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23Jan

Bafög – Alles was du darüber wissen musst

Um Bildungsgerechtigkeit zu gewährleisten und ein Hochschulstudium nicht von den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen abhängig zu machen, gewährt der Staat den Studierenden unter Umständen BAföG.

Wer kann BAföG beantragen?

Studierende an Fachhochschulen, Hochschulen und Akademien können BAföG beantragen. Daneben existiert auch das sogenannte Meister-BAföG, welches der Aufstiegsförderung von Handwerkern und Fachkräften dient. Auch wird in manchen Fällen Schüler-BAföG gewährt, welches auch während zwingend erforderlichen Praktika bezogen werden kann und welches als Vollzuschuss ausgezahlt wird.
Studenten mit deutscher Staatsangehörigkeit können prinzipiell BAföG beantragen. Studierende aus dem Ausland können ebenfalls förderberechtigt sein, wenn ihre Eltern oder ihr Ehepartner die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Ebenso können Asylberechtigte, Flüchtlinge oder Studenten aus EU-Mitgliedsländern BAföG erhalten.

Ein weiteres Kriterium ist die fachliche Eignung des Antragstellers. Daher werden in der Regel ab dem fünften Semester Eignungsnachweise gefordert, meist das Zeugnis über die bestandene Zwischenprüfung.
Auch Altersgrenzen musst du berücksichtigen: Das Studium, für welches Sie BAföG beantragen, muss vor dem 30. Geburtstag begonnen werden; bei Master-Studiengängen gilt die Altershöchstgrenze des 35. Geburtstages. Von diesen Altersgrenzen sind Personen, welche über den zweiten Bildungsweg zum Studium gelangt sind, ausgenommen. Auch familiäre oder persönliche Faktoren, wie z. B. Krankheiten oder Kindererziehungszeiten, können eine Ausnahme rechtfertigen.
BAföG wird nur gewährt, wenn der Student den Lebensunterhalt nicht selbst oder durch das Einkommen der Eltern oder des Ehepartners finanzieren kann. Auch vorhandenes Vermögen des Antragstellers wird mit angerechnet.

Wo kann man sich informieren?

Informationen erhält man beim zuständigen BAföG-Amt, welches an Hochschulen meist dem jeweiligen Studentenwerk angegliedert ist.
Im Internet informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf www.das-neue-bafoeg.de sehr detailliert. Hier können Sie auch Antragsformulare einsehen und ausdrucken.

Welche Leistungen kann man erwarten?

Grundsätzlich ist es ratsam, den Antrag so früh wie möglich zu stellen, da BAföG nicht rückwirkend ausgezahlt wird. Allerdings kann man erst dann BAfög beantragen, wenn man immatrikuliert ist. Erst dann weiß man sicher, welches BAföG-Amt tatsächlich zuständig ist.
Die Dauer, während der man BAföG beziehen kann, richtet sich nach der Regelstudienzeit der jeweiligen Fachrichtung.
Die Höhe von BAföG ist abhängig davon, ob der Studierende im Elternhaus oder auswärts wohnt und über welches Einkommen der Studierende, seine Eltern und sein Ehepartner verfügen.
Der Höchstsatz beläuft sich auf 432 EUR im Monat, wenn du als Student noch zu Hause wohnst und auf 585 EUR, wenn du eine eigene Wohnung benötigt. Ist der Studierende privat oder gesetzlich krankenversichert, erhöht sich der monatliche Förderbetrag um 47 EUR.
50% des BAföGs werden als Zuschuss gewährt, welcher nicht zurückgezahlt werden muss. Die zweite Hälfte der Förderung ist ein zinsloses Darlehen, welches nach Beendigung des Studiums zurückgezahlt werden muss. Die Tilgung beginnt erst fünf Jahre nach Beendigung des Studiums, wenn man in der Regel im Berufsleben Fuß gefasst hat und über ein austrägliches Einkommen verfügt. Die Tilgung muss innerhalb von 20 Jahren erfolgen. Die Mindesthöhe der Raten beträgt 105 EUR monatlich. Die Rückzahlung erfolgt sozialverträglich, z. B. kann man bei geringem Einkommen einen Erlass beantragen.

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