Studieren leichtgemacht – Nützliche Apps für Studenten

Immatrikulieren, einige Vorlesungen besuchen und ab und zu in ein Buch schauen – so einfach ist das Studentenleben wohl nur, glaubt man einem gängigen Klischee. Zum Glück gibt es heutzutage jedoch zahlreiche grandiose Apps für Studenten, welche dir bei der Organisation deines Studiums, beim Lernen, den Finanzen und in vielen weiteren Bereichen eine echte Hilfe sein können. Hier sind daher einige nützliche Handy-Programme, die dein Studentenleben um Einiges erleichtern.

Entwirre deinen Studienalltag – Hilfreiche Programme zur Studienorganisation

Wer erfolgreich studieren möchte, sollte gut organisiert sein. Klausurtermine, Namen von Professoren, Raumnummern oder Treffen mit Arbeitsgruppen sind ansonsten schnell vergessen oder geraten durcheinander. In den Stores verschiedener Anbieter findest du daher zahlreiche Apps für Studenten, die die Studienorganisation zum Kinderspiel werden lassen.

  • – Der kostenlose „Stundenplan Deluxe“ für Android bietet dir die Möglichkeit, Stundenpläne zu erstellen, Klausurtermine einzutragen, Noten zu verwalten und beinhaltet viele weitere Funktionen, die die Organisation des Studiums erleichtern.

 

  • – Durch „Evernote“ für Android und iPhone ist es dir fast unmöglich, eine tolle Idee zu vergessen. Mit der kostenlosen App kannst du nämlich all deine Geistesblitze festhalten, dir Notizen machen oder To-Do-Lists erstellen.

 

  • – Praktisch ist des Weiteren die „Dropbox“ für Android und iPhone. Hier kannst du Dokumente wie etwa PDF-Dateien, Excel-Tabellen oder Fotos hinterlegen, so dass andere Nutzer darauf Zugriff haben. Dadurch ist es beispielsweise möglich, Folien einer verpassten Vorlesung einzusehen, die einer deiner Kommilitonen in der Dropbox hochgeladen hat.

 

Anglistik, Mathematik, Germanistik – Apps für jeden Studiengang

Je nach Studiengang kann sich auch der Download einiger studienspezifischer Apps für Studenten richtig lohnen. Hiermit lassen sich Wörter in einer Fremdsprache schnell übersetzen, komplizierte Formeln werden im Handumdrehen gelöst oder das Programm ersetzt das Herumschleppen dicker Wälzer.

  • – Für alle Studenten, die Sprachen studieren, eignen sich besonders kostenlose Übersetzer wie etwa das „dict.cc Wörterbuch„. Mit dieser App für Android und iPhone kannst du schnell nach unbekannten Vokabeln suchen, ohne dass du extra ein Wörterbuch mit dir herumtragen musst. Empfehlenswert ist außerdem das Programm „Rechtschreibprüfung online„. Hiermit kannst du kostenlos einen von dir geschriebenen Text auf Rechtsschreibfehler hin überprüfen.

 

  • – Auch für Mathematiker, Naturwissenschaftler oder Informatiker lassen sich einige wirklich nützliche Apps für Studenten finden. Zu nennen ist etwa „Merck PSE“ für Android und iPhone. Hiermit steht dir das Periodensystem der Elemente kostenlos zur Verfügung. „iMathematics“ für Android und iPhone kannst du ferner während deiner Mathevorlesung einsetzen, egal ob es um Geometrie, Analysis oder Algebra geht.

 

  • – Jurastudenten können vor allem dann auf einige hilfreiche Apps zurückgreifen, wenn sie ein iPhone besitzen. Im App-Store findest du beispielsweise „Jurion Mobile„. Hiermit kannst du kostenlos zahlreiche Gesetzestexte, Rechtsbegriffe sowie Urteile einsehen.

 
Weitere nennenswerte Apps für Studenten:

  • – Linguee
  • – Babbel
  • – Math42 (nur für IPhone)
  • – Kindle
  • – Wikipedia Mobile
  • – Microsoft Office Mobile
  • – Kurvendiskussion
  • – Google Drive
  • – WolframAlpha (2.29 Euro für Android; 2.69 Euro für iPhone)
  • – Archimedes (nur für iPhone; 4.99 Euro)

 

Wohnungs- und Jobsuche 2.0 – Nützliche Apps für Studenten

Wenn du für dein Studium in eine fremde Stadt ziehst, musst du dich natürlich zunächst auf Wohnungssuche begeben. Auch hierfür haben sich einige nützliche Apps etabliert, die es spielend möglich machen, eine neue Bleibe schnell, unkompliziert und vor allem jederzeit zu finden. Gleiches gilt für die Suche nach einem Studentenjob. Darüber hinaus stehen dir zahlreiche Apps zur Verfügung, die es dir erleichtern sollen, dich in einer neuen Stadt zurechtzufinden.

  • – Für die Suche nach einer Wohnung kannst du zwischen verschiedenen Apps wählen. Kostenlos sind beispielsweise Wohngemeinschaft.de, Studenten-WG.de (nur für iPhone) oder Immowelt.de. Für Studenten eignet sich besonders das Programm von Studenten-WG.de, da du hier eine Vielzahl von WG-Inseraten sowie günstige 1-Zimmer-Wohnungen finden kannst und zudem keine Maklercourtage zahlen musst. Mit der „Öffi – Fahrplanauskunft“ für Android findest du dich bei deiner Wohnungssuche in einer fremden Stadt zudem spielend zurecht.

 

  • – Damit du deine Miete dann auch wirklich bezahlen kannst, steht dir kostenlos die Jobbörse der Agentur für Arbeit als App zur Verfügung. Hiermit kannst du schnell und übersichtlich mit deinem Smartphone oder iPhone nach geeigneten Studentenjobs suchen.

 

Geld sparen mit den richtigen Smartphone-Programmen

Als Student bist du natürlich auch immer auf der Suche nach besonders attraktiven Schnäppchen. Tolle Sonderangebote findest du mit den folgenden Spar-Apps für Studenten.

  • – Die kostenlosen Apps „Sparpionier“ und „Geizhals“ vergleichen für dich Preise und machen dich auf die besten Schnäppchen aufmerksam. Ersteres Programm kannst du vor allem nutzen, wenn du im Supermarkt nach günstigen Lebensmitteln suchst, wohingegen „Geizhals“ dich über Sonderangebote im Bereich Unterhaltungselektronik und Hardware informiert. Beide Apps kannst du sowohl mit Android als auch mit dem iPhone herunterladen.

 

  • – Mit dem Auto in deine Heimatstadt oder mit der Bahn von München nach Hamburg? – Das wird nicht gerade billig, es sei denn, du findest eine passende Mitfahrgelegenheit. Mit der gleichnamigen App kannst du kostenlos nach einem freien Platz in einem Gefährt deiner Wahl suchen oder selber eine Fahrt von A nach B anbieten. Sollte Letzteres der Fall sein, lohnt sich darüber hinaus der Download von „mehr-tanken„. So erfährst du schnell und unkompliziert, welche Tankstelle in deiner näheren Umgebung Sprit am günstigsten anbietet. Beide Apps für Studenten sind kostenlos für iPhone und Android erhältlich.

 

  • – In den Semesterferien stehen bei vielen Studenten spannende Reisen in ferne Länder an. Einen Aufenthalt in einem 5-Sterne-Hotel können sich jedoch nur die wenigsten leisten. Dies ist aber kein Problem für echte Abenteurer. Mit der App von „Hostelworld“ für Android und iPhone findest Du im Handumdrehen günstige Hostels in über 6000 Destinationen der Welt.

 

Feiern ausdrücklich erlaubt! – Party-Apps für Studenten

Wer viel lernt, darf auch zwischendurch mal richtig feiern. Mit folgenden Apps für Studenten findest du zielsicher die besten Partys und angesagtesten Clubs in deiner Stadt.

  • – Mit der App von „virtualnights.com“ bist du immer top informiert über aufregende Events und Partys in deiner Nähe. Zudem kannst du dir Bewertungen und Fotostrecken anderer User ansehen. Finde außerdem heraus, auf welcher Feier deine Facebook-Freunde als nächstes aufschlagen und kommentiere ihre Party-Fotos. „Virtualnights.com“ ist kostenlos für Android und iPhone erhältlich.

 

  • – Die Studienzeit ist selbstverständlich auch dazu da, neue Leute kennenzulernen und vor allem zu flirten. Nichts leichter als das mit „Lovoo„. Die App zeigt dir an, ob flirtwillige Singles sich in deiner Nähe befinden und gerne mit dir chatten möchten. Lovoo kannst du mit deinem iPhone oder Smartphone kostenlos herunterladen. Nur die Premium-Mitgliedschaft ist kostenpflichtig (5.83 Euro/Monat)

 

  • – Wenn du jedoch nicht flirten, sondern lieber trinken möchtest, solltest du dir das Spiel „I never Party“ im App- oder Playstore herunterladen. Die kostenlose App verfügt über mehr als 1000 „Ich-habe-noch-nie-Statements“, die deine Freunde vielleicht in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen.

Einrichtungstipps für die erste Wohnung

Die erste eigene Bude oder Wohnung ist für Studenten beides: Wunschtraum und Herausforderung. Man hat nicht viel und will doch mehr. Jetzt kommt es drauf an, dass man fehlendes Geld durch Cleverness und Kreativität ersetzt. Denn Wohlfühlen beim Wohnen ist wichtig, von Anfang an. Hierzu ein paar Einrichtungstipps.

Am Anfang steht ein Plan

Oh, wie langweilig, denkst du vielleicht jetzt. Aber zum einen ist das nur der Anfang und zum anderen hilft ein Plan, die größten Fehler zu vermeiden. Manche kaufen oder „organisieren“ (dazu später mehr) nämlich jetzt alles auf einmal. Die Folge: Alles ist bald zugestellt, passt nicht zueinander und dann muss man den Kram wieder loswerden. Was ist dein Plan? Er besagt, was dir wichtig ist. Um das herauszufinden, muss man sich erst einmal in die neue Wohnung einfühlen. Also provisorisch beginnen: Matratze auf dem Boden und aus Taschen und Koffer leben. Schon bald stellen sich erste Impulse und Ideen für die persönliche Raumgestaltung ein.

Was wichtig ist, dass kommt zuerst

Diese Vision wird jetzt deutlicher vor deinen Augen auftauchen. Und das darf nicht nur, das soll ganz individuell und persönlich sein: Franziska träumt vom 2 X 2 Meter-Bett, das ist ihr Port. Daniel möchte lieber eine gute Musikanlage für fetzigen Sound. Peggy braucht einen guten PC und Nico einen super bequemen Bürostuhl. Solche Entschlüsse schaffen Prioritäten, und das ist gut so. Der Raum bekommt Struktur und die Budgetierung auch.

Aus alt mach nutzbar, sogar schön

Neue Möbel sind meist teuer. Junge Menschen haben meist ein Kapital, dass ihnen vielleicht nicht so bewusst ist: Sie haben Kontakt. Freunde, Bekannte, Verwandtealle haben irgendetwas in Kellern und auf Speichern stehen, was sie nicht mehr brauchen. Zum Start sind diese Dinge oft genau richtig, und meist bei Abholung kostenlos zu „organisieren“. Manchmal bedarf es etwas Farbe, Schmirgelpapier, ein wenig Dekostoff, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Entsprechende Seiten zu Einrichtungstipps im Internet geben Ungeübten hierzu auch Anregungen.

Gebrauchte Möbel – gut und günstig

Wenn du dir Zeit nimmst, findest du auch preiswerte Gebrauchtmöbel: Flohmärkte, TrödellädenRestecken in Möbelgeschäften – stöbern lohnt sich. So lernst du auch deine Umgebung, falls sie neu ist für dich, so richtig kennen. In vielen Städten gibt es heute auch „Antikmärkte“ für den kleinen Geldbeutel. Ein Holzsekretär für 30 Euro ist da durchaus drin. Wenn du unsicher bist, nehme jemand mit, etwa einen Kommilitonen von der Uni. So kommst du auch zu ersten Kontakten und weiteren Einrichtungstipps.

Wo man wirklich sparen kann

In der ersten Wohnung brauchst du noch keine Wohnzimmerschrankwand, keine Polstersitzgarnitur oder einen riesigen Eichenkleiderschrank. Vielleicht ziehst du in den nächsten fünf Jahren noch drei Mal um. Dann sind solche riesigen und auch meist sehr teuren Einrichtungsgegenstände nur lästig. Auch wenn du es von zu Hause so kennst, man kann zunächst auch ohne diese Dinge wohnen. Zwei kleine Sessel und ein Hocker geben auch eine variable Sitzecke, dein alter großer Koffer oder eine Europalette auf vier Steinen werden zum Couchtisch und ein Brett auf zwei Holzböcken wird zum Tisch für alle Fälle. Und es gibt kleine Schränke ausstoffbespannten Gestellen als Stauraum – fürs Erste.

„Ich bin zwei Möbel“

Das könnte die Schlafcouch von sich sagen oder auch ein höhenverstellbarer Tisch. Die Idee ist simpel: Alle Einrichtungsgegenstände mit Doppelfunktion helfen dir, sowohl Geld als auch Platz zu sparen. Für letzteres sind auch alle Dinge gut, die mit Klapp- beginnen: –bett, –tisch und –stühle können Platz geben für Besuch – um dann auch wieder platzsparend zu verschwinden.

Trotz Studieren finanzieren!

Wie anfangs schon erwähnt, solltest du deine Vorlieben, Ticks und Spleens auch in deine erste Wohnung integrieren. Sie gehören zu dir und schaffen Behaglichkeit und eigenen Stil. Sei es ein bisschen Luxus, das persönliche Highlight, ein Fitnessgerät oder eine technische Spielerei wie ein Plasmafernseher. Erlaubt ist, was machbar ist. Mache aber einen realistischen Finanzplan und begrenze es auf dieses eine Glanzstück in deinen vier Wänden. Die Wirkung ist nicht zu unterschätzen: Gerade wenn du zunächst Probleme hast, Einfaches und Provisorisches vorübergehend zu akzeptieren, du wirst dich leichter tun, wenn du einen wirklich elementaren Wunsch auch zu Studienzeiten lebst. Lasse dir Zeit herauszufinden, was dich da wirklich glücklich macht.

Den eigenen Stil finden und pflegen

Wenn man von zu Hause weg geht, ist das eine große Veränderung im Leben. Erst jetzt wird deutlich werden, an was du dich gewöhnt hast. Was du wirklich gut findest und von was du dich gerne verabschieden möchtest. Jeder Neuanfang im Leben ist die Chance für diese Schritte. Wenn dein Wohnraum deine Energie ausstrahlt und deine Träume spiegelt, dann ist dein Heim der Ort, an dem du auftanken und dich erholen, aber auch studieren und lernen kannst. Eine passende und zeitlose Dekomöglichkeit sind Fotografien: Menschen, die man mag, Reiseziele (erreichte oder geträumte) oder Kunst. Poster, Plakate und Postkarten aus der Heimatstadt erinnern, wo man herkommt.

Ein Letztes: Ordnung und Licht

Das klingt ja wieder wie am Anfang mit dem Plan, denkst du jetzt. Letztlich ist es aber Lebenserfahrung: Ordnung ist zwar nur das halbe Leben, hilft aber ungemein. Chaos gibt es sowieso, und auch das ist gut so. Aber ein Grundzustand von Ordnung und Sauberkeit im Heim hilft, sich wohlzufühlen. Mülleimer, Papierkorb, Platz für Schmutzwäsche, Schnellhefter, Ablagesystem am Schreibtisch usw. sollten da sein. Aber es muss dein eigenes System sein und dir entsprechen, damit du es auch gerne nutzt. Du musst nicht eine als zwanghaft empfundene Ordentlichkeit der Eltern kopieren. Du brauchst aber auch nicht durch Chaos dagegen rebellieren. Für Atmosphäre ist neben genannten Einrichtungstipss und der Ordnung das Licht ganz entscheidend: Kerzen schaffen Gemütlichkeit, das weiß jeder. Aber auch bei Lampen lohnt es, in warmleuchtende Glühbirnen oder gar in Vollspektrumlampen zu investieren. Lichterketten sind nicht nur im Winter sehr angenehm. Denn nur, wenn Schönes in angenehmes Licht getaucht ist, wirkt es auch schön.

Bafög – Alles was du darüber wissen musst

Um Bildungsgerechtigkeit zu gewährleisten und ein Hochschulstudium nicht von den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen abhängig zu machen, gewährt der Staat den Studierenden unter Umständen BAföG.

Wer kann BAföG beantragen?

Studierende an Fachhochschulen, Hochschulen und Akademien können BAföG beantragen. Daneben existiert auch das sogenannte Meister-BAföG, welches der Aufstiegsförderung von Handwerkern und Fachkräften dient. Auch wird in manchen Fällen Schüler-BAföG gewährt, welches auch während zwingend erforderlichen Praktika bezogen werden kann und welches als Vollzuschuss ausgezahlt wird.
Studenten mit deutscher Staatsangehörigkeit können prinzipiell BAföG beantragen. Studierende aus dem Ausland können ebenfalls förderberechtigt sein, wenn ihre Eltern oder ihr Ehepartner die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Ebenso können Asylberechtigte, Flüchtlinge oder Studenten aus EU-Mitgliedsländern BAföG erhalten.

Ein weiteres Kriterium ist die fachliche Eignung des Antragstellers. Daher werden in der Regel ab dem fünften Semester Eignungsnachweise gefordert, meist das Zeugnis über die bestandene Zwischenprüfung.
Auch Altersgrenzen musst du berücksichtigen: Das Studium, für welches Sie BAföG beantragen, muss vor dem 30. Geburtstag begonnen werden; bei Master-Studiengängen gilt die Altershöchstgrenze des 35. Geburtstages. Von diesen Altersgrenzen sind Personen, welche über den zweiten Bildungsweg zum Studium gelangt sind, ausgenommen. Auch familiäre oder persönliche Faktoren, wie z. B. Krankheiten oder Kindererziehungszeiten, können eine Ausnahme rechtfertigen.
BAföG wird nur gewährt, wenn der Student den Lebensunterhalt nicht selbst oder durch das Einkommen der Eltern oder des Ehepartners finanzieren kann. Auch vorhandenes Vermögen des Antragstellers wird mit angerechnet.

Wo kann man sich informieren?

Informationen erhält man beim zuständigen BAföG-Amt, welches an Hochschulen meist dem jeweiligen Studentenwerk angegliedert ist.
Im Internet informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf www.das-neue-bafoeg.de sehr detailliert. Hier können Sie auch Antragsformulare einsehen und ausdrucken.

Welche Leistungen kann man erwarten?

Grundsätzlich ist es ratsam, den Antrag so früh wie möglich zu stellen, da BAföG nicht rückwirkend ausgezahlt wird. Allerdings kann man erst dann BAfög beantragen, wenn man immatrikuliert ist. Erst dann weiß man sicher, welches BAföG-Amt tatsächlich zuständig ist.
Die Dauer, während der man BAföG beziehen kann, richtet sich nach der Regelstudienzeit der jeweiligen Fachrichtung.
Die Höhe von BAföG ist abhängig davon, ob der Studierende im Elternhaus oder auswärts wohnt und über welches Einkommen der Studierende, seine Eltern und sein Ehepartner verfügen.
Der Höchstsatz beläuft sich auf 432 EUR im Monat, wenn du als Student noch zu Hause wohnst und auf 585 EUR, wenn du eine eigene Wohnung benötigt. Ist der Studierende privat oder gesetzlich krankenversichert, erhöht sich der monatliche Förderbetrag um 47 EUR.
50% des BAföGs werden als Zuschuss gewährt, welcher nicht zurückgezahlt werden muss. Die zweite Hälfte der Förderung ist ein zinsloses Darlehen, welches nach Beendigung des Studiums zurückgezahlt werden muss. Die Tilgung beginnt erst fünf Jahre nach Beendigung des Studiums, wenn man in der Regel im Berufsleben Fuß gefasst hat und über ein austrägliches Einkommen verfügt. Die Tilgung muss innerhalb von 20 Jahren erfolgen. Die Mindesthöhe der Raten beträgt 105 EUR monatlich. Die Rückzahlung erfolgt sozialverträglich, z. B. kann man bei geringem Einkommen einen Erlass beantragen.