WG-Tipps für das Zusammenleben

Wg-Tipps ZusammenlebenDer Songtext „It’s all about the money“ trifft den Nagel auf den Kopf: Die meisten Studenten suchen sich eine WG, weil sie Geld sparen möchten. Blöd, wenn die Mitbewohner großen Wert auf den gemeinsamen Spieleabend legen. Diesen Anspruch stellen sie an ihren neuen Bewohner, der beim Casting falsche Hoffnungen geweckt hat. Ja, er liebt Brettspiele – von wegen! Doch auch unter den besten Freunden können Probleme auftreten. Damit daraus kein Riesenchaos entsteht, helfen wir dir mit nützlichen WG-Tipps weiter.

Casting für Fortgeschrittene

Ein Casting hat einen festen Ablauf. Normalerweise trifft man sich abends auf einen heißen Kaffee. Du plauderst einige Minuten mit dem Bewerber und versprichst ihm, dich innerhalb der nächsten Tage zu melden. Sofern es sich nicht um eine Zweck-WG handelt, solltest du mit deinen Mitmenschen auf einer Wellenlänge liegen. Du liebst es mit deiner WG zu verreisen? Dir fehlt es an Sportpartnern? Mindestens einmal die Woche möchtest du eine Party feiern? Freilich, ein gemeinsamer Urlaub wäre zu viel des Guten. Nichts spricht gegen eine gemeinsame Sporteinheit. Lade den Bewerber auf eine angesagte Studentenparty ein. So kannst du ihn oder sie besser kennenlernen.

In Großstädten ist die Wohnungssuche eine echte Herausforderung. Gerade in Berlin, München, Köln oder Stuttgart herrscht absolute Wohnungsknappheit. Doch auch in kleinen Universitätsstädten wie Tübingen oder Heidelberg verdienen sich die Vermieter ein goldenes Näschen an den Studenten. Die Preise für Wasser und Strom haben sich in den letzten Jahren drastisch erhöht. Daher steigen die Nebenkosten und treiben die Warmmiete unnötig in die Höhe. Kaum ein Student kann sich eine Wohnung für 400 Euro leisten und es führt kein Weg an einer Wohngemeinschaft vorbei. Du solltest mit dem Bewerber direkt abklären, ob er Zeit mit der WG verbringen möchte oder nur Geld sparen will.

Diese Checkliste erleichtert dir das WG-Casting:

  • Was sind seine Interessen?
  • Geht der Bewerber gerne feiern?
  • Hat er bereits WG-Erfahrungen sammeln können?
  • Wie wichtig ist ihm eine ordentliche Wohnung?
  • Sucht er neue Freunde?
  • Muss er viel für sein Studium lernen?
  • Stört er sich an lauter Musik?
  • Unternimmt er gerne etwas mit seiner WG?
  • Fährt er jedes Wochenende nach Hause?

 

Bei euch steht bald ein Casting in eurer Wohngemeinschaft an? Dann helfen euch bestimmt die kostenlose Druckvorlage für WG-Castings (PDF) weiter.

Eine Woche ohne Regeln

Stell dir vor: Jeder kann sich in deiner WG für sieben Tage alles erlauben. Es gibt keine Regeln. Das dürfte so manchen Erstsemester freuen, der frisch aus seinem Elternhaus ausgezogen ist. Jedoch kann man nur davor warnen, alles zu vergessen, was in einer Familie nützlich für den vernünftigen Umgang war. Niemand putzt die Bäder. Irgendwann türmt sich das Geschirr in der Küche. Der Eingangsbereich sieht eher wie eine Müllhalde aus. Und das WC solltest du lieber meiden. Möchtest du in einer solchen Wohngemeinschaft leben?

WG-Arbeitsuhr

So könnte zum Beispiel die Arbeitsuhr in eurer WG aussehen.


Die Regeln müssen klar definiert sein.
 Damit das Zusammenleben klappt, sollten die Aufgaben im Wochenwechsel von einem anderen WG-Bewohner verrichtet werden. Hierbei ist eine „Arbeits-Uhr“ zu empfehlen. Gehen wir davon aus, dass deine Wohngemeinschaft über vier Mitbewohner verfügt. Statt den Zahlen sind verschiedene Aufgabenbereiche auf dieser Uhr notiert. Sie umfassen Bad, Flur/Müll, Küche und Freizeit. Nun nimmst du vier Zeiger und notierst auf jedem den Namen eines Bewohners. Die Zeiger wandern im Wochentakt zur nächsten Aufgabe. Und das Schönste: Eine Woche im Monat hast du frei!

Anstatt einer Arbeitsuhr möchtet ihr doch lieber auf den alt bewährten Putzplan für eure WG zurückgreifen? Kein Problem, wir haben euch zwei Vorlagen zum Ausdruck erstellt:

Download Putzplan 2er WG (PDF)
Download Putzplan 3er WG (PDF)

Freunde in der Wohngemeinschaft

Eine WG lebt von ihrer Gastfreundschaft. Besucher sind herzlich willkommen, leider mit Ausnahmen. Die große Liebe hat schon oft zu Streitigkeiten in der Wohngemeinschaft geführt. Meistens ist es so, dass er oder sie das WG-Leben komplett durcheinanderbringt. Die Dusche ist ständig besetzt und im Kühlschrank wird mehr Platz benötigt, obwohl die Regale klar aufgeteilt sind. Das führt nicht nur zu verärgerten Gesichtern, sondern erhöht auch die Nebenkosten. Manchmal ist eine Mitbewohnerin in ihren WG-Kollegen verliebt, doch er weiß nichts davon. Sie wird ihm das Leben zur Hölle machen, wenn sie ständig seine neue Flamme zu Gesicht bekommt. In einem solchen Fall solltest du dich fragen, ob die WG in einer derartigen Konstellation überhaupt Sinn macht. Ähnlich verhält es sich, wenn ein Mitbewohner ständig Kommilitonen einlädt. Die Privatsphäre geht flöten und so manch sensibler Bewohner fühlt sich von vielen Menschen gestört. In Bezug auf Freunde sollten klare Grenzen gezogen werden. Wer sich als ruhigen Menschen beschreibt und in Wahrheit nur feiern gehen möchte, wird mit seiner WG nicht zurechtkommen.

Die folgende Regel hilft dir derartige Probleme zu vermeiden: Sobald eine Person mindestens dreimal übernachtet hat, sollte sich die WG zusammensetzen und diskutieren, ob das für jeden in Ordnung ist. Das gilt auch für private WG-Veranstaltungen aller Art – ja, sogar für den Lernnachmittag!

Lärmquellen vermeiden

Summ, brumm. Du möchtest lernen. Deine Bücher liegen vor dir, aber es geht nicht. Ritsch, ratsch. Aus dem Nachbarzimmer drängt Lärm. Es könnte Musik sein. Du weißt es nicht. Lärm stört immer und gilt als Hauptstreitpunkt vieler WGs. Lieder hören, Fernsehen oder Telefonieren – das alles macht Lärm. Einige Personen sagen, ein kurzes Klopfen gegen die Wand genügt und sie machen die Musik leiser. Sie setzen ihre Mitmenschen damit unter Zugzwang, da sie agieren müssen. Wer möchte einem guten Freund seinen Film zerstören, nur weil man gerade etwas Ruhe benötigt? Du könntest als Nörgler dastehen, wenn sich das herumspricht.

Gemeinsam lebt es sich besser

Das Wörtchen WG enthält nicht umsonst den Begriff „Gemeinschaft„. Zusammen geht mehr: Erstelle einen Kochplan und kaufe mit deinen Mitbewohnern ein. Jede Woche ist jemand anderes für den gemeinsamen Einkaufsplan zuständig. Das spart Geld und Zeit, da du in größeren Mengen einkaufen kannst. Erlebe eine schöne Zeit mit deinen Mitbewohnern. Was hältst du von einem gemeinsamen WG-Abend? Im Wochentakt wird abwechselnd gekocht. Jeden Monat gibt es ein anderes Motto. Im Februar steht Mexiko auf dem Speiseplan, während es im März die leckere italienische Küche zu kosten gibt. Hört sich gut an? Noch besser ist eine WG-Party mit Freunden zu veranstalten. Wichtig ist, dass sich keine Lager bilden. So ein Event fördert das Zusammenleben und erstickt Streitigkeit im Keim. Häufig schließen sich mehrere Bewohner gegen die andere Gruppe zusammen. Sie stänkern gegen den Freundeskreis oder kritisieren den Damenbesuch einer Person. In diesem Fall sollten sich alle zusammensetzen und über das Problem offen diskutieren. Es hilft nichts, hinter dem Rücken über jemanden zu lästern.

Ehrlichkeit ist und bleibt das oberste Gebot des erfolgreichen Zusammenlebens.


Downloads in der Übersicht:

Vorlage WG-Casting

Putzplan 2er-WG

Putzplan 2er-WG

Putzplan 3er-WG

Putzplan 3er-WG

 

 

Bildquelle 1: © Yuri Arcurs / Fotolia.com

Private oder staatliche Hochschule?

Wer ein Studium aufnehmen möchte, muss sich mit einer ganzen Reihe von Fragen auseinandersetzen. Dazu gehört nicht nur die Wahl des Studienortes und des Studienfaches, sondern auch die Frage, ob eine private oder eine staatliche Hochschule die besseren Ausbildungs- und Karrierechancen bietet. Allzu oft grassiert das Vorurteil, dass an einer privaten Hochschule nur die Kinder reicher Eltern studieren, deren Abiturdurchschnitt zu schlecht ist, um an einer staatlichen Hochschule die Zulassung zu erhalten. Dem ist jedoch keineswegs so. Auch private Hochschulen verfügen über ein umfangreiches Zulassungsverfahren, das sich allerdings erheblich von dem Zulassungsverfahren an einer staatlichen Hochschule unterscheiden kann. Auswahlgespräche, Eingangstests oder Accessment-Center sind hier die Regel, während es bei einer staatlichen Hochschule vor allem auf den Numerus Clausus ankommt. Außerdem sind die Studiengebühren an einer privaten Hochschule ein nicht unerheblicher Faktor. Worauf es sonst noch ankommt, möchte der folgende Artikel beleuchten.

Was ist besser – Private oder staatliche Hochschule?

Sowohl an einer staatlichen als auch an einer privaten Hochschule werden Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten. Allerdings kann sich das Angebot einer privaten Hochschule zum Teil deutlich von dem Angebot einer staatlichen Hochschule unterscheiden. Es ist meistens auf wirtschaftswissenschaftliche, rechtswissenschaftliche oder medizinische Studiengänge begrenzt. Im Gegensatz dazu bieten staatliche Universitäten in größeren Städten nahezu das gesamte Spektrum an Studiengängen an, die derzeit aktuell sind. Dies trifft allerdings nicht immer und überall zu. Aus diesem Grunde wäre es sehr wichtig, dass Du Dich vorher genau informierst, wo Du Dein Lieblingsfach studieren kannst und anschließend eine Auswahl triffst, welche Studienorte ganz konkret infrage kommen. Die Studiengebühren an einer staatlichen Hochschule sind entweder gering oder gar nicht vorhanden. In vielen Städten ist lediglich ein regelmäßiger Semesterbeitrag zu zahlen, der dich allerdings dazu berechtigt, zahlreiche Vergünstigungen an der Universität und an deinem Studienort in Anspruch zu nehmen. Lediglich für Langzeitstudenten fällt in der Regel ein Semesterbeitrag an, der einen drei- bis vierstelligen Eurobetrag pro Semester umfassen kann. Die Studiengebühren an einer privaten Hochschule sind sehr hoch. Dieser Tatsache dürfte der Ruf geschuldet sein, den die Privatunis in weiten Kreisen der Bevölkerung genießen. Sie sind aber nicht nur reichen Personen vorbehalten. Es gibt durchaus die Möglichkeit, ein Stipendium zu beantragen und damit an einer privaten Universität zu studieren. Bevor Du eine solche Entscheidung triffst, solltest Du Dir allerdings sicher sein, dass der Abschluss, den du an der privaten Hochschule erwerben möchtest, staatlich anerkannt ist.

Vor- und Nachteile einer staatlichen Hochschule

Die Zahl der Studenten ist an einer staatlichen Hochschule in der Regel deutlich höher als an einer privaten Hochschule. Volle Hörsäle und übervolle Seminare sind keine Seltenheit. Es gehört mitunter ein großes Durchsetzungsvermögen dazu, freie Plätze in einem Seminar zu ergattern und das Studium in der geforderten Zeit abzuschließen. Außerdem ist die Zahl der Studierenden, die eine Lehrkraft zu betreuen hat, deutlich höher als die Zahl der Studierenden, die an einer privaten Hochschule von einer Lehrkraft betreut werden. Eine gewisse Anonymität herrscht an jeder größeren Universität vor. Dies gilt erst Recht, wenn es sich um ein Studienfach handelt, das sehr begehrt ist. Hier ist es nicht selten, dass sich der Studienanfänger mit mehreren hundert anderen Studienanfängern im Hörsaal wiederfindet. Die Anonymität bietet aber nicht nur Nachteile, sondern auch eine ganze Reihe von Vorteilen. Individualisten haben die Möglichkeit, ihr Studium und ihren Studienrhytmus bis zu einem gewissen Grade selbst zu gestalten. Eine Verschulung ist an einer staatlichen Hochschule weniger gegeben als an einer privaten Hochschule.

Vor- und Nachteile einer privaten Hochschule

Die technische und organisatorische Ausstattung einer privaten Hochschule ist in der Regel deutlich besser als die Ausstattung einer staatlichen Hochschule. Außerdem ist der Studienplan straffer und die Betreuung kann viel persönlicher und individueller gestaltet werden. Anonymität ist an einer privaten Hochschule fast immer ein Fremdwort. Die Studenten und die Lehrkräfte kennen einander und die Studienorganisation ist deutlich straffer als an einer staatlichen Hochschule. Dem stehen die zum Teil sehr hohen Studiengebühren gegebenüber. Einige Privatuniversitäten bieten nicht nur ein Direktstudium in Vollzeit, sondern auch ein Teilzeit- und/oder ein Fernstudium an. So haben auch berufstätige Personen oder Personen, die aus familiären Gründen kein Präsenzstudium absolvieren können die Möglichkeit, einen staatlich anerkannten Studienabschluss zu erwerben. In der Regel besteht eine gute Vernetzung zwischen einer privaten Universität und der freien Wirtschaft. Dies kann ein wichtiger Faktor sein, warum sich eine Person trotz der hohen Studiengebühren für eine private Hochschule entscheidet. Es muss aber auch gesagt werden, dass selbst ein sehr guter Abschluss einer privaten Universität keine Garantie auf eine spätere Karriere oder eine gut dotierte berufliche Stellung gewähren kann. Dennoch fällt den Absolventen einer privaten Hochschule der Einstieg in den Beruf etwas leichter als den Absolventen einer staatlichen Hochschule. Dies gilt vor allem für die Absolventen der wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge, die bevorzugt an den privaten Hochschulen angeboten werden.

Berufliche Chancen – staatliche und private Hochschule

Grundsätzlich können keine allgemeingültigen Aussagen getroffen werden, welchen Studienabsolventen der Berufseinstieg leichter fällt. Dies hängt nicht nur von der Universität, sondern auch vom gewählten Studienfach und von verschiedenen anderen Faktoren ab. Absolventen eines stark nachgefragten Studienganges, die zudem zahlreiche Praktika während des Studiums abgeleistet haben, dürften es nicht allzu schwer haben, eine adäquaten berufliche Stellung zu finden. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob das Studium an einer staatlichen oder einer privaten Universität absolviert wurde. Wer sich für ein Studienfach entscheidet, das in der Praxis weniger gefragt ist, muss damit rechnen, dass er deutlich länger brauchen wird, um den Einstieg in den Beruf zu finden.

Vor- und Nachteile private und staatliche Hochschule

Vor- und Nachteile private und staatliche Hochschule im Überblick

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Studentisches Engagement an der Hochschule

Es gibt viele Möglichkeiten, sich neben dem Studium ehrenamtlich zu engagieren. Fast alle staatlichen oder privaten Universitäten und Fachhochschulen verfügen über ein Studierendenparlament, einen Allgemeinen Studierendenausschuss und verschiedene Fachschaften, in denen die Interessen der Studierenden auf vielfältige Weise vertreten werden können. Studentisches Engagement hat viele Vorteile. Da ist nicht nur die Tatsache zu nennen, dass studentisches Engagement an der Hochschule von den späteren Arbeitgebern gern gesehen wird, sondern auch, dass der persönliche Horizont des Studierenden deutlich erweitert werden kann. Soziale Beziehungen werden geknüpft und Kompetenzen erworben, die nicht nur an der Uni, sondern auch im späteren Berufsleben von Bedeutung sein können.

Welche Möglichkeiten für ein studentisches Engagement an der Hochschule gibt es?

Fast alle Parteien, politischen, sozialen und kulturellen Organisationen verfügen über eigene Hochschulgruppen. Insbesondere in größeren Städten oder an größeren Universitäten ist die Auswahl sehr groß. Aus diesem Grunde fällt es vielen Studierenden nicht leicht, sich für eine oder mehrere dieser Gruppen zu entscheiden. Außerdem verfügen die meisten Universitäten über einen Gleichstellungsausschuss, einen Behindertenbeauftragten und/oder einen Beauftragten für chronisch kranke Studierende. Wer zu einer dieser Personengruppen gehört, kann eigene Ideen einbringen und sich dafür einsetzen, dass das Studium auch für diese Personen gut und problemlos zu bewältigen ist. Studierende mit Kind finden ebenfalls geeignete Interessenvertretungen, in denen sie sich gern engagieren können.

Studierendenparlament, Allgemeiner Studierendenausschuss und Fachschaften

Das Studierendenparlament, der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und die Fachschaften sind die bekanntesten Studierendenvertretungen. Die Mitglieder werden in geheimer Wahl gewählt. Jeder Student hat das Recht, sich selbst als Kandidat für eine oder für mehrere dieser Studierendenvertretungen aufstellen zu lassen. Wer neu an der Uni ist und Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement in einer dieser Studierendenvertretungen hat, sollte sich rechtzeitig kundig machen, welche Voraussetzungen er dafür erfüllen muss und wann die nächsten Wahlen stattfinden. Während es sich bei dem Studierendenparlament und dem Allgemeinen Studierendenausschuss um fachübergreifende Gremien handelt, setzen sich die Mitglieder einer Fachschaft ausschließlich aus den Studierenden eines oder mehrerer fachlich verwandter Studiengänge zusammen. Ihnen obliegt es, die Einführungsveranstaltungen für die Erstsemester (Erstis) zu organisieren und ihnen bei allen Fragen, die sich rund um das Studium und das Leben an der Universität ergeben, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Außerdem veranstalten die Fachschaften regelmäßige Partys, Weihnachtsfeiern oder andere Events, die sich ganz speziell an die Studierenden richten, die im jeweiligen Studienfach oder in den jeweiligen Studienfächern eingeschrieben sind. Hier hat jeder Studierende die Möglichkeit, aktiv mitzuwirken und eigene Ideen einzubringen. Ehrenamtliches Engagement an der Hochschule ist eine hervorragende Möglichkeit, um über den Tellerrand des Studiums hinauszusehen und die anderen Studierenden besser kennenzulernen. Soziale Kompetenzen sind fast ebenso wichtig wie fachliche Kompetenzen. Dies wissen auch die meisten Arbeitgeber zu schätzen. Nicht umsonst hat das ehrenamtliche Engagement an der Universität bei ihnen einen hohen Stellenwert. Sie gehen in der Regel davon aus, dass ein Student, der sich aktiv an der Universität eingebracht hat, dies auch in dem Unternehmen tun wird. Teamfähigkeit, Durchsetzungsfähigkeit und andere soziale Kompetenzen lassen sich durch ein ehrenamtliches Engagement an der Universität hervorragend trainieren und kommen dem Absolventen später im Berufsleben zugute.

Eigene Interessen verfolgen

So wichtig wie ehrenamtliches Engagement für das weitere berufliche Leben sein kann, sollte dieser Punkt niemals den alleinigen Ausschlag geben. Das Verfolgen persönlicher Interessen und das Ausprobieren neuer Ideen ist ebenso wichtig. Gerade junge Leute möchten sich noch nicht endgültig festlegen, sondern erst einmal ganz in Ruhe ausprobieren, wo ihre Stärken sind und welche Tätigkeiten ihnen Freude bereiten. Zu kaum einer anderen Zeit des Lebens ist die Vielfalt der Möglichkeiten für ein ehrenamtliches Engagement so groß wie an der Universität oder an der Fachhochschule. Gar nicht so selten kommt es vor, dass ein Student über ein ehrenamtliches Engagement ganz neue Betätigungsfelder für sich entdeckt, an die er zuvor überhaupt nicht gedacht hat. Dies kann nicht nur für den weiteren persönlichen, sondern auch für den beruflichen Weg bedeutsam sein. Nicht nur Personen, die sich für politische, gesellschaftliche oder studienspezifische Probleme einsetzen möchten, finden an der Universität oder an der Fachhochschule ein breites ehrenamtliches Betätigungsfeld, sondern auch Personen, deren Interessen eher auf dem kulturuellen oder sportlichen Gebiet liegen. Wer es möchte, kann sich bereits im Vorfeld des Studiums über ensprechende Angebote an seiner Hochschule informieren. In jedem Falle bieten die Einführungsveranstaltungen für Erstsemester ausreichende Informationsmöglichkeiten.