Erfolgreich BWL studieren

Ein BWL Studium vermittelt betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Du wirst in Bereiche wie Marketing, Rechnungswesen oder Volkswirtschaftslehre eingeführt. Wer BWL studieren will, sollte sich für wirtschaftliche Sachverhalte interessieren. Vom Bankwesen bis hin ins Management sind viele Tätigkeiten mit diesem Studium denkbar.

Wer sollte BWL studieren?

Das Studium der Betriebswirtschaftslehre qualifiziert dich für ein breites Aufgabengebiet. Betriebswirte werden in fast jedem Unternehmen auf diversen Positionen benötigt, Aufstiegschancen inklusive. So manch einer erreicht im Laufe seiner Karriere hohe Führungspositionen. Deshalb gehört BWL zu den beliebtesten Studiengängen in Deutschland.
Mit diesem Studium bleibst du flexibel, da du jederzeit neue Schwerpunkte setzen kannst. Wenn du möchtest, kannst du sogar ein eigenes Unternehmen gründen. Dafür ist es hilfreich, zuerst praktische Erfahrungen zu sammeln.

Was sind die Voraussetzungen?

Im BWL Studium wirst du mit den Themen Mathematik und Wirtschaft konfrontiert.

Das BWL Studium beinhaltet Themen, wie Mathematik und Wirtschaft.

Da es sich um einen gefragten Studiengang handelt, ist nur eine begrenzte Anzahl an Hochschulplätzen vorhanden. In der Regel setzt dieses Studium einen bestimmten Numerus clausus (NC) voraus. Das Studium wird an Universitäten und Fachhochschulen angeboten. So kannst du auch ohne Abitur mit der Fachhochschulreife BWL studieren.
Ein „normales“ Vollzeitstudium gilt als typisches Studienmodell. Zuletzt ist das duale oder berufsbegleitende Fernstudium populär geworden. Beide Formen vereinen Theorie und Praxis in einem hohen Umfang. Dafür fällt die Belastung deutlich höher aus, da du neben dem Studium arbeiten musst.
Einige Hochschulen führen interne Eignungstests durch, um die Fähigkeiten ihrer Bewerber zu prüfen. Zudem kann ein Motivationsschreiben erforderlich sein. Informiere dich über die Zugangsvoraussetzungen der jeweiligen Institution.

Zur Orientierung die NC-Werte einiger Hochschulen:

– Universität Bayreuth (Bayern) 2,0
– Humboldt-Universität zu Berlin 2,0
– Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin 1,7
– Universität Bremen 2,0
– BTU Cottbus-Senftenberg (Brandenburg) 2,2
– Universität Hamburg 2,1
– Hochschule Darmstadt (Hessen) 2,6
– Frankfurt University of Applied Sciences (Hessen) 2,3
– Fachhochschule Bielefeld (NRW) 2,6
– Fachhochschule Dortmund (NRW) 3,0
– Universität zu Köln (NRW) 1,2
– Universität Trier (Rheinland-Pfalz) kein NC
– Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Sachsen-Anhalt) kein NC
– Fachhochschule Kiel (Schleswig-Holstein) 2,4

Persönlich solltest du dich für Mathematik und Wirtschaft interessieren, wobei der berufliche Fokus klar auf dem zweiten Punkt liegt. Wer eines Tages in Australien oder in den USA arbeiten möchte, sollte sich für einen internationalen Studiengang entscheiden. Dafür benötigst du sehr gute Englischkenntnisse, da Fachtexte in dieser Sprache an der Tagesordnung stehen. In der Regel müssen alle Studenten einige Seminare und Vorlesungen auf Englisch absolvieren.
Einige Institutionen schreiben ein Zweitfach zwingend vor. Das erlaubt dir, bereits am Anfang einen Schwerpunkt zu setzen. Wer sich für Informatik interessiert, kann beide Fächer kombinieren. Das geht sogar mit Studiengängen wie Geschichte oder Sinologie. Fokussiere dich bewusst auf einen Bereich, um deinen Berufswunsch mit sinnvollen Praktika zu untermauern.

Wie ist das BWL Studium aufgebaut?

Nach dem Grundstudium kannst du Schwerpunkte, wie Wirtschaftspsychologie wählen.

Nach dem Grundstudium kannst du Schwerpunkte, wie zum Beispiel Wirtschaftspsychologie wählen.

Die meisten Hochschulen bieten Betriebswirtschaftslehre als sechs- bis achtsemestrigen Bachelor an. In den ersten drei Semestern werden Grundlagen und Methoden vermittelt. Das ist wichtig, um wissenschaftlich arbeiten zu können. Viele Universitäten legen den Schwerpunkt auf Vorlesungen. In Fachhochschulen sind eher kleinere Gruppen üblich. Generell ist hier das BWL Studium deutlich praktischer als in Universitäten ausgelegt.
Wenn du die Grundlagenfächer bestanden hast, musst du dich auf einen Schwerpunkt spezialisieren. Das kann zum Beispiel das Vertriebswesen oder die Wirtschaftspsychologie sein. Je nach Hochschule fällt das Angebot an Modulen unterschiedlich aus. In der Regel musst du ein oder zwei Praktika absolvieren. Sie sollen dir helfen, in das künftige Tätigkeitsfeld reinzuschnuppern und erste Kontakte zu knüpfen. Manchmal fällt es Absolventen schwer, sich für einen Job zu entscheiden. Ein Praktikum unterstützt dich bei deiner Entscheidung.

Wer BWL studieren will, muss sich auf folgende Themen einstellen:

 

– Betriebswirtschaftslehre
– Finanzierung
– Marketing
– Management
– Statistik
– Rechnungswesen
– Recht
– Wirtschaftsmathematik
– Volkswirtschaftslehre

Fächer werden im BWL Studium meist mit einer Klausur abgeschlossen.

Fächer werden im BWL Studium meist mit einer Klausur abgeschlossen.

Zudem stehen Wirtschaftssprachen wie Englisch, Französisch oder Spanisch auf deinem Stundenplan. Möchtest du einfach „nur“ BWL studieren, sind englische Sprachkenntnisse notwendig. Generell beruht das Studium auf Vorlesungen mit Klausuren und eher weniger auf Hausarbeiten. Manche Seminare werden komplett auf Englisch abgehalten, je nach Ausrichtung der Hochschule. Vor Studienstart solltest du deine Sprachkenntnisse auffrischen, falls du dich unsicher fühlst.
Nach dem Bachelor kannst du direkt ins Berufsleben einsteigen. Alternativ ist ein zwei- bis viersemestriges BWL Master Studium möglich. Du kannst deine Kenntnisse vertiefen und an deinem Schwerpunkt arbeiten. Für bestimmte Branchen werden spezialisierte BWL Studiengänge angeboten. Das kann die Logistikbranche, das Gesundheitswesen, aber auch die Industrie und der Handel sein.

Welche Berufsfelder stehen einem Betriebswirt offen?

Ein BWL Studium qualifiziert dich für eine Vielzahl von Tätigkeiten, wie etwa in der Bilanzrechnung, im Controlling oder im Marketing. Ob mittelständischer Betrieb oder globaler Player, du kannst dich bei fast jedem Unternehmen bewerben. Hier findest du eine kleine Auswahl an Arbeitsbereichen:

– Buchhaltung
– Finanzen
– Handel und Logistik
– Unternehmensberatung
– Wirtschaftsprüfung

Auch produzierende Unternehmen suchen fähige Betriebswirte. Versuche möglichst frühzeitig Schwerpunkte zu setzen. Das verschafft dir Vorteile gegenüber anderen Bewerbern, wenn du bereits beim obligatorischen Praktikum einen super Eindruck hinterlassen hast.

Wo kann man BWL studieren?

Das BWL Studium wird bundesweit zahlreich angeboten.

Das BWL Studium wird bundesweit zahlreich angeboten.

In Deutschland wird Betriebswirtschaftslehre an zahlreichen Hochschulen angeboten. Diese Institutionen genießen einen sehr guten Ruf:

– Universität Mannheim
– Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
– Duale Hochschule Baden-Württemberg
– Technische Hochschule Köln
– Technische Hochschule Mittelhessen
– Hochschule für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm
– Hochschule Koblenz
– Berufsakademie Eisenach

Fazit

Mit einem Studium der BWL stehen dir viele Wege offen. Anfangs kannst du mit einem Einstiegsgehalt von rund 2.700 Euro rechnen, das sich in wenigen Jahren auf bis zu 6.500 Euro im Monat erhöhen kann. Für deine berufliche Karriere ist es von Vorteil, eine möglichst frühe Entscheidung zu treffen. Die Konkurrenz ist relativ hoch, da es viele Absolventen gibt. Natürlich sieht es der Arbeitgeber gerne, wenn du ein klares Berufsziel vor Augen hast. Die Kunst besteht darin, einen roten Faden im Lebenslauf zu spinnen.

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