Wohngemeinschaft oder Zweck-WG

Studenten sind immer auf der Suche nach einer erschwinglichen und gleichzeitig komfortablen Unterkunft, die in den Jahren an der Uni ein gemütliches Zuhause bietet und den individuellen Ansprüchen gerecht wird. Durch die hohen Mietpreise liegt das Teilen einer Wohnung unter Studenten im Trend. Wer mit anderen Menschen zusammenziehen möchte, hat die Wahl zwischen Zweck-WG und Wohngemeinschaft. Du fragst Dich sicher, wo die Unterschiede liegen und welche Lösung für Dich am besten geeignet ist. Wir wollen Dir hier erklären, welches Wohnmodell mit welchen Vor- und Nachteilen verbunden ist und Dich dabei unterstützen, die richtige Entscheidung für einen harmonischen WG-Alltag zu treffen.

Die Unterschiede zwischen Zweck-WG und Wohngemeinschaft

Wie die meisten Studenten musst Du wahrscheinlich mit einem begrenzten Budget auskommen und daher auch beim Wohnen eine günstige Lösung finden. Das Teilen einer größeren Wohnung ist für viele Studenten eine gute Möglichkeit, bei der Miete und den anfallenden Nebenkosten zu sparen und dennoch eine größere Küche und ein geräumiges Bad zur Verfügung zu haben. Je nach Interessen und Ansprüchen wird dabei zwischen zwei Wohnformen unterschieden, wobei die Übergänge zwischen den beiden Modellen im realen Alltagsleben oft fließend sind. Dennoch gibt es einige Unterschiede, die bei beiden Formen mit deutlichen Vor- und Nachteilen verbunden sind. In einer Wohngemeinschaft leben meist zwei oder mehrere Menschen zusammen, die sich gut kennen, oft sogar eng befreundet sind und sich bewusst dazu entschieden haben, sich das Zuhause zu teilen und dadurch viel Zeit miteinander verbringen zu können. In einer Zweck-WG hingegen leben Menschen, die grundsätzlich kein Interesse an einem Gemeinschaftsleben haben. Sie ziehen es vor, lediglich aus Gründen einer deutlichen Kostenersparnis mit Gleichgesinnten zusammenzuziehen. Während in einer Wohngemeinschaft das soziale Leben im Vordergrund steht, beschränkt sich der gemeinsame Wohnalltag in einer Zweck-WG auf Absprachen über finanzielle Belange und Organisatorisches wie die Badnutzung und den Putzplan.

Die Wohngemeinschaft: Partyleben und Alltagsprobleme

Bild Alltagsprobleme bei WG Leben

Mit dem typischen Studentenleben kommen im täglichen Zusammenleben auch verschiedene Hürden auf Dich zu.

Es ist der Traum vieler junger Menschen, die nach dem Abi ihr Studium aufnehmen: mit den besten Freunden zusammenzuziehen und den Alltag gemeinsam zu gestalten. Mit dem ausgeprägten Gemeinschaftssinn und dem typischen Studentenleben kommen im täglichen Zusammenleben jedoch auch verschiedene Hürden auf Dich zu. Deine Mitbewohner essen ungeniert Deine Lebensmittel aus dem gemeinsamen Kühlschrank, die Toilette ist schon wieder nicht geputzt, das schmutzige Geschirr stapelt sich in der Küche. Solche eigentlich kleinen Probleme können eine Freundschaft mit der Zeit erheblich strapazieren und zu Konflikten führen. In einer Zweck-WG ist das Risiko für solche Auseinandersetzungen deutlich geringer. Jeder muss sich an den Putzplan halten, alle Kosten werden strikt geteilt, im Kühlschrank hat jeder sein eigenes Fach für Lebensmittel. Dies sind beste Voraussetzungen für ein stressfreies Alltagsleben, in dem sich jeder Beteiligte ungestört um sich selbst kümmern kann und die Privatsphäre in jeder Hinsicht gewahrt bleibt.

Welche Wohnform ist für mich richtig?

Du möchtest ein abwechslungsreiches Leben genießen, immer mit Deinen Freunden zusammen sein und all die Herausforderungen des Alltags gemeinsam meistern? Dann ist eine Wohngemeinschaft für Dich grundsätzlich die bessere Wahl. Gerade junge Menschen in der ersten Phase ihres Studiums fühlen sich meist etwas verloren, wenn sie von zuhause ausziehen und all die Tätigkeiten, die bis dahin die Eltern ausgeführt haben, plötzlich selbst übernehmen müssen. Abrechnungen für Miete und Nebenkosten richtig lesen, bei technischen Problemen richtig reagieren, wirtschaftlich einkaufen – all diese Dinge musst Du als junger Student erst lernen, wenn Du die gewohnte Umgebung Deines Elternhauses verlässt. In einer Wohngemeinschaft können sich gute Freunde gerade in diesem Belangen gegenseitig unterstützen und Probleme zusammen lösen. Auch eine Wohngemeinschaft mit Kommilitonen bietet unzählige Vorteile, da das Studium mehr Spaß macht und gemeinsames Lernen erleichtert wird. In der ersten Zeit Deines Studiums ist ein bunter Partyalltag und ein ausgeprägtes Sozialleben in den eigenen vier Wänden ohnehin der schönste Aspekt der neu gefundenen.

Unabhängigkeit von den Eltern

Bild Unabhängigkeit von den Eltern

Für das Studium aus dem Elternhaus ausziehen und Selbständig werden.

Wenn Du nichts von lauten Partys und langen Abenden in der Küche hältst, lieber alleine in Deinem Zimmer sitzt oder Dich mit Deinen Freunden auswärts treffen möchtest, kann eine Zweck-WG für Dich die bessere Lösung sein. Für ältere Studenten, die Ruhe zum Lernen oder Verfassen ihrer Abschlussarbeit brauchen, funktioniert eine Zweck-WG ganz wunderbar. Hast Du nach einem anstrengenden Tag an der Uni oder im Job keine Lust auf gemeinsames Kochen oder lange Plaudereien, fühlst Du Dich in einer Zweckgemeinschaft sicher wohler. Verlasse Dich jedoch nicht darauf, dass Du immer ein ungestörtes Leben führen wirst und von Deinen Mitbewohnern nichts mitbekommst. Viele Menschen, die sich rein zweckmäßig eine Wohnung teilen, lernen sich im Laufe der Zeit besser kennen und schätzen. Auch wenn Du vielleicht nicht auf sozialen Anschluss Wert legst, kann sich eine Zweck-WG allmählich zu einer Wohngemeinschaft entwickeln, in der enge Freundschaften geschlossen werden.

Wie finde ich geeignete Mitbewohner?

Bild geeignete Mitbewohner finden


Du solltest nur mit Menschen in eine Wohngemeinschaft ziehen, deren Stärken und Schwächen Du wirklich kennst.

Wenn Du eher der Typ für ein enges gemeinschaftliches Zusammensein bist und mit Freunden zusammenwohnen möchtest, solltest Du Dir diesen Schritt im Vorfeld gut überlegen. Bedenke: Freundschaften sind äußerst wertvoll und werden durch die alltäglichen Fragen wie Putzplan, Teilen von Lebensmitteln oder finanzielle Engpässe schnell und oft auf die Probe gestellt. Die zwischenmenschliche Idylle, die Kultserien wie „Friends“ vermitteln, gibt es nicht. Daher solltest Du nur mit Menschen in eine Wohngemeinschaft ziehen, deren Stärken und Schwächen Du wirklich kennst. Um herauszufinden, wie sich Deine zukünftigen Mitbewohner im alltäglichen Leben verhalten, empfehlen Experten, zunächst einmal einen längeren Urlaub miteinander zu verbringen. Idealerweise bucht Ihr einen gemeinsamen Aufenthalt in einer Ferienwohnung oder einem Haus und lebt dort einige Zeit als Selbstversorger. So kannst Du in entspannter Umgebung bereits gut erkennen, wie ernst es Deine zukünftigen Mitbewohner mit der Sauberkeit und den anfallenden Haushaltspflichten nehmen. Auch in einer Zweck-WG muss es gegenseitigen Respekt und ein gutes Gemeinschaftsklima geben. Nimm Dir deshalb für jede WG-Besichtigung viel Zeit, um das Verhältnis der Bewohner zueinander beurteilen zu können und ein Gefühl für die Atmosphäre zu entwickeln. Wie sich das Zusammenleben hinterher gestaltet und ob es tatsächlich funktioniert, ist jedoch bei beiden Wohnformen von vielen Faktoren abhängig und wird sich erst nach einigen Monaten in der gemeinsamen Wohnung herausstellen.

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Hobbys für Studenten

Zum Studentenalltag gehört nicht nur die Universität. Ab und an feiern, Menschen treffen, Hobbys nachgehen und neue Freundschaften schließen, all dies sind ebenfalls wichtige Teile des Studentenlebens, die nicht zu kurz kommen sollten. Genau wie im Berufsleben ist ein optimaler Ausgleich in der Freizeit sehr wichtig, um im Studium erfolgreich zu sein und die eigene Persönlichkeit zu entfalten. Der folgende Ratgeber erläutert dir die verschiedenen Freizeitaktivitäten, bei denen du am besten neue Leute kennen lernen und ein Hobby finden kannst, ohne dafür viel Geld ausgeben zu müssen.

Freizeitbeschäftigungen innerhalb der Hochschule oder Universität

Der Campus ist ideal, denn hier gibt es genügend Möglichkeiten, die Freizeit günstig zu gestalten, beispielsweise beim Campussport oder auf Studentenpartys. Hierbei kannst du viele deiner Mitstudierenden kennen lernen und erste Kontakte knüpfen. Als Student bekommst du dort meist besondere Vergünstigungen, wobei viele Kurse sogar kostenlos sind. Die Angebote gehen von Fußball und Fitnesskurse über Tanzen bis hin zu Karate. Das Sportangebot der Hochschule oder Uni ist meist online einzusehen oder es wird in Broschüren erläutert. Der Campussport wird sowohl von den Universitäten als auch von den Studentenvertretungen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Sportvereinen organisiert.

Sport in einem Verein

Viel günstiger als in einem Fitnessstudio ist der Sport im Allgemeinen auch in Sportvereinen, wobei das Angebot oftmals sehr umfangreich ist. Völlig kostenlos ist Sport, wo er vom Prinzip her auch am gesündesten ist, nämlich in der freien Natur. Ganz gleich, ob Joggen, Radfahren oder Skaten, es kostet nichts. Wenn es doch das Fitnessstudio sein soll, empfiehlt es sich, zum Monatsende einzutreten. Die meisten Studios stehen dann oftmals unter Druck, noch neue Mitglieder zu bekommen, da die gewünschte Neuanmeldungsquote noch nicht erreicht wurde. Dies bietet die Möglichkeit, in Bezug auf die monatliche Gebühr etwas zu verhandeln.

Uniorchester und -chor

Spielst du ein Instrument oder singst du gern? An den meisten Hochschulen gibt es ein Uniorchester oder einen Unichor, die bei festlichen Veranstaltungen der Hochschulen das musikalische Rahmenprogramm bieten. Hier kannst du dein musikalisches Talent optimal einbringen. Geprobt wird meistens einmal pro Woche und vor den Konzerten finden oftmals auch Probenwochenenden statt. Hier triffst du ebenso auf Menschen, die die gleiche Leidenschaft wie du teilen und mit denen du daher wahrscheinlich auch gut harmonisieren wirst. Wenn du musikalisch interessiert bist, kannst du dir auch einfach eine Band suchen und somit ein Hobby finden, in dem du voll aufgehst. Viele Bands hängen Gesuche für Sänger oder Musiker an das Schwarze Brett.

Gemeinsames günstiges oder kostenloses Hobby suchen

Dass sich Gleich und Gleich gern gesellt, ist kein Geheimnis. Wenn du also beispielsweise joggen gehen möchtest, kannst du dir Leute suchen, die ebenfalls dafür zu begeistern sind. Dies bietet mehrere Vorteile: Du triffst dich mit Menschen, die das gleiche Hobby haben wie du, ihr könnt eine schöne gemeinsame Zeit haben, müsst dafür kein Geld ausgeben und tut dabei gleichzeitig auch etwas für eure Gesundheit. Es gibt viele Hobbys, die zu zweit oder mit mehreren viel unterhaltsamer sind und völlig verbinden.

Das Leben genießen

Bild Publikum von hinten

Zu Beginn und am Ende des Semester finden viele Studentenpartys statt. Genieß deine Freizeit, aber vergiss auch nicht das wesentliche – dein Studium!

Letzten Endes ist es egal, wie die Freizeit verbracht wird, Hauptsache, es wird überhaupt etwas unternommen. Vielleicht hast du nie wieder so viele Freiheiten und Möglichkeiten, deine Tage zu gestalten und dein Leben zu genießen, wie während des Studiums und genau dies solltest du auch nutzen. Wenn du möchtest, wirst du ganz sicher Freizeitaktivitäten oder ein Hobby finden, das dir Spaß macht. Wenn du die Sonne am Badesee genießen oder mit Freunden eine Party feiern möchtest, dann tu es einfach. Dazu gehört bereits ein „Lass uns auf ein Getränk treffen“ und ein paar schöne Stunden zu verbringen, in denen gemeinsam gelacht und über Gott und die Welt geredet wird. Wichtig ist lediglich, dass du in den richtigen Momenten, wenn es darauf ankommt, deine Selbstdisziplin nicht vergisst und deine Ziele verfolgst, wegen denen du studierst. Für Prüfungen ist es nun mal notwendig, zu lernen, aber nach einer anstrengenden Prüfungsphase hast du sicher wieder genügend Zeit, um das Leben zu genießen. Wer viel lernt, hat sich immerhin auch Pausen verdient.

Dies waren die Tipps, wie du deine Freizeit während des Studiums nutzen und abwechslungsreich gestalten kannst, ohne dabei viel Geld ausgeben zu müssen. Du kannst sie auch interessant gestalten und musst dafür keinen Cent bezahlen. Viele Aktivitäten und Hobbys bieten die Möglichkeit, neue Leute kennen zu lernen und dabei viel Spaß zu haben. Beim Kennen lernen von Mitstudierenden oder anderen fremden Menschen solltest du keine Scheu haben, sondern einfach auf sie zugehen. Bedenke immer, dass die anderen Studenten genauso unsicher sind und sich auch darüber freuen, wenn sie angesprochen werden. Ist der Anfang erst einmal getan, erledigt sich der Rest meist von selbst.

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Als Auslandsstudent in Deutschland

Aufgrund des breitgefächerten Angebots an Studiengängen ist Deutschland mit mit fast 350, zum Großteil auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblickenden Universitäten ein beliebter Anziehungspunkt für Studenten aus dem Ausland. Die deutschen Hochschulen stehen Menschen aus allen Ländern offen. Etwa 250.000 Studenten, die in Deutschland an Hochschulen eingeschrieben sind, stammen aus dem Ausland, ein überwiegender Großteil hat sich das Studium selbst organisiert. Bis Du zu den Glücklichen gehörst, die als ausländische Studenten in einem deutschen Hörsaal Platz nehmen, musst Du einige Hürden überwinden. Im Folgenden erfährst Du, wie Du Dich als Auslandsstudent für ein Studium an einer deutschen Hochschule qualifizierst und Dich schnell in den Unialltag einlebst.

Studieren in Deutschland – Zugangsberechtigung als Grundvoraussetzung

Studieren in Deutschland ist grundsätzlich mit jedem im Ausland erworbenen Schulabschluss möglich, der mit einer Hochschulreife verbunden ist. Dazu zählen beispielsweise die Matura, High School Diploma, A-Levels oder das Bachillerato. Wenn Du Dich dafür entschieden hast, als internationaler Student nach Deutschland zu kommen, solltest Du Dich im Vorfeld erkundigen, ob Dich Deine Schulausbildung dazu berechtigt, Dich an der Hochschule Deiner Wahl einzuschreiben. Sollte Deine Hochschulreife nicht ausreichen, um an einer deutschen Universität aufgenommen zu werden, hast Du als Auslandsstudent die Möglichkeit, ein Studienkolleg zu besuchen. Solche Kurse werden direkt an der Hochschule abgehalten und für Auslandsstudenten mit verschiedenen Schwerpunkten wie etwa Technik, Wirtschaft oder Medizin angeboten. Damit Studieren in Deutschland auch mit einem unzureichenden Schulabschluss möglich ist, erwerben angehende Studenten aus dem Ausland im Rahmen eines solchen akademischen Schwerpunktkurses alle für eine Zugangsberechtigung erforderlichen kulturellen und fachlichen Grundkenntnisse.

Sprachliche Voraussetzungen

Bild Sprechen Sie Deutsch

Neben einem anerkannten Schulabschluss sind häufig zum Studieren in Deutschland auch deutsche Sprachkenntnisse vorzuweisen.

Neben einem anerkannten Schulabschluss sind zum Studieren in Deutschland auch ausreichende Sprachkenntnisse vorzuweisen. Mit Ausnahme internationaler Master- und Aufbau-Studiengänge, die auch in Englisch angeboten werden, ist die Unterrichtssprache an den deutschen Hochschulen immer Deutsch. Wenn Du an einem Austauschprogramm teilnimmst und nur ein oder zwei Semester an einer deutsche Universität studieren möchtest, sind eventuell keine Sprachkenntnisse vonnöten. Es ist jedoch empfehlenswert, Dich im Vorfeld bei der Hochschule Deiner Wahl zu erkundigen, welche sprachlichen Voraussetzungen Du mitbringen musst. Die benötigten Sprachkenntnisse können in Deutschland auf drei Arten nachgewiesen werden. Die meisten Auslandsstudenten nehmen circa drei Wochen vor Beginn des Semesters an der DSH (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber) teil, die direkt an der von Dir ausgewählten Hochschule abgenommen wird. Alternativ kannst Du einen Sprachkurs am Goetheinstitut und anschließend die sogenannte Zentrale Oberstufenprüfung oder einen standardisierten Test am TestDaF Institut belegen.

Ansprechpartner Akademisches Auslandsamt

Um herauszufinden, ob Dir Dein im Heimatland erworbener Schulabschluss Studieren in Deutschland erlaubt und welche Sprachkenntnisse für den Studiengang Deiner Wahl notwendig sind, nimmst Du am besten so früh wie möglich Kontakt zum Akademischen Auslandsamt der jeweiligen Universität auf. Über eine solche, oft auch International Office genannte Anlaufstelle, verfügt jede deutsche Hochschule. Dort werden internationale Studenten umfassend betreut und können in unterschiedlichen Fragen eine fachkundige Beratung in Anspruch nehmen. Neben Sprachkenntnissen und Hochschulzugangsberechtigung erfährst Du dort auch Details über die Zulassung und Bewerbung für Deinen Studiengang, die Finanzierung des Studiums sowie sämtliche Termine und Anmeldefristen. Die meisten Akademischen Auslandsämter bieten zudem verschiedene Orientierungsveranstaltungen an, die es Dir erleichtern, Dich auf das Studieren in Deutschland besser vorzubereiten. Wenn möglich, solltest Du dort auch an einem Patenprogramm teilnehmen. In solchen Programmen bieten einheimische Studenten ihre Hilfe an und stehen Kollegen aus dem Ausland bei Behördengängen, Alltagsproblemen und Fragen zum Studium mit Rat und Tat zur Seite.

Aufenthalt in Deutschland

Bild Aufenthaltsberechtigung in Deutschland

Einige internationale Studenten benötigen ein Visum, um in Deutschland studieren zu dürfen.

Wenn Du alle Fragen zum Studium an der Hochschule Deiner Wahl geklärt hast, musst Du Dich unbedingt über die Aufenthaltsberechtigung in Deutschland erkundigen. Dafür sind nicht die Akademischen Auslandsämter der Universitäten, sondern die deutschen Botschaften in Deinem Heimatland zuständig. Stammst Du aus einem EU-Mitgliedsstaat oder aus der Schweiz, benötigst Du kein Visum. Dies gilt auch für Bürger der Vereinigten Staaten, Kanadas, Australiens und Neuseelands. Andere internationale Studenten benötigen ein Visum, um in Deutschland studieren zu dürfen. In der Regel wird auf Antrag zuerst ein Studienbewerbervisum ausgestellt, das zunächst zum Aufenthalt von höchstens drei Monaten berechtigt. In dieser Zeit kannst Du vor Ort Dein Studium, Deine Unterkunft und Deinen Sprachkurs organisieren. Wer nach diesen drei Monaten eine Zulassung vorweist, kann schließlich das Visum zu Studienzwecken beantragen, das ein Jahr lang gültig ist und bei Bedarf verlängert werden kann.

Das alltägliche Leben meistern

Je nachdem, ob Du Dein Studium selbst organisiert hast oder an einem Austauschprogramm teilnimmst, kann auch die Suche nach einer geeigneten Unterkunft mit einigen Herausforderungen verbunden sein. Während Austauschstudenten in der Regel automatisch ein Zimmer in einem Wohnheim angeboten wird, müssen Auslandsstudenten sich selbst darum kümmern oder am freien Markt nach einer Wohnung oder WG suchen. Damit solltest Du früh genug anfangen, denn zu Semesterbeginn sind Wohnungen und Zimmer in Wohngemeinschaften und Studentenwohnheimen meist rar.
Wenn Du auch Deine Unterkunft organisiert hast und Dein Studium in Deutschland schließlich aufnimmst, musst Du Dich an der Universität in der ersten Phase zurechtfinden und einleben. Dazu gehört auch, so schnell wie möglich sozialen Anschluss zu finden. Mit etwas Glück begegnest Du bereits im Wohnheim Menschen, die Dir sympathisch sind, oder findest ein Zimmer in einer geselligen WG. Die effektivste Weise, Kommilitonen kennenzulernen, ist die Mitgliedschaft in einem universitätsnahen Verein und die Teilnahme an einem Patenprogramm. Es ist empfehlenswert, bereits vor Semesterbeginn die Website Deiner Hochschule zu besuchen, Facebook-Profile zu durchstöbern und alle Flyer, die an der Universität verteilt werden, durchzulesen. Sportvereine, Theatergruppen, Wahlfächer und Einführungswochen bieten viele Gelegenheiten, Gleichgesinnte kennenzulernen und bereits vor den ersten Vorlesungen Freundschaften zu schließen. Eine gute Möglichkeit, mit Kommilitonen in Kontakt zu treten, ist auch der regelmäßige Besuch der Bibliothek. Wer dort nicht still und einsam in einer entlegenen Ecke sitzt und lernt, sondern offen und freundlich auf Leute zugeht, findet in der Regel schnell Anschluss. Jeder Student, ob aus dem In- oder Ausland, fühlt sich zu Beginn des ersten Semesters etwas verloren und freut sich über eine Kontaktaufnahme durch Kollegen. Du wirst sehen, mit freundschaftlichen Beziehungen zu Kommilitonen macht Studieren in Deutschland so richtig Spaß und wird Dir viele unvergessliche Erinnerungen bescheren.

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Handout erstellen – Infos und Tipps

Je trockener und komplizierter ein Thema ist, desto schwieriger ist es, einem Vortrag darüber zu folgen. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Menschen wesentlich besser merken was sie sehen, als was sie hören. Noch stärker wird dieser Effekt, wenn sie gleichzeitig sehen und hören. Deshalb sprechen viele Gründe dafür, dass Du für einen Vortrag an der Universität immer auch ein Handout erstellen solltest. Doch wie sollte dieses optimalerweise gestaltet sein?

Ein einheitliches Konzept erarbeiten

Nicht zuletzt geht es bei Deinem Vortrag meist darum, eine gute Note für Deine Beteiligung an der jeweiligen Lehrveranstaltung zu erhalten. Schon deshalb sollte dieser nicht nur inhaltlich überzeugen, sondern außerdem alles rund und wie aus einem Guss wirken. Dein Handout hat sich deshalb an Deinem Vortrag zu orientieren und sollte in derselben Struktur aufgebaut sein. Hierbei kann es hilfreich sein, die einzelnen Abschnitte zu nummerieren und in Deinem Vortrag darauf Bezug zu nehmen („Damit komme ich jetzt zu Punkt vier„). Noch wichtiger beim Handout erstellen ist die Abgleichung des Handouts mit einer von Dir verwendeten Präsentation per Beamer. In diesem Fall sollten sich alle relevanten Stichpunkte in gleicher Form in der Präsentation wie auch im Handout befinden.

Handout erstellen: In der Kürze liegt die Würze

Dein Handout sollte etwa eine Din A4 Seite lang sein.

Dein Handout sollte etwa eine Din A4 Seite lang sein.

Umgekehrt sollte das Handout aber tatsächlich nur die Kernpunkte Deines Vortrags in Kurzform enthalten. Denn es dient dazu, den Zuhörern das Zuhören zu erleichtern, indem diese sich jederzeit orientieren können, an welchem Punkt Deines Vortrages Du angelangt bist. Wenig sinnvoll ist es dagegen, wenn die Anwesenden das Gefühl bekommen, sie könnten auch ganz einfach lesen, was Du geschrieben hast. Nimm Dir daher Deinen Vortrag vor und streiche ihn auf das wirklich Wesentliche zusammen, um diese Teile dann in verkürzter Form in Dein Handout aufzunehmen. Idealerweise erhälst Du am Ende eine DIN 4 Seite an geronnener Information. Sofern es sich um einen umfangreichen Vortrag zu einem komplexen Thema handelt, dürfen es auch zwei Seiten sein. Mehr aber nur in gut begründeten Ausnahmefällen (für das Verständnis wichtige Grafiken etc.). Bedenke: wenn sich Dein Vortrag nicht auf zwei Seiten zusammenkürzen lässt, ist es wenig wahrscheinlich, dass ihm die Mehrheit Deiner Zuhörer wird folgen können. In diesem Fall solltest Du daher den Vortrag als solches noch einmal überarbeiten.

Die Gestaltung eines Handouts

Das Handout sollte unbedingt an die Struktur deines Vortrags angepasst werden.

Das Handout sollte unbedingt an die Struktur deines Vortrags angepasst werden.

Bei so gut wie jeder schriftlichen Form der Niederlegung von Gedanken, bedarf es auch dann einer Einleitung. Aufgrund des geringen zur Verfügung stehenden Raumes sollte diese möglichst knapp gehalten werden. Trotzdem gibt es beim Handout erstellen auch einige unverzichtbare Daten. Hierzu gehören Dein Name, der Name des für die Veranstaltung verantwortlich zeichnenden Lehrkörpers (einschließlich aller akademischen Titel!) sowie die Bezeichnung der Veranstaltung als solcher, der Universität, der Fakultät und das jeweilige Semester. Hinzu kommen das Datum Deines Vortrags und natürlich das Thema desselben (ja – das wird tatsächlich zuweilen gerne vergessen).

Diese Angaben dürfen im Kopfteil Deines Handouts einen breiten Raum einnehmen. Im Anschluss empfiehlt es sich, an der Seite des Textes Platz für Notizen Deiner Zuhörer zu lassen. Dies führt im besten Falle dazu, dass diese sich Fragen zunächst notieren, um sie am Ende des Vortrags zu stellen. Hierauf kannst ggf. zu Beginn Deines Vortrags auch kurz hinweisen, um dann ohne Unterbrechung referieren zu können. Damit sind wir auch schon beim Hauptteil des Handouts angelangt. Was hat dieser zu leisten? Antwort: die Struktur Deines Vortrags in sinnvoller Weise wieder zu geben. Denn nicht alle Zuhörer werden ununterbrochen an Deinen Lippen hängen, wenn Du Dich und sie durch ein gehöriges Maß an Theorie zwingst. Wer dann kurz aus Deinen Erzählungen ausgestiegen ist, sollte die Chance haben wieder einzusteigen, ohne dabei viel lesen zu müssen. Deshalb geht es bei einem Handout nicht darum, den Vortrag in verkürzter Form textlich zu erfassen, sondern Stichpunkte zu liefern, in denen die zentralen Aussagen des Vortrags kurz und knapp dargestellt sind.

Das Ende vom Lied

Beachte alle Tipps und deinem gelungenen Vortrag steht nichts im Wege.

Beachte alle Tipps und deinem gelungenen Vortrag steht nichts im Wege.

Was also ist das Ergebnis all dessen, was Du vorgetragen hast? Auch hier gilt: wenn sich die Summe dessen, was Du erzählt hast, am Ende nicht in einem Satz zusammenfassen lässt, dann liegt das wesentlich seltener am Thema als solchem. Viel wahrscheinlicher ist dagegen, dass Deinem Vortrag der berühmte rote Faden fehlt, das Grundthema, an dem sich Deine Ausführungen festmachen. Insofern muss noch einmal grundsätzlich Hand angelegt werden, wenn es Dir nicht gelingt, einen vergleichsweise kurzen und gut verständlichen Ergebnissatz zu formulieren. Außerdem gehören an das Ende des Handouts Angaben zu den von Dir verwendeten Quellen. Denn es könnte ja sein, dass Dein Vortrag Deine Zuhörer so mitgerissen hat, dass Sie mehr zu diesem Thema wissen möchten. Außerdem geht es dabei natürlich darum, vor Deinem Professor Eindruck in Sachen Belesenheit zu schinden und klarzustellen, dass Du Dich mit Deinem Thema in akademisch einwandfreier Weise auseinandergesetzt hast. Wie Du siehst ein gutes Handout erstellen kein Hexenwerk, aber dafür sehr viel Arbeit. Andererseits gilt dies aber auch für den Vortrag als solchen. Und wenn Du Dir für diesen bereits viel Mühe gegeben hast, macht es Sinn, mit der gleichen Energie dafür zu sorgen, dass Deine wichtigen Gedanken bei Deinen Zuhörern auch wirklich ankommen.

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Medizinstudium – der Traum vom Arztberuf

Ein Medizinstudium ist heiß begehrt: Über 43.000 Kandidaten bewerben sich auf rund 9.000 Studienplätze. In 14 Bundesländern brauchst du einen NC von 1,0 für diesen Studiengang. Der Arztberuf verspricht eine spannende Tätigkeit mit einem lukrativen Gehalt. Auch das hohe Ansehen mit dem dieser Beruf verbunden ist, macht das Medizinstudium attraktiv.

Medizinstudium: Voraussetzungen

Man kann über sehr gute Noten, viele Wartesemester oder interne Richtlinien einen Studienplatz erhalten

Man kann über sehr gute Noten, viele Wartesemester oder interne Richtlinien einen Studienplatz erhalten

Ein Bewerber muss mit vier anderen Kandidaten um einen Studienplatz konkurrieren. Im Vergleich zu anderen Fachrichtungen fällt die Konkurrenz enorm hart aus, weshalb ein NC von mindestens 1,4 benötigt wird. Das Medizinstudium gilt als interessant und verspricht eine goldene Zukunft. Gleichzeitig musst du dich richtig anstrengen, da ein medizinisches Studium sehr anspruchsvoll ist.

Formale Voraussetzungen

Die Vergabe der Studienplätze ist über hochschulstart.de geregelt. Somit bewirbst du dich nicht direkt an der Hochschule, wie es meistens der Fall ist. Rund 20 % der freien Plätze gehen an die notenbesten Bewerber, weitere 20 % werden anhand von Wartezeiten verteilt. Nun bleiben 60 % übrig, welche die Universitäten nach eigenen Richtlinien vergeben.
Für ein Medizinstudium benötigst du die Allgemeine Hochschulreife oder eine gleichwertig anerkannte Schul- oder Berufsausbildung. Diese NC-Werte helfen dir dabei, eine geeignete Universität zu finden:

– Berlin-Charité 1,0
– Universität zu Köln 1,0
– Eberhard Karls Universität Tübingen 1,0
– Westfälische Wilhelms-Universität Münster 1,0
– Universität Hamburg 1,0
– Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg 1,0
– Ludwig-Maximilians-Universität München 1,1
– RWTH Aachen 1,1
– Julius-Maximilians-Universität Würzburg 1,1
– Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 1,1
– Universität Bremen 1,1
– Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 1,1
– Justus-Liebig-Universität Gießen 1,1
– Georg-August-Universität Göttingen 1,2
– Johannes Gutenberg-Universität Mainz 1,2
– Universität des Saarlandes 1,4
– Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1,4

Wenn du dich einige Jahre gedulden kannst, erhältst du einen Studienplatz über deine Wartesemester. Aktuell sind es 12 bis 14 Semester, die du abwarten müsstest. Alternativ versuchen es einige Bewerber mit einer Studienplatzklage. Diese Option kann schnell ins Geld gehen und der Erfolg ist äußerst ungewiss. Alternativ kannst du im europäischen Ausland mit einem Medizinstudium beginnen und nach Abschluss des vorklinischen Teils nach Deutschland wechseln.

Persönliche Voraussetzungen

Keine Berührungsangst ist eine von vielen Voraussetzungen

Keine Berührungsangst ist eine von vielen Voraussetzungen

Als Arzt hast du täglich mit kranken Menschen zu tun. Dafür solltest du über ein gutes Einfühlungsvermögen verfügen und gerne intensive Gespräche führen. Berührungsängste sind am besten ein Fremdwort für dich. Später musst du im Krankenhaus tiefe Wunden versorgen und triffst gesundheitliche Entscheidungen. Das betrifft nicht nur die Patienten, sondern deine eigene Gesundheit. Lange Arbeitszeiten und viele Nachtschichten gehören zum Arztleben einfach dazu. Langfristig kannst du eine Praxis eröffnen und den hohen Stresspegel senken.

Studieninhalte eines Medizinstudiums

Medizin studieren dauert in Deutschland 12 Semester und 3 Monate. Das Studium ist in der Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO) einheitlich geregelt.

1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung: Vorklinischer Teil

Im vorklinischen Teil lernt man die Grundlagen

Im vorklinischen Teil lernt man die Grundlagen

Dieser Studienabschnitt (1. bis 4. Semester) vermittelt dir die natur- und sozialwissenschaftlichen Grundlagen. Du lernst den Aufbau und die Funktionen des menschlichen Körpers kennen. In dieser Phase musst du eine Erste-Hilfe-Ausbildung und ein Krankenpflegepraktikum absolvieren.

Studienschwerpunkte:
– Anatomie
– Biochemie
– Biologie
– Chemie
– Psychologie
– Physik
– Physiologie

Dieser Abschnitt schließt mit einer umfangreichen Prüfung ab. Sie wird auch als Physikum bezeichnet und enthält Fragen zu den oben genannten Fachgebieten. Der schriftliche Teil ist ein bundesweiter Multiple-Choice-Test, der sich über 2 Tage mit jeweils 4 Stunden in vier Abschnitten erstreckt. Mündlich wirst du zu den Themen Anatomie, Physiologie und Biochemie abgefragt.

2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung: Klinischer Teil

Im klinischen Teil (5. bis 10. Semester) wird der Fokus auf Krankheiten und deren Heilung gelegt. Der Schwerpunkt liegt komplett beim Patienten.

Studienschwerpunkte:

– Allgemeinmedizin
– Augenheilkunde
– Chirurgie
– Dermatologie
– Humangenetik
– Innere Medizin
– Neurologie
– Orthopädie
– Pathologie
– weitere Bereiche wie Notfallmedizin oder Rehabilitation

Das praktische Jahr findet im Krankenhaus statt

Das praktische Jahr findet im Krankenhaus statt

Darauf folgt das Praktische Jahr (11. und 12. Semester), mit dem du das Medizinstudium fast abgeschlossen hast. Es findet im Krankenhaus statt und wird in 3 Abschnitten mit jeweils 16 Wochen durchgeführt. Du kannst dich praktisch in den Bereichen Allgemeinmedizin, Chirurgie und Innere Medizin betätigen.
Hast du den vorklinischen Teil bestanden, kannst du mit deiner Famulatur beginnen. Sie muss bis zum 10. Semester vollendet sein und hat eine Dauer von 4 Monaten. Die ÄAppO schreibt 2 Monate Krankenhaus und 1 Monat in einer Arztpraxis zwingend vor. Den übrigen Monat kannst du nach deinen Interessen einteilen. Dieses Praktikum musst du in der unterrichtsfreien Zeit sinnvoll unterbringen.
Der klinische Teil endet mit dem zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Sobald du diese Prüfung bestanden hast, ist dein Medizinstudium beendet. Sie nimmt 3 Tage mit einem Umfang von jeweils 5 Stunden in Anspruch. Es handelt sich um eine mündlich-praktische Abschlussprüfung. Sie wird in den Monaten Mai/Juni und November/Dezember durchgeführt. Du musst beweisen, dass du eine Gesundheitsstörung erkennen und sie mit Symptomen begründen kannst. Im mündlichen Teil werden vier Studenten circa 4 Stunden auf einmal abgefragt. Die Themen sind Chirurgie, Innere Medizin und ein Fach deiner Wahl. Per Los erhältst du ein weiteres Fachgebiet, zu dem du Fragen beantworten musst.
Sobald du diese Prüfung bestanden hast, kannst du die Approbation beantragen. Das ist die Erlaubnis, um als Arzt oder Ärztin tätig zu sein.

Der Weg zum Doktortitel

Auch wenn ein Arzt gelegentlich als Herr oder Frau Doktor bezeichnet wird, macht dich ein abgeschlossenes Medizinstudium nicht automatisch zum Doktor. Es braucht eine Promotion, um den Doktortitel zu erwerben. Dafür schreibst du eine Dissertation, welche du mündlich verteidigen musst.

Fazit

Ein Medizinstudium ermöglicht dir eine Karriere im Gesundheitswesen. Während Männer rund 7.000 Euro verdienen, erhalten Frauen etwa 4.400 Euro brutto im Monat. Neben dem Gehalt ist für viele Bewerber das hohe Ansehen entscheidend. Darüber hinaus kannst du dich mit einer Praxis selbstständig machen und dich so auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisieren.

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