Du eher der Typ für ein enges gemeinschaftliches Zusammensein bist und mit Freunden zusammenwohnen möchtest, solltest Du Dir diesen Schritt im Vorfeld gut überlegen. Bedenke: Freundschaften sind äußerst wertvoll und werden durch die alltäglichen Fragen wie Putzplan, Teilen von Lebensmitteln oder finanzielle Engpässe schnell und oft auf die Probe gestellt. Die zwischenmenschliche Idylle, die Kultserien wie „Friends“ vermitteln, gibt es nicht. Daher solltest Du nur mit Menschen in eine Wohngemeinschaft ziehen, deren Stärken und Schwächen Du wirklich kennst. Um herauszufinden, wie sich Deine zukünftigen Mitbewohner im alltäglichen Leben verhalten, empfehlen Experten, zunächst einmal einen längeren Urlaub miteinander zu verbringen. Idealerweise bucht Ihr einen gemeinsamen Aufenthalt in einer Ferienwohnung oder einem Haus und lebt dort einige Zeit als Selbstversorger. So kannst Du in entspannter Umgebung bereits gut erkennen, wie ernst es Deine zukünftigen Mitbewohner mit der Sauberkeit und den anfallenden Haushaltspflichten nehmen. Auch in einer Zweck-WG muss es gegenseitigen Respekt und ein gutes Gemeinschaftsklima geben. Nimm Dir deshalb für jede WG-Besichtigung viel Zeit, um das Verhältnis der Bewohner zueinander beurteilen zu können und ein Gefühl für die Atmosphäre zu entwickeln. Wie sich das Zusammenleben hinterher gestaltet und ob es tatsächlich funktioniert, ist jedoch bei beiden Wohnformen von vielen Faktoren abhängig und wird sich erst nach einigen Monaten in der gemeinsamen Wohnung herausstellen.

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Wohnungsbesichtigung – So bekommst du deine Traumwohnung

Du hast Deinen gewünschten Studienplatz bekommen und jetzt suchst Du eine schöne Wohnung. Es gibt rund um Universitätsstandorte natürlich jede Menge Mitbewerber. Nicht selten artet eine Wohnungsbesichtigung in eine Massenveranstaltung aus. Bei so großer Konkurrenz solltest Du Dir gründlich Gedanken gemacht haben, wie Du Deine Mitbewerber übertrumpfen kannst. Neben typischen Fallstricken können Dir auch einige durchdachte Vorbereitungen den entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen. Wenn Du diese Menschenaufläufe umgehen willst, kannst Du auch mit individuellen Tipps und Tricks für aussichtsreiche Einzeltermine sorgen. In jedem Fall solltest Du immer darauf vorbereitet sein, Dich sofort zu entscheiden. Das „drüber schlafen“ kann oft zu einer Absage der sicher geglaubten Traumwohnung führen.

 

Vorkehrungen vor der Wohnungsbesichtigung

Sei pünktlich und zeige durch Höflichkeit deine soziale Kompetenz

Sei pünktlich und zeige durch Höflichkeit deine soziale Kompetenz

Wenn Du wegen eines Termins telefonierst, solltest Du durch dezentes und möglichst beiläufiges Fragen herausfinden, wie der Vermieter die Wohnungsbesichtigung organisiert. Die drei üblichen Vorgehensweisen sind der zeitliche offene Einzeltermin, ein Einzeltermin mit Zeitbeschränkung und eine Gruppenbesichtigung. Bei einem offenen Einzeltermin wird der Vermieter Dir große und uneingeschränkte Aufmerksamkeit entgegenbringen. Aufeinanderfolgende Besuchszeiten beinhalten das Risiko, das der Vermieter die Einzelpersonen später nicht mehr auseinanderhalten kann. Eine Wohnungsbesichtigung mit vielen anderen Interessenten gleichzeitig gleicht leider oft einem Lotteriespiel. Hier ist Dein Fingerspitzengefühl zwischen Höflichkeit und Auffallen gefragt. Drängel Dich nicht vor, aber verhalte Dich auch nicht wie ein Mauerblümchen. In jedem Fall musst Du zu jedem Anwesenden höflich sein. Auch wenn sich potenzielle Mitbewerber unmöglich aufführen, zeigt Dein souveränes Auftreten dem Vermieter oder Makler Deine soziale Kompetenz. Um auf jeden Fall pünktlich zu sein, prüfe die Anfahrtsweise und mögliche Verzögerungsgründe wie Staus oder Verspätungen öffentlicher Verkehrsmittel. Feier die Nacht vor dem Termin nicht durch, um frisch und ausgeruht zu sein.

 

Was Du anziehst und wann Elternbegleitung helfen kann

Eine saubere Jeans und ein legeres Jackett sind bestens für die Wohnungsbesichtigung geeignet

Eine saubere Jeans und ein legeres Jackett sind bestens für die Wohnungsbesichtigung geeignet

Jede Art von Extremen solltest Du bei einer Wohnungsbesichtigung vermeiden. Komme nicht im Schlabberlook und „brezel“ Dich nicht auf wie für einen Opernbesuch. Wähle gedeckte Kleidung, die bei Frauen nicht zu viel Haut zeigen sollte. Eine geschlossene Bluse oder ein Hemd mit einem knielangen oder längeren Rock, ein Kleid, eine saubere Jeans ohne Löcher und eventuell ein legeres Jackett sind ideale Kleidungsstücke. Fleckenfreie Sauberkeit ist selbstverständlich. Wenn Du Schmuck trägst, vermeide sehr auffälligen Mode- oder Protzschmuck. Ohrringe sollten nur Frauen tragen und der Haarschnitt muss nicht frisch sein, aber einen ordentlichen Eindruck machen. Tattoos und Piercings musst Du verdecken oder ablegen, da sie bei vielen Vermietern auf große Skepsis stoßen. Parfüm und Rasierwasser trägst Du nur leicht oder gar nicht auf. Bei Gruppenbesichtigungen solltest Du kein Elternteil mitnehmen, da das die für den Vermieter unüberschaubare Anzahl an Personen nur erhöht. Bei Einzelterminen kann ein Elternteil Deine Seriosität stützen, beide Eltern würden Deine Partei in zu große Überzahl bringen.

 

Du lügst nicht, wenn Du nicht alles sagst

Gebe nicht zu viel Privates von dir preis und gebe „ungefähre“ Antworten

Gebe nicht zu viel Privates von dir preis und gebe „ungefähre“ Antworten

Manche Vermieter nutzen ihre Machtposition leider aus und fragen Dich aus. Dabei machen sie auch vor sehr persönlichen Fragen keinen Halt. Generell geht sie Dein Lebenswandel nichts an, nur wenn Du das sagst, wirst Du die Zusage kaum bekommen. Wenn Du nach Ess- und Trinkgewohnheiten gefragt wirst, antworte immer in Ungefähre und sich normal anhörende. Sag nicht, dass Du Vegetarier oder Veganer bist, sondern dass Du gerne gut isst. Zum Alkoholgenuss solltest Du etwas Glaubhaftes antworten, wie beispielsweise, dass Du gelegentlich am Wochenende schon mal was trinkst. Vollkommene Abstinenz nimmt Dir keiner ab. Rieche nicht nach der eben noch gerauchten Zigarette, wenn Du behauptest, Nichtraucher zu sein. Dass Du keine Drogen nimmst, versteht sich von selbst. Zu Fragen bei der Wohnungsbesichtigung, ob Du viele Freunde hast, hier viele Leute kennst und gerne oft feierst, solltest Du von einigen wenigen aber guten Freunden sprechen. Dein Beziehungsstatus und Deine Krankheiten oder Allergien gehen den Vermieter nichts an und Deine Antwort darauf ist keine Wohnung wert.

 

Welche Dokumente und Papiere Dir helfen

Einen Wettbewerbsvorteil verschaffst du dir mit einer potenziellen Bürgschaftszusage deiner Bank

Einen Wettbewerbsvorteil verschaffst du dir mit einer potenziellen Bürgschaftszusage deiner Bank

Als Basis solltest Du natürlich ein Identifikationsdokument wie Deinen Personalausweis oder Reisepass dabei haben. Ein eventuell vorhandener Führerschein signalisiert dem Vermieter, dass Du Dein „Erwachsen sein“ verinnerlicht hast. Deine Immatrikulationsbescheinigung, sofern Du sie schon ausgehändigt bekommen hast, belegt Deinen Status. Behelfsweise geht auch der Ausdruck der Studienzusage oder der schriftliche Bestätigungsbrief. Solltest Du schon vorher zur Miete gewohnt haben, kann eine günstige Bescheinigung des Vorvermieters einen guten Eindruck machen. Pünktliche Mietzahlungen und Dein gutes Wohnverhalten sollten darin erwähnt sein. Wenn Du vor der Wohnungsbesichtigung nicht sowieso schon einen Selbstauskunftsbogen erhalten hast, den Du dann natürlich ausgefüllt mitbringen musst, kann das unaufgeforderte Aushändigen eines selbst besorgten Bogens einen guten Wettbewerbsvorteil gegenüber Deiner Mitbewerber bewirken. Blankoformulare findest Du im Internet. Eine selber gezogene Auskunft der Schufa unterstützt Deine wirtschaftliche Seriosität. Vielleicht kannst Du von Deiner Bank eine potenzielle Bürgschaftszusage beziehungsweise Absichtserklärung dazu erhalten. Alle Papiere solltest Du in einer schmalen Mappe oder einem verstärkten Aktendeckel mit Dir führen. Das einfache unsortierte „Eintüten“ in eine Klarsichthülle oder loses „Herauskramen“ aus einer Tasche könnte der Vermieter als Hang zur Unordnung werten. Alle Unterlagen sollten nicht zerknittert oder zerknüllt sein.

 

Fragen und Feststellungen zur Wohnung

Überprüfe innerhalb der Wohnung Steckdosen, den Telefonanschluss und den Wasserdruck- und fluss

Überprüfe innerhalb der Wohnung Steckdosen, den Telefonanschluss und den Wasserdruck- und fluss

Du unterstreichst Dein Interesse an der Wohnung mit gezielten Fragen und Feststellungen. Such Dir zwei oder drei Aspekte heraus, die Dir besonders gefallen, und erwähne sie. Dazu können Aussagen wie „eine Badewanne habe ich mit so gewünscht“, „ein toller Blick“ oder „dies und jenes ist ja praktisch“ gehören. Frage nach der Regelung bezüglich der Gemeinschaftsräumlichkeiten wie Treppenhaus, Waschkeller und Eingang. Gibt es einen Putz- und Winterdienst, oder wird das von den Mietern gemacht. Zeige Dich ehrlich interessiert und artikuliere nie, wie sehr Du putzen hasst. Lasse Dir Telefonanschluss und Steckdosen zeigen und prüfe im Bad und in der Küche den Wasserdruck und -fluss. Wirke beim Nachfragen nicht zu pedantisch.

 

Besondere Tipps & Tricks

Zum Abschluss noch ein paar Tipps, wie Du eventuell an eine Wohnungsbesichtigung kommst, von der kein anderer weiß. Wenn Du Dich ein bisschen auskennst, recherchiere in Maklerangeboten mit Bild und versuche, die Wohnung zu lokalisieren. Gehe dorthin und frage bei Nachbarn, dem Hausmeister oder der Hausverwaltung nach einer direkten Kontaktmöglichkeit. Wenn Du genug Zeit hast, klapper die Straßenzüge ab und fahnde nach unbewohnt aussehenden Wohnungen. Frage Dich auch hier im Erfolgsfall durch.

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Mietspiegel Deutschland – Die günstigsten Uni-Städte

Nur selten haben angehende Studenten das Glück, ihre Uni auch in naher Umgebung des Heimatortes zu haben und müssen deshalb meist auch einen Umzug in eine fremde Stadt in Kauf nehmen. Natürlich sollte das erste Kriterium in Richtung Uni-Qualität und Studienrichtung gehen, aber dennoch solltest du bei deiner Planung nicht vergessen, die Kosten für das Wohnen einzukalkulieren. Städte wie München oder Ingolstadt zählen zu den teuersten Städten, während du beispielsweise in Nordrhein Westfalen für ein Drittel des Mietspiegels wohnen kannst.

Mietspiegel Deutschland – die Top 3 der günstigsten Uni-Städte

Leipzig gilt als sehr beliebt und ist dafür mit 6,90 Euro Miete pro Quadratmeter ein attraktives Schnäppchen

Leipzig gilt als sehr beliebt und ist dafür mit 6,90 Euro Miete pro Quadratmeter ein attraktives Schnäppchen

Duisburg-Essen bietet zahlreiche Studienfachrichtungen an. Von Geisteswissensschaften, Physik und Chemie über Ingenieurswissenschaften bis hin zu Gesellschaftspolitik, die Uni Duisburg-Essen ist sehr bleibt vor allem unter den Naturwissenschaftlich orientierten Abiturabsolventen mit Studiumsabsichten. Dementsprechend hoch ist die Frage nach passendem Wohnraum für Studenten. Wenn du in der Nähe der Uni Duisburg-Essen wohnen möchtest, hast du einen Ort gewählt, der als günstigster Deutschlands gilt. Der durchschnittliche Mietspiegel liegt hier bei 5,14 Euro pro m² in Duisburg. Aufgrund der hervorragenden Lage der Uni Duisburg-Essen kannst du auch alternativ nach Essen ziehen, wo der Durchschnittspreis von 5,70 Euro weit unter dem durchschnittlichen Mietspiegel in Deutschlands liegt.

Mit einem Quadratmeterpreis von 6,30 Euro belegt Bochum Platz 2 der günstigsten Uni-Städte Deutschlands. Circa 70 Studiengänge erwarten dich an der Uni-Bochum, die dir viel Freiraum für deine Entscheidung der Fachrichtung erlauben. Als alte Ruhrpottstadt ist Bochum schon lange nicht mehr anzusehen. Viele Studenten haben der Stadt ein neues Flair verliehen, das durch Clubs, Bars und Szenelokale besonders junge Leute anzieht und dazu auch einiges an Möglichkeiten für Studentenjobs offeriert.

Position 3 der günstigsten Uni Städte Deutschlands belegt Leipzig mit einem Mietspiegel von um die 6,90 Euro pro Quadratmeter. Leipzig besitzt einen traumhaften Wohnungsmarkt und ist insbesondere unter Studenten eine sehr beliebte Stadt, die zunehmend wächst. Hier solltest du nicht zu lange überlegen, denn vor allem in Zentrums- und Uni-Nähe wird viel modernisiert und neu gebaut. Die wachsende Beliebtheit der Uni-Stadt Leipzig ist auch zahlreichen Investoren nicht entgangen und es ist zu vermuten, dass der Leipziger Mietspiegel schon bald in die Höhe schießen könnte. Hier lohnt es sich schnell auf die Suche nach einem Mietvertrag zu machen, der dich die nächsten Jahre vor einer Mietspiegel-Explosion bewahren wird.

Durchschnittliche Mietspiegel deutscher Uni-Städte Platz 4 bis 7

Wohnt und studiert man in Halle an der Saale zahlt man mit viel Glück nur 4,17 Euro pro Quadratmeter

Wohnt und studiert man in Halle an der Saale zahlt man mit viel Glück nur 4,17 Euro pro Quadratmeter

Für 7,10 Euro den Quadratmeter, kannst du günstig in Dortmund wohnen. Die technische Universität Dortmund zählt über 30.000 Studenten, wobei vor allem unter angehenden Medien- und Kommunikationsfachleuten diese Uni sich großer Beliebtheit erfreut. Wenn dir ein etwas längerer Anfahrtsweg zur TU-Dortmund nichts ausmacht, kannst du dir eine Singlewohnung am Dortmunder Stadtrand zum Beispiel im Dortmund-Kirchlinde für einen Quadratmeterpreis von 5,70 Euro oder in Dortmund-Derne für 5,13 Euro durchschnittlichen Quadratmeterpreis mieten.

Kassel ist mit einem Durchschnittsmietpreis von 7,29 Euro die fünft-günstigste Uni-Stadt Deutschlands. Zudem ist die Uni außerhalb des Stadtkern gelegen, sodass du hier optimal im Stadtrandbezirk Nord-Holland noch günstiger für durchschnittliche 6,93 Euro pro Quadratmeter wohnen kannst und in nur 15 Minuten zu Fuß an der Uni bist. Zum Vergleich: in Kassel-Mittel liegt der Mietspiegel bei 7,86 Euro.

Solltest du dich für ein Studium an der Uni-Dresden interessieren, wirst du hier auf eine Uni-Stadt treffen, die mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 7,50 Euro zahlreiche Singlewohnungen zu bieten hat. Die TU Dresden ist die größte Hochschule des Freistaates Sachsen und mit 126 Studiengänge auch die Uni in Deutschland, die am meisten Möglichkeiten in nahezu allen Fachrichtungen anzubieten hat. Verteilt ist in TU Dresden auf drei Uni-Komplexe direkt in Dresden plus weitere Nebenstellen am Stadtrand. Hier wohnst du besonders günstig in Gorbitz-Nord/Neu-Omsewitz mit durchschnittlichen 5,48 Euro pro Quadratmeter sowie in Reick mit 5,43 Euro.

Dicht gefolgt in der Liste der günstigsten Uni-Stadt-Mietspiegel in Deutschland wird Dresden von Halle an der Saale mit zahlreichen naturwissenschaftlichen Fakultäten. Hier ist in den letzten Jahren der Wirtschaftsaufschwung zu kurz gekommen, sodass die beliebte Ost-Stadt mit durchschnittlichen Quadratmeterpreisen von 7,60 Euro den Platz 7 der günstigsten Mietspiegel in Deutschland belegt. In Heide Nord/Blumenau ist eine Mietwohnung für durchschnittlich für 4,17 EUR/m² zu bekommen, aber bis zur Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg musst du mit dem Auto rund 15 Minuten mit dem Fahrrad knapp 30 Minuten einplanen.

Plätze 8 bis 10 der durchschnittlichen Uni-Städte Mietspiegel in Deutschland und günstigeren Alternativen

Kiel ist für Hamburger Studenten eine super Alternative und nur 1,5 Stunden entfernt

Kiel ist für Hamburger Studenten eine super Alternative und nur 1,5 Stunden entfernt

Platz 8 der günstigsten Uni-Städte Deutschlands belegt Kiel. Im Schnitt müssen Studenten dort für eine Singlewohnung 7,90 Euro pro Quadratmeter zahlen. Vor allem in Kiel lohnt sich der Blick auf den Wohnungsmarkt der umliegenden Stadtgebiete. Während du mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 8,58 in Ravensburg in direkter Umgebung der Christian-Albrechts-Universität rechnen musst, kannst du in Gaarden-Süd/Kronsburg über 2 Euro pro Quadratmeter günstiger wohnen.
Kiel ist auch für Hamburger Studenten eine kostengünstige Alternative. Mit der Bahn ist Kiel in rund 1,5 Stunden erreichbar und die Ticket-Kosten stehen in keinem Verhältnis zu einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 13,20 Euro für Singlewohnungen in Hamburg.

Osnabrück liegt mit einem Mietspiegel von durchschnittlich 7,90 Euro auf Platz 9. Hier zählen einige Stadtrandgebiete zu den beliebteren Wohngegenden, sodass du in der Innenstadt nahe der Uni Singlewohnungen für durchschnittlich 7,58 Euro pro Quadratmeter finden kannst.

Aachen zieht jedes Jahr Hunderte von Studienanfänger an und dementsprechend schwierig gestaltet sich vor allem die Wohnungssuche in Uni-Wohnheimen. Doch mit Mietpreisen zwischen 5 und 9 Euro bietet dir gerade Aachen zahlreiche Alternative mit günstigen Singlewohnungen und belegt damit Platz 10 der günstigsten Mietspiegel in Deutschland im Bereich der Uni-Städte. Optimal wohnst im Gebiet des Adalbertsteinwegs, am äußeren Innenstadtrand mit einem Durchschnittsmietreis von 8,94 Euro und einem Gehweg zur Uni von 30 Minuten beziehungsweise Fahrradweg von 15 Minuten. Hier sparst gegenüber den Innenstadtpreisen nicht nur Anfahrtsweg zur Uni, sondern auch über 1 Euro pro Quadratmeter und wohnst dennoch nah am Zentrumsgeschehen mit Bars, Restaurants und Clubs. Am günstigsten wohnst du allerdings in Verlautenheide mit 6,13 Euro Durchschnittspreis und hast auch nicht mehr Weg zur Uni zurückzulegen, als in der Wohngegend um den Adalbertsteinweg. Allerdings wohnst du weiter vom Stadtzentrum entfernt.

Günstig Wohnen mit Abstrichen – Top 3 der günstigsten Wohnalternativen in Deutschlands Uni-Städten

Der Mietspiegel deutscher Wohngemeinschaften liegt bei 231 warm pro Monat

Der Mietspiegel deutscher Wohngemeinschaften liegt bei 231 warm pro Monat

Als Student bist du viel in der Uni, vermutlich verbringst du deine Freizeit damit, dass du dir Geld nebenher verdienst und die meiste Zeit außer Haus bist. Da bietet dir zum Beispiel eine Wohngemeinschaft eine prima Alternative zu einer Singlewohnung, die dich spürbar Geld sparen lässt. Der Mietspiegel in Deutschland liegt durchschnittlich bei 231 Euro warm pro Monat, bei einer Dreierbelegung einer 80 Quadratmeter-Wohnung. Die Liste der günstigsten Uni-Städte für das Leben in einer WG wird von Chemnitz mit durchschnittlichen 204 Euro Zimmermiete angeführt, wo die weiterführende Master TU ansässig ist. Dicht dahinter folgt Bremerhaven mit der staatlichen Hochschule und 28 technischen, naturwissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor- sowie Masterstudiengängen sowie einem durchschnittlichen WG-Mietspiegel von 209 Euro. Halle an der Saale belegt mit einem Durchschnittsmietspiegel von 217 Euro Platz 3 der günstigsten WG-Mietspiegel in Deutschland.

Noch günstiger wohnen kannst du meistens in einem Studentenwohnheim. Hier liegt die durchschnittliche Bruttowarmmiete bei circa 187 Euro inklusive Nebenkosten. Der Studentenwohnheim-Mietspiegel in Deutschland ist überwiegend unabhängig von dem der jeweiligen Stadt und richtet sich überwiegend nach Ausstattung, UNi- und Zentrumslage sowie ob die Unterkunft in einem Mehrbettzimmer, WG oder einem Singleappartment erfolgt. Wohnheime sind grundsätzlich in direkter Umgebung der Uni angesiedelt. Ist diese nahe des Stadtzentrums gelegen, so sind hier oft die Mietpreise für eine Unterkunft in einem Studentenwohnheim etwas teurer.

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Einrichtungstipps für dein WG-Zimmer

Suchst du gerade in der Stadt, in der du studierst, nach einem WG-Zimmer? Dann solltest du dir auch schon einmal Gedanken machen, wie du den Raum am besten einrichtest und zwar so, dass er gemütlich ist, aber auch gut ausgenutzt wird. Ein Raum bietet nicht so viel Platz, aber dennoch muss vieles untergebracht werden. Mit einer bewussten Planung ist dies möglich. Der folgende Ratgeber erläutert dir nützliche Einrichtungstipps.

Die optimalen Einrichtungstipps für dein WG-Zimmer

Ein Arbeitsbereich sollte unbedingt im WG-Zimmer eingerichtet werden

Ein Arbeitsbereich sollte unbedingt im WG-Zimmer eingerichtet werden

Bei der Gestaltung ist es wichtig, dass verschiedene Bereiche herauskristallisiert werden. Vor allem der Arbeitsbereich, das heißt der Schreibtisch und Stuhl, sollte abgetrennt werden, um sich auf die Aufgaben konzentrieren zu können. Dies ist beispielsweise durch eine Trennwand möglich. Wichtig ist grundsätzlich, dass du für den Schreibtisch den hellsten Platz im Zimmer reservierst. Anschließend kannst du weiter planen, wo die übrigen Möbel stehen. Damit auch kleine Räume optimal genutzt werden, kommt es darauf an, dass du sie gekonnt einrichtest.

Multifunktionale Möbel sparen gleichzeitig Geld und Platz. Ein Sofa, das zum Gästebett aufgeklappt werden kann oder Kästen, die unter dem Bett als versteckter Stauraum dienen, sind hierbei nützliche Helfer. Allerdings solltest du geschlossene Behälter verwenden, damit die Dinge nicht verstauben, beispielsweise für die Winterbekleidung, die im Sommer nicht benötigt wird. Für mehr Ordnung sollte bereits vor dem Umzug gesorgt werden. Daher gilt es zu prüfen, was wirklich benötigt wird. Wenn du dein Zimmer zu voll stellst, hast du schnell Mühe, alles ordentlich unterzubringen, ohne dass Chaos entsteht.

Ein platzsparendes Bett

Ein Hochbett ist sehr platzsparend und ein Tisch kann integriert werden

Ein Hochbett ist sehr platzsparend und ein Tisch kann integriert werden

Wenn das Zimmer sehr klein ist, bietet sich auch ein Hochbett an. Darunter finden oft problemlos ein Sofa und Tisch ihren Platz, sodass du den toten Raum unter dem Bett optimal nutzt. Eine Alternative ist ein Schrankbett, das durch das Hochklappen tagsüber unsichtbar wird. Ein Bett ist stets die Garantie für einen gesunden Schlaf. Daher sollte darauf möglichst nicht verzichtet werden. Nachdem du die großen Möbelstücke wie Bett, Schrank, Sofa und Tisch platziert hast, ist meist nicht mehr viel Platz vorhanden. Die kleinen Nischen, die noch zur Verfügung stehen, kannst du für Regalsysteme nutzen, beispielsweise für Bücher, Aktenordner, Dekorationsartikel etc.

Offene Regale verleihen dem Raum zudem Leichtigkeit und lassen ihn größer erscheinen. Pflanzen sorgen für Frische und schaffen eine angenehme Atmosphäre. Sie nehmen, wenn sie bewusst ausgewählt werden, auch nicht viel Platz weg.

Küche und Kochnische

Falls du ein WG-Zimmer ohne Kochgelegenheit hast, ist eine Spüle mit einem integrierten Kühlschrank und einer Herdplatte als Kombination sinnvoll. Induktionsplatten sind modern und können einfach an die herkömmliche Steckdose angeschlossen werden. Um platzsparend zu sitzen, bieten sich kleine Klapptische und -stühle an.

Geeignete Farben bei der Wandgestaltung auswählen

Eine helle Einrichtung lässt das Zimmer größer wirken

Eine helle Einrichtung lässt das Zimmer größer wirken

Farben sind genau wie das Licht ein sehr wichtiger Faktor bei den Einrichtungstipps, da sie das gesamte Raumgefühl verändern können. Für kleine Räume ist es empfehlenswert, eher helle Farben auszuwählen und sie großflächig einzusetzen. Es muss kein Weiß sein, denn Pastelltöne führen zu einer schönen Atmosphäre im Raum und er wirkt auch optisch dadurch größer. Intensive Töne können kleine Räume erschlagen, was auch für dunkle und massive Möbel gilt. Eine gemusterte Tapete oder Wandtattoos sorgen für tolle Akzente und bringen deinen persönlichen Stil in den Raum. Damit kannst du die Bereiche auch optisch voneinander abgrenzen, beispielsweise den Schlaf- und Lernbereich.

Höher erscheint das Zimmer mit einer Tapete, die über senkrechte Streifen verfügt.

Passende Beleuchtung

Wähle Rollos anstatt Vorhänge, so sparst du mehr Platz

Wähle Rollos anstatt Vorhänge, so sparst du mehr Platz

Die Beleuchtung spielt bei der Gestaltung eine weitere wichtige Rolle. Statt nur eine Deckenlampe zu verwenden, sind LED-Schläuche ideal, die zum Beispiel hinter dem Regal verlegt werden, denn diese zaubern ein angenehmes Licht. Einzelne Lichtpunkte hingegen wirken kalt und machen das Zimmer ungemütlich. Wandlampen haben zudem den Vorteil, dass das WG-Zimmer größer wirkt.

Das Gleiche gilt für Spiegelelemente. Von großen Gardinen solltest du Abstand halten, da sie ein Fenster optisch verkleinern und erdrückend wirken. Ideal sind lichtdurchlässige Rollos, die nur das Fensterglas bedecken, damit die komplette Fenstersicht frei bleibt und der Raum größer wirkt.

Fazit

Dies waren die besten Einrichtungstipps, wie du dein WG-Zimmer optimal einrichtest und ausnutzt, selbst wenn es kleiner ist. Helle Farben sind hier ein Zauberwort, denn sie täuschen gezielt über die Größe hinweg. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um Wohnen, Arbeiten und Schlafen in nur einem Raum gekonnt unterzubringen und sich wohlzufühlen. Überlege dabei von Anfang an, welche Dinge du nicht regelmäßig benötigst, um sie anderweitig zu verstauen.

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Tipps für die erste gemeinsame Wohnung

Was es bei der ersten gemeinsamen Wohnung zu beachten gibt!

Die erste gemeinsame Wohnung ist ein Meilenstein in der Partnerschaft und kann enger zusammen schweißen, aber auch eine harte Probe für die Liebe sein. Denn wenn ihr zusammen lebt, lernt ihr euch erst richtig kennen und entdeckt Seiten an eurem Partner, die euch bisher verborgen blieben. Die Theorie spricht von einem romantischen und sehr verlockenden Schritt, doch die Praxis holt Paare auf den Boden der Realität zurück. Wer sich liebt und nicht nur den gut gelaunten, sondern auch den gestressten oder müden Partner schätzt, wird die gemeinsame Wohnung als einen sehr schönen und die Beziehung bereichernden Schritt empfinden.

Erste gemeinsame Wohnung: Tipps für konstante Harmonie

 

Teilt Aufgaben gerecht auf und lernt Kompromisse zu schließen

Teilt Aufgaben gerecht ein und lernt Kompromisse zu schließen

Der Begriff Kompromiss gewinnt plötzlich an Bedeutung und zeigt dir, dass es trotz zahlreicher Übereinstimmungen auch einige Unterschiede zwischen dir und deinem Partner gibt. Angewohnheiten und Marotten, der Geschmack in der Einrichtung, die Lebenseinstellung und die Auffassung von Ordnung und Sauberkeit können die stärkste Liebe belasten und zum Unmut führen. Oftmals sind es nicht die großen Dinge, sondern kleine und mit einem Augenzwinkern als unwichtig zu erachtenden Dinge, welche die Partnerschaft auf eine harte Probe stellen und dich öfter darüber nachdenken lassen, ob der Zusammenzug wirklich deine beste Idee war.

 

 Stilfrage – in Studentenwohnungen ein heikles Thema

 

Ehe ihr in die gemeinsame Wohnung zieht, schafft ihr gemeinsame Sachen an. Natürlich bringt jeder Part auch eigene Möbel, Dekoration und Haushaltsutensilien ein, wodurch sich bereits vor dem Zusammenziehen das erste Problem ergeben kann. Stehst du auf Pink und dein Partner kriegt bei dieser Farbe Beklemmungen, ist der Streit vorprogrammiert. Umgekehrt verhält es sich nicht anders. Schätzt du seine Bierdeckelsammlung nicht und er möchte sie im Wohnzimmer positionieren, bewahrt ein Kompromiss vor unnötigen Streitigkeiten. Bei sehr unterschiedlichen Stilvorstellungen ist es ratsam, die „Steine des Anstoßes“ gar nicht mit in die gemeinsame Wohnung zu nehmen und lieber zu schauen, ob ihr gebrauchte Möbel und mehr günstig findet und euch auf Designs konzentriert, die euch beiden gefallen.

Meinungsverschiedenheiten gehören dazu

Durch gemeinsame Unternehmungen die Beziehung stärken

Durch gemeinsame Unternehmungen die Beziehung stärken

Eine harmonische Partnerschaft besteht nicht aus Friede-Freude-Eierkuchen, sondern basiert auf Ehrlichkeit und Vertrauen. Ehrlichkeit setzt voraus, dass du deine Meinung offen äußerst und dabei bedenkst, dass du den vorwurfsvollen Tonfall unterlassen und ein Gespräch auf „normaler“ Ebene suchen solltest. Zieht dein Partner die Schuhe beim Nachhause kommen erst aus, nachdem er eine Runde durch die ganze Wohnung gelaufen ist? Dann wirst du ihm diese Marotte nicht austreiben können, sofern du den Staubsauger bedienst und den Schmutz kommentarlos beseitigst. Wechselt euch ab und er wird erkennen, dass er weniger Arbeit hätte, wenn er den Schmutz von der Straße im Flur lässt und nicht durch die ganze Wohnung trägt.

Das Studentenleben besteht nicht nur aus Party

Dein Partner will feiern und du suchst die Ruhe und möchtest nicht, dass alle Freunde wieder zu euch zu Besuch kommen und bis spät in die Nacht bei euch campieren. In diesem Punkt ist es wichtig, das harmonische Gleichgewicht zu finden und eine Symbiose aus den verschiedenen Ansichten zu bilden. Wenn er feiern und du ausruhen möchtest, gönne ihm seinen Spaß aber sage ihm, dass die Party heute außer Haus stattfinden sollte. Das gilt natürlich auch im Umkehrschluss und sollte, möchtest du Disharmonien vorbeugen, niemals im Befehlston oder als klare Anordnung ohne Widerspruchsmöglichkeit vermittelt werden. Nicht immer werdet ihr beide gleichzeitig Lust zum Feiern oder Ausruhen haben, was aber kein Problem ist. Denn jeder von euch ist nicht nur der Partner des Anderen, sondern auch ein eigenständiger Mensch, der sich verwirklichen möchte und Freiräume benötigt.

Vor dem Zusammenziehen über Kosten sprechen

Ein gemeinsames Haushaltskonto kann Streitigkeiten vorbeugen

Ein gemeinsames Haushaltskonto kann Streitigkeiten vorbeugen

Gerade in eurem Studentenleben wird das Geld eine wichtige Rolle spielen. Egal was ihr tut, das Budget ist immer knapp bemessen und stellt euch vor einige neue Herausforderungen. Geteilte Kosten geben euch die gleiche Verantwortung und schließen aus, dass ihr wegen Geld in Streitigkeiten geratet. Ihr müsst euch darüber unterhalten, wer welche Rechnungen für die Wohnung und die Lebenshaltungskosten in welchem Umfang übernimmt und so gewährleisten, dass Miete, Strom und sonstige Forderungen pünktlich und zuverlässig bezahlt werden. Dabei brauchst du, wie auch dein Partner aber auch Geld für euch und eigene Wünsche. Ein gemeinsames Haushaltskonto kann Streitigkeiten vorbeugen, da ihr auf diesem Konto das Geld einzahlt, das für Miete und Co. benötigt wird. Über alle anderen Gelder kann jeder von euch frei verfügen, wobei größere Anschaffungen besser abgesprochen und ohne die Verärgerung des Partners realisiert werden sollten.

Haushalts- und Putzplan bringt Vorteile

Du willst nicht die gesamte Hausarbeit selbst übernehmen und dich darüber ärgern, dass dein Partner sein Geschirr auf dem Geschirrspüler deponiert oder du die schmutzige Wäsche in der ganzen Wohnung zusammen suchen musst. Mit einem Putzplan, der jeden von euch eine Woche lang für den Haushalt verantwortlich machst, kannst du solchen Problemen im Vorfeld vorbeugen und die Verantwortung teilen. Jeder ist mit allen Aufgaben einmal dran und erkennt dadurch sehr schnell, wie sich unnötige Mehrarbeit vermeiden und der Haushalt ganz ohne Vorwürfe und Vorhaltungen meistern lässt.

Bei allen wichtigen Dingen vor dem Zusammenziehen und beim Zusammenleben müsst ihr dafür sorgen, dass die Liebe und Partnerschaft nicht zu kurz kommen. Gemeinsame Unternehmungen schweißen zusammen und sind wichtig für Paare, deren romantische Beziehung nicht an den Herausforderungen des Alltags scheitern soll. Gönnt euch in der gemeinsamen Wohnung Momente, in denen ihr nur für euch seid und die Zeit genießt, die ihr fernab von Freunden und Studium habt.
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