Die Bachelorarbeit – Tipps zum Schreiben

Die Herausforderungen einer wissenschaftlichen Arbeit und auch bei der Bachelorarbeit liegen darin, sich in einem komplexen Wissenschaftsdiskurs zurechtzufinden, sich zu positionieren und innerhalb dessen relevante Informationen für das je individuelle Forschungsinteresse zu filtern. Der erste Schritt besteht demnach in der Themenfindung. Diesbezüglich kann auf zwei unterschiedliche Arten verfahren werden:

Themenfindung und Fixierung bei der Bachelorarbeit

1) Wenn aufgrund des persönlichen Interesses bereits erste Forschungsfragen vorformuliert sind, muss die Recherche auf deren Grundlage erfolgen und alle relevanten Forschungsbereiche abdecken, damit ein möglichst umfassendes Gesamtbild des Forschungskontextes wiedergegeben werden kann. Eine transdisziplinäre Darstellung kann hierbei hilfreich sein, um Kontroversen offenzulegen.

2) Wenn noch keine Forschungsfragen fixiert sind, können Studierende über kontrovers geführte, wissenschaftliche Diskussionen zu Forschungsfragen gelangen. Für eine Bachelorarbeit reicht meist eine argumentative Stellungnahme innerhalb des jeweils gut dokumentierten Wissenschaftsdiskurses aus, sodass diese Vorgehensweise gegenüber einer empirischen komplex gestalteten Arbeit zu empfehlen ist.

Literaturrecherche für die Bachelorarbeit

jarmoluk_pixabay_library-488690_1280-120x80.jpgGerade aber eine aufwendig gestaltete Literaturrecherche kann die Gefahr bergen, wertvolle Zeit zu verlieren. Denn oftmals werden weiterführende und nicht notwendigerweise hilfreiche Texte gelesen, die den Fokus zerstreuen und aus dem Blickfeld geraten lassen. In solchen Fällen ist es von großer Wichtigkeit, sich auf das zu Beginn geäußerte Forschungsinteresse zu besinnen und nur indirekt relevante Forschungsliteratur auszusortieren. Für ein positives Zeitmanagement können in diesem Zusammenhang auch frühzeitig formulierte Forschungsfragen hilfreich sein, da diese den Fokus einengen und die Literaturrecherche lenken.
Diese Forschungsfragen können und sollten bei fortgeschrittenem Verlauf der Arbeit jedoch noch einmal überdacht und überarbeitet werden.

Schreibprozess

Erst nach der Sichtung vorhandener Literatur sowie einer Orientierungsphase im Forschungsdiskurs erfolgt der zweite Schritt zur Fertigstellung einer wissenschaftlichen Arbeit. Die Textarbeit im engeren Sinn kommt bei guter Vorbereitung und Dokumentation der Zitate einer Niederschrift der theoretischen Ausarbeitung gleich.
Auch erleichtert die Konkretisierung der Theorie den Einstieg in den Schreibprozess. Denn auf diese Weise können allgemeine Tendenzen von dem eigenen Forschungsansatz abgegrenzt werden. Die Bachelorarbeit ist somit in den großen Wissenschaftsdiskurs integriert und kann dennoch dem Anspruch einer singulären Arbeit gerecht werden.
Vor der tatsächlichen Schreibarbeit sollte ein Inhaltsverzeichnis erstellt werden, innerhalb dessen die Navigation zwischen globalen und lokalen Textteilen möglich wird. Der Gesamtzusammenhang der Arbeit sollte in jedem Unterkapitel dargelegt werden, damit die Argumentationsketten für Lesende nachvollziehbar werden.

Korrektur der Bachelorarbeit

Vor der Abgabe der Bachelorarbeit sollte noch genügend Zeit für Korrekturen vorhanden sein. Dabei ist es zum einen wichtig, dass eine kleine zeitliche Pause dem Autor die Möglichkeit gibt, seine Arbeit aus einiger Distanz zu begutachten. Diese distanzierte Perspektive kann die Augen für logische Inkonsequenzen öffnen. Aber auch die Korrektur durch andere Personen ist notwendig, um die Nachvollziehbarkeit der Argumentation zu überprüfen.

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Auslandssemester – in welches Land sollte es gehen?

Das Auslandssemester ist eine der besten Entscheidungen für die Karriere, die ein Student treffen kann. Sowohl für die eigene, persönliche Weiterentwicklung als auch für den Lebenslauf sind Auslandssemester eine Bereicherung für jedes Studium. Es stellt sich nur noch die Frage: In welches Land soll es gehen? Die klassischen Auslandssemester-Länder wie die USA bieten natürlich ihre Vorteile, doch in manchen Fällen kann das Semester im Ausland auch die perfekte Gelegenheit fürs Kennenlernen eines selten gewählten Landes sein.

Die Frage nach den Sprachkenntnissen

Für manche Angebote eines Auslandssemesters muss man die Sprache des Landes bereits relativ sicher oder fließend beherrschen. Dann wiederum kann man die Landessprache auch im Rahmen des Auslandssemesters neu erlernen und sich die Kenntnisse während des Studiums parallel aneignen. Der erste Schritt sollte also darin bestehen, zu entscheiden, ob man eine neue Sprache erlernen kann und will oder ob man lieber Sicherheit in einer bereits erlernten Fremdsprache aufbauen möchte. Beides macht sich auf dem Lebenslauf gut und sorgt dafür, dass man gegenüber anderen Hochschulabsolventen einen Vorteil hat, die nicht bereits im Ausland waren.

Typische Auslandssemester-Länder: die Vor- und Nachteile

Die USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien… sie gehören bereits unter Schülern zu den häufigsten Wahlen fürs Auslandssemester. Natürlich haben sie ihre Vorteile, denn hier kommen die meistgesprochenen Sprachen der Welt her. Sie sind außerdem auf Studenten aus dem Ausland ausgerichtet, denn sie werden rege besucht und haben Vorkehrungen getroffen, um mit dem Ansturm gerecht zu werden. Im weiteren Sinne liest man häufig auch von anderen europäischen Ländern wie Dänemark, Schweden oder Norwegen oder kann Auslandssemester in Australien und anderen westlich geprägten Teilen der Welt vorfinden. Auch die asiatische Welt, allem voran China und Japan, gewinnen fürs Auslandssemester immer mehr an Bedeutung. Auch dort erlernt man Sprachen, die im Kommen sind, und sammelt Erfahrungen auf internationalem Parkett in Ländern, auf die Unternehmen ein Auge geworfen haben.

Auslandssemester mal (wo)anders: die Vor- und Nachteile

Ein Auslandssemester in einem Land, das sonst eher nicht gewählt wird, erregt natürlich sofort die Aufmerksamkeit eines jeden Entscheiders. Damit kommt natürlich auch die Frage auf, was denn zu der Entscheidung für dieses Land geführt hat, was der Absolvent dort gelernt hat – und sicher noch viele andere, die ein guter Grund für ein Erstgespräch sind. In seltenen Ländern für ein Auslandssemester kommt man vielleicht nicht mit der US-amerikanischen, europäischen oder asiatischen Wirtschaft in Berührung, was auf jeden Arbeitgeber attraktiv wirkt. Wohl aber könnte man dadurch für ein Unternehmen umso interessanter als Mitarbeiter werden, das gerade im Land des Auslandssemesters aktiv ist und Leute sucht, die seine Gepflogenheiten und seine Wirtschaft kennen und vielleicht sogar ein Netzwerk dort aufgebaut haben.

 

Sport im Studium – Wichtig für Körper und Geist

Das Leben an der Hochschule ist kein Zuckerschlecken und es wird laufend Situationen geben, in denen es um viel geht und die Studenten zwingen, über ihre persönlichen Grenzen weit hinauszuwachsen. Dadurch baut sich körperlicher Stress auf und wird nicht wieder abgebaut, beste Voraussetzungen also für ernste Erkrankungen. Damit das nicht geschieht, sollten Studenten auf ausreichend Sport im Studium achten und sich dadurch einen Ausgleich zum fordernden Hochschulleben schaffen.

Warum Bewegung wichtig ist

Während des Hochschulalltags staut sich im Körper der Stress und es bietet sich keinerlei Möglichkeit, diesen wieder abzubauen. Stress ist als Reaktion auf gefährliche Situationen gedacht und wird als solcher immer nur kurz ausgelöst, jedenfalls im Idealfall. Unser moderner Alltag aber sorgt kontinuierlich für die Ausschüttung von Stresshormonen und damit für schädliche Auswirkungen auf den Körper. Die nötige Bewegung müssen sich bereits Studenten selbst verschaffen und dafür sorgen, dass sie einen Ausgleich zum stressigen Alltag bekommen. Dadurch bauen sie angestaute Stresshormone wieder ab und sind fit für den nächsten Tag. Welcher Art der Sport ist, wann und wie viel gemacht wird, das liegt wiederum im Ermessen eines jeden Einzelnen und ist abhängig davon, wie viel Stress man im Alltag hat und was man braucht, um sich subjektiv wieder gut zu fühlen.

Welcher Sport hilft am meisten?

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Zeit ist das, was Studenten brauchen und so gut wie nie haben. Sportliche Betätigung erfordert zwar etwas Zeit, aber auch nicht viel, wenn man das nicht möchte oder kann. Kraftsport bezeichnet Sportarten, die dem Aufbau von Muskelmasse dienen und wenig Zeit in Anspruch nehmen, wenn sie mit etwas Strategie durchgeführt werden. Für den Stressabbau sind sie genauso gut geeignet wie Ausdauersport; dies bezeichnet Sportarten, die auf den Aufbau von Kondition setzen und eine gute Ergänzung sein können. Auch eignen sie sich als Einstieg für Sportmuffel, die bislang wenig Bewegung bekommen haben und zunächst Kondition brauchen, um überhaupt Erfolgserlebnisse zu haben. Ausdauersport kann ganz ohne Geräte gemacht werden, viel mehr als die geeignete Kleidung braucht man dafür nicht.

Hochschulsport für gestresste Studenten

Bei der Immatrikulation zieht man häufig weit weg von zu Hause und muss sich all die Hobbys wieder neu zurechtlegen, die man zu Hause hatte. Das gilt auch dann, wenn man lediglich nicht mehr jeden Morgen zur Schule, sondern zur Uni oder Fachhochschule fahren muss. Hochschulsport wird aber nicht nur deswegen angeboten, um Studenten zu bieten, was sie gerne machen. Dahinter steckt auch der Gedanke, Stressabbau zu bieten und für Studierende eine Möglichkeit zu schaffen, zusammen mit anderen an ihrem gesunden Lebensstil zu arbeiten. Je nach Hochschule werden die ganz durchschnittlichen Sportarten ebenso wie exotische Möglichkeiten geboten, sodass man dabei nicht nur ungesunde Stresshormone loswird, sondern sich auch weiterentwickeln kann.

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An der Uni bleiben oder raus in die freie Wirtschaft? Pros und Contras

Spätestens mit dem Ende des Studiums beginnt auch die Phase, in der sich die Absolventen mit der eigenen Zukunft beschäftigen. Wo soll es mit dem Erreichten hingehen, welche Türen stehen offen und wo lauert die Jobgarantie? Oft naht damit die Entscheidung, entweder einen Verbleib an der Uni oder den großen Schritt in die freie Wirtschaft zu wählen.

Eine Frage des Geldes

Geldbeutel vor weiem Hintergrund

Einen hauptsächlichen Schub erhält die jeweilige Motivation vor allem dann, wenn ein üppiger Lohn greifbar ist. Wer es alleine darauf abgesehen hat, fährt mit einer Anstellung in der Wirtschaft aber besser. Universitäre Stellen sind bis zum Dienstgrad des Professors nicht nur unterdurchschnittlich, sondern zuweilen sogar schlecht bezahlt. Daran mögen auch die gesicherte Rente sowie die in Aussicht stehende Beamtenstelle wenig ändern. Wer sich für die Forschung entscheidet und der Lehranstalt treu bleibt, tut das in der Regel aus idealistischen Gründen.

Auf die Sicherheit achten

Das nicht selten üppige Salär der Wirtschaft ist aber teuer bezahlt. Denn eine Jobgarantie lässt sich hier nur selten finden. Wer es nicht gerade bis in die Schaltzentralen eines Unternehmens schafft, muss sich mit einem hohen Konkurrenzdruck sowie unregelmäßigen Arbeitszeiten auseinandersetzen. Die Konzerne verlangen viel dafür, dass sie den Gehaltsscheck aufwerten. Gerade die Freizeit sowie der Aufbau einer Familie können dabei in den ersten Jahren erheblich zu leiden haben.

Die Interessen einbeziehen

Allerdings sollte die Entscheidung nur unmaßgeblich von dem Gehalt oder den zu erbringenden Leistungen beeinflusst werden. Der Absolvent muss sich fragen, für welche Richtung er sich am ehesten interessiert. Zieht es ihn in die Forschung, weil er dort ein reges Betätigungsfeld sieht, so wird er darin bestens aufgehoben sein. Reizt ihn allerdings die ständige Herausforderung und die sich jeweils aufs Neue ändernde Rahmenbedingung der freien Wirtschaft, so darf er diese bevorzugen. Das Herz obsiegt dabei über den Verstand.

Es lässt sich beides verbinden

Kann selbst unter Abwägung aller Argumente keine Entscheidung getroffen werden, empfiehlt sich eine Kombination beider Wege. So ist es bereits heute bei vielen Professoren üblich, neben ihrem Lehrstuhl auch eine Kanzlei, eine Praxis oder ein Unternehmen zu führen, zumindest aber darin tätig zu sein. Der idealistische Wert der Arbeit wird auf diese Weise mit dem finanziellen Profit ergänzt. Wer hierbei ein gesundes Maß zwischen beiden Aspekten findet, kann auf einen ebenso lukrativen wie sicheren Posten zurückblicken.

In der Universität eine solide Heimat finden

Allerdings muss bei alledem stets auch die Fachrichtung betrachtet werden. Journalisten, Juristen, Mediziner oder Pharmakologen können diese Kombination sicherlich praktizieren. Für Absolventen der Geistes- oder Literaturwissenschaften lohnt sich der Schritt jedoch nicht, da die freie Wirtschaft ihnen zu wenige Arbeitsplätze bietet. Sie können einer unsicheren Zukunft daher entgehen, indem sie sich für den Verbleib an der Lehranstalt entscheiden und künftig schauen, welche weiteren Perspektive sich neben der Forschung und Lehre eröffnen.

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Neues Semester mit neuen NCs – wie haben die sich mit den Jahren verändert?

Der lateinische Ausdruck Numerus Clausus, wörtlich übersetzt mit „geschlossene Anzahl“ beschreibt eine Zulassungseinschränkung vor allem an Universitäten. Die Zahl derjenigen, die nach dem Abitur gern ein Studium aufnehmen wollen, ist hauptsächlich in den letzten Jahren stark gestiegen. Allein seit 2000 hat sich die Quote der Studienanfänge von ca. 33% eines Jahrgangs auf mehr als 45% erhöht. An manchen Fächern ist das Interesse besonders groß. Dazu gehören beispielsweise Medizin, Jura oder Psychologie. Da jeder Studiengang nur über eine bestimmte Kapazität (besonders Räumlichkeiten und Personal) verfügt, es aber häufig viel mehr Bewerber gibt, wird die Note, kurz NC, festgelegt.

Gründe für die gestiegenen NC´S

Jeder, der sich über längere Zeit mit dem Numerus Clausus beschäftigt hat, wird das Gefühl haben, dass der der NC über die Jahre hinweg gestiegen ist. Der Hauptgrund für diese Entwicklung sind Mehrfachbewerbungen. Aus Angst, keinen guten Studienplatz zu bekommen, bewerben sich vor allem die guten und sehr guten Abiturienten bei bis zu acht Universitäten gleichzeitig. Der NC wird also künstlich verschoben. Das schreckt viele Schüler ab. Deshalb solltest Du Dich, wenn Dich ein Fach wirklich interessiert, bewerben, auch wenn Du die Note nicht erreicht hast. Vielleicht profitierst Du vom Nachrückeverfahren, weil sich die besseren Abiturenten dann für eine andere Hochschule entschieden haben. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, Wartesemester zu sammeln oder im Ausland zu studieren. Vor allem aufgrund des Ärztemangels in Deutschland wird die Abschaffung der Zulassungsbeschränkung in der Medizin von der Politik und dem Ärzteverband diskutiert. Er wird allerdings in wenigen Jahren auch wieder sinken, wenn die geburtsschwachen Jahrgänge nachrücken.

Der Numerus Clausus – ein variabler Wert

Der Numerus Clausus ist nicht von der Hochschule oder dem entsprechenden Bundesland festgelegt, sondern variiert in Hinblick auf die Qualität und Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber. Diese Grenze nennt sich Zulassungsrang. In sie fließt die Note, meist die Abiturnote sowie die Anzahl der Wartesemester derjenigen Person ein, die zuletzt zugelassen wurde. Das erste Fünftel der zu vergebenen Studienplätze ist die sogenannten Leistungsquote, die Note des Abiturs. Die nächsten 20% werden entsprechend der Anzahl der Wartesemester vergeben. Das ist die Zeit, die zwischen dem Abitur und der Einschreibung vergangen ist. Über die übrigen 60% entscheidet die Universität selbst. Hier spielen beispielsweise spezielle Fachnoten eine Rolle. Daneben gibt es Tests oder Auswahlgespräche.

Zwei Arten von Bewerbungsverfahren

Es gibt zwei verschiedene Arten der Bewerbungsverfahren. Studienplätze für Fächer wie Psychologie, Pharmazie, Medizin oder Biologie werden in der Regel von der Stiftung Hochschulstart vergeben. Das bedeutet, man bewirbt sich nicht bei der entsprechenden Universität selbst, sondern bei der Stiftung, die früher auch ZVS (Zentrale Vergabestelle für Studienplätze) genannt wurde. Wenn Du etwas anderes studieren möchtest, das von der Uni direkt vergeben wird, dann gilt der Orts-NC, der von der Universität selbst festgelegt wird. Das nennt sich dann „örtliche Zulassungsbeschränkung“. Es gibt allerdings auch Studienangebote ohne Notenbeschränkung, in die man sich einfach so einschreiben kann.